25. Mai 2013

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Spanien rackert am meisten

17. November 2012

Spanien legt das größte Reformtempo vor. An das Abspecken des öffentlichen Dienstes traut sich die Regierung zwar noch nicht richtig heran. Aber vor allem die Arbeitsmarktreform gilt als wegweisend und wird positive Effekte bei den Neueinstellungen zeigen, sobald die Wirtschaft wieder wächst. Die Löhne sind gesunken, die Unternehmen wettbewerbsfähiger geworden. Sie exportieren mehr als früher, auch in Schwellenländer wie China, und sind dabei fast so stark wie Deutschland. Das Leistungsbilanzdefizit hat sich in einen Überschuss verwandelt. Noch reichen die Exporte aber nicht, um die weggebrochene Nachfrage im Inland zu kompensieren. Eine Reform der Strom- und Gasversorgung hat die Kosten von Versorgern wie Iberdrola, Endesa oder Gas Natural stark gesenkt. Deren Aktien sind daher in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Das große Sorgenkind sind weiter die Finanzen der Regionen, die reihenweise um Hilfe bei der Zentrale in Madrid anfragen. Für große Unsicherheit sorgt auch immer noch der Bankensektor. Unklar ist weiter, ob das von der EU bereitgestellte Geld ausreicht. Bessert sich allerdings die Lage, haben Qualitätsbanken wie Santander und BBVA sehr gute Kurschancen.

© F.A.Z.
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