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12. März 2010

Wall Street schließt nach Arbeitsmarktdaten auf Tagestief

NEW YORK (Dow Jones)--An den US-Aktienmärkten ist am Donnerstag mit schwachen Arbeitsmarktdaten Ernüchterung eingekehrt. Hoffnungen auf eine baldige Erholung der Wirtschaft hätten sich vorerst zerschlagen, sagten Händler. Die größten Kursverluste verzeichneten Aktien des Industrie- und Konsumsektors, aber auch rohstoffnahe Werte, die sinkenden Rohstoffpreisen nach unten folgten.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) fiel in einer um 15 Minuten verlängerten Sitzung um 2,6% bzw 223 Punkte und schloss auf seinem Tagestief bei 8.281. Der S&P-500 brach durch die psychologisch wichtige Marke bei 900 Punkten und schloss um 2,9% bzw 27 Punkte niedriger bei 896 ebenfalls auf seinem Tagestief. Beobachter maßen dieser Bewegung aufgrund der dünnen Umsätze aber nur geringe Bedeutung bei. Der Nasdaq-Composite verlor 2,7% bzw 49 Punkte auf 1.797.

Wegen technischer Probleme, die den Handel mit einigen Titeln für mehrere Minuten unterbrochen hatten, verlängerte der Betreiber der New York Stock Exchange (NYSE) den Handel an den Börsen NYSE und NYSE Amex um 15 Minuten. An der Nasdaq endete die Sitzung regulär um 22.00 Uhr MESZ. Auf der Homepage der Nyse sei einige Stunden lang die - falsche - Nachricht veröffentlicht worden, dass die Aktien der American International Group (AIG) vom Handel ausgesetzt seien und dekotiert würden, hieß es zur Erklärung der technischen Probleme. Es habe sich um eine automatisch generierte Mitteilung im Zuge der Aktienzusammenlegung bei AIG gehandelt.

Umgesetzt wurden an der NYSE 0,63 (Mittwoch: 0,95) Mrd Aktien. Dabei verzeichneten 512 Titel Kursgewinne, während 2.440 Verlierer gesehen wurden und 106 Titel unverändert aus dem Handel gingen. Ursächlich für die dünnen Umsätze war nach Aussage von Händlern auch das bevorstehende lange Feiertagswochenende. Am Freitag findet in den USA wegen des Unabhängigkeitstags am 4. Juli kein Börsenhandel statt. Der Feiertag fällt zwar in diesem Jahr auf den Samstag, doch bleiben Behörden, Banken und Börsen schon am Freitag geschlossen.

Wie das US-Arbeitsministerium am Berichtstag mitteilte, wurden im Juni außerhalb der Landwirtschaft 467.000 Stellen abgebaut und damit deutlich mehr als erwartet. Die Konsensprognose der Volkswirte war von einem Verlust von 350.000 Arbeitsplätzen ausgegangen. Gleichzeitig erreichte die Arbeitslosenquote mit 9,5% den höchsten Stand seit mehr als 25 Jahren.

Der Markt sehe es mit Sorge, dass sich die Arbeitslosenquote der Marke von 10% nähere, sagte ein Händler. Diese Marke sei psychologisch wichtig; werde sie überschritten, drohe dem Aktienmarkt ein neuerlicher Ausverkauf, von dem vor allem Bankenwerte betroffen wären.

Den größten Kursverlust im DJIA verzeichneten Alcoa, die um 4,7% auf 9,86 USD nachgaben, und Travelers Cos mit einem Abschlag von 4,7% auf 39,20 USD. Caterpillar büßten 4,4% auf 31,74 USD ein. Die Aktien der Ölkonzerne Chevron und Exxon Mobile verloren 3,2% auf 64,42 USD und 2,9% auf 68,49 USD, nachdem der Ölpreis deutlich nachgegeben hatte. Unter den konsumnahen Werten büßten Home Depot 3,8% auf 22,81 USD ein.

Johnson & Johnson büßten 1,9% auf 55,98 USD ein. Das Unternehmen erwirbt eine Beteiligung von 18,4% an der irischen Elan für 1 Mrd USD. Elan legten um 8,6% auf 7,60 USD zu.

    
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(END) Dow Jones Newswires

July 02, 2009 17:13 ET (21:13 GMT)

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