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09. Februar 2010

XETRA-SCHLUSS/DAX fest - Erholung nach Alcoa-Zahlen

FRANKFURT (Dow Jones)--Fest sind die deutschen Aktienmärkte am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Der DAX legte um 1,3% bzw 57 auf 4.630 Punkte zu. Für Erleichterung und damit eine kräftige Erholung schon am Morgen hatten die Quartalszahlen von Alcoa gesorgt. Obwohl der Aluminiumproduzent den dritten Quartalsverlust in Folge ausgewiesen hatte, lagen Ergebnis und Umsatz über den Erwartungen. Händler äußerten daraufhin die Hoffnung, die Konjunkturbefürchtungen seien zu schwarz ausgefallen.

"Alcoa hat vor allem mit dem raschen Zurückfahren der Kostenseite überrascht", sagte ein Analyst: "Sollten auch andere Unternehmen ihre Kosten schneller in den Griff bekommen haben, könnte der Markt eine positive Überraschung bei den Gewinnen erleben". Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 83,3 (Vortag: 90,8) Mio Aktien im Wert von rund 2,10 (Vortag: 2,24) Mrd EUR.

Nachrichtlich gab es von Unternehmensseite wenig, bei Konjunkturdaten standen nur die wöchentlichen Erstanträge auf Leistungen der US-Arbeitslosenversicherung an. "Die Daten hatten sowohl für Bullen wie Bären etwas parat", erklärte ein Händler. Insofern hätten sie den Aufwärtstrend nicht stoppen können. Die US-Erstanträge fielen um überraschend hohe 52.000. Volkswirte hatten nur mit minus 4.000 gerechnet.

Beobachter machten allerdings nur Sondereffekte dafür verantwortlich: Da Chrysler und General Motors aufgrund ihrer massiven Schwierigkeiten die Werke schon im Mai geschlossen hatten, sei der sonst übliche Anstieg im Juli entfallen. Technische Analysten sehen den DAX nun bei 4.575 Punkten gut unterstützt.

Mit guten Aufschlägen gingen nach den Alcoa-Zahlen vor allem die rohstoffnahen Werte wie die Stahltitel aus dem Rennen. ThyssenKrupp stiegen um 1,4% auf 16,85 EUR und Salzgitter um 2,4% auf 58,65 EUR. Auch die zyklischen Automobilwerte profitierten von der Erholungsrally. Daimler legten um 2,7% auf 24,28 EUR zu und BMW um 2,2% auf 25,60 EUR. Neben den Konjunkturhoffnungen stützte hier eine positive Sektor-Studie von Merrill Lynch.

Finanztitel legten mit den Zyklikern zu. Unter anderem stiegen Commerzbank um 1,5% auf 4,75 EUR und Deutsche Bank um 4,6% auf 43,75 EUR. Lufthansa verloren 0,5% auf 8,73 EUR, obwohl die Fluglinie eine Stabilisierung bei ihren Passagierzahlen im Juni vermelden konnte.

Die Titel des Softwareherstellers SAP stiegen um 2,7% auf 28,71 EUR, nachdem Merrill Lynch die Aktie zum Kauf empfohlen hatte. Auch der Chemiesektor profitierte von einer Hochstufung durch J.P. Morgan auf "Overweight". BASF legten danach um 0,9% auf 27,75 EUR zu.

Im TecDAX wurden Freenet von einer positiven Studie der Deutschen Bank um 7,4% auf 7,94 EUR getrieben. Solon sprangen sogar um 13,2% auf 9,25 EUR, nachdem das Unternehmen einen Auftrag für Sonnenkollektoren aus Kalifornien bekommen hatte.

Im MDAX verloren Fielmann nach Zahlen 2,1% auf 46,34 EUR. Umsatz und Absatz des Brillenherstellers waren im ersten Halbjahr leicht unter Erwartung gewachsen.

    
 

(END) Dow Jones Newswires

July 09, 2009 11:54 ET (15:54 GMT)

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