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Wall Street mittags uneinheitlich - Griechenlandrettung eingepreist
NEW YORK (Dow Jones)--Nachdem die Wall Street die vermeintliche Rettung Griechenlands bereits am Vortag gefeiert hat, hält sich die Euphorie am Freitag in Grenzen. Die Kurse präsentieren sich am Mittag (Ortszeit) uneinheitlich. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) gewinnt gegen 19.20 Uhr MEZ 0,3 Prozent bzw 34 Punkte auf 12.938. Der S&P-500 steigt um 0,1 Prozent oder 2 Zähler auf 1.360 und der Nasdaq-Composite sinkt um 0,3 Prozent bzw 10 Stellen auf 2.950.
In den USA seien die sich mehrenden Signale für eine Freigabe des zweiten Schuldenpakets für Griechenland durch die Eurogruppe schon eingepreist worden, sagen Händler. Vor dem langen Feiertagswochenende in den USA - am Montag findet der President's Day statt - und auch mit Blick auf das mutmaßlich entscheidende Treffen der Eurogruppe zum zweiten Hilfspaket für Griechenland am Montag neigten Teilnehmer dazu, erst einmal Positionen glattzustellen. Immerhin habe der DJIA am Vortag nur knapp den höchsten Stand seit Mai 2008 verpasst und laufe Richtung 13.000 Punkte.
"Der Markt gewöhnt sich an die Schlagzeilen aus Europa. Diese haben längst nicht mehr den Einfluss, wie sie es noch vor Kurzem hatten. Vor dem verlängerten Wochenende macht sich eine gewisse Lethargie breit - eine Konsolidierung nach den jüngsten Aufschlägen. Insgesamt könnte es aber weiter bergauf gehen", kommentiert Marktstratege Paul Nolte von Dearborn Partners das Geschehen.
Am Berichtstag konkretisieren sich die Fortschritte bei der Griechenlandrettung. Die nationalen Zentralbanken des Eurosystems haben den Tausch griechischer Staatsanleihen nach Informationen aus Notenbankkreisen bereits abgeschlossen, heißt es in Brüssel. Anleger gehen daher fest davon aus, dass am Montag eine Entscheidung zu Gunsten einer endgültigen Griechenlandrettung fallen wird. Gestützt werden die Hoffnungen durch Verlautbarungen europäischer Spitzenpolitiker.
Bundeskanzlerin Angela Merkel, der italienische Ministerpräsident Mario Monti und der griechische Ministerpräsident Lukas Papademos rechnen mit einer positiven Lösung für Griechenland beim Treffen der Finanzminister der Eurogruppe am Montag in Brüssel. Dies bestätigte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert. Auch nach Einschätzung des Bundesfinanzministeriums (BMF) rückt eine tragfähige Entscheidungsbasis für das geplante zweite Griechenlandpaket in greifbare Nähe.
Konjunkturseitig liefern die Verbraucherpreisdaten keine neuen Impulse. Mit einem Januaranstieg um 0,2 Prozent fielen sie knapp unter der Prognose von 0,3 Prozent aus. Der Index der Frühindikatoren für die Entwicklung der US-Wirtschaft deutet indes auf eine anhaltende, aber schwache Verstärkung des Wachstums zu Beginn des neuen Jahres hin. Wie das Forschungsinstitut Conference Board mitteilte, stieg der Indikator im Januar um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet.
Gesucht sind Telekommunikations- und Finanzwerte. Mit Blick auf die Einzelwerte fallen Bank of America auf, die mit einem Abschlag von 1,2 Prozent auf 7,99 Dollar zu den schwächsten Titeln im DJIA zählen. Händler sprechen nach den deutlichen Vortagesgewinnen von Gewinnmitnahmen. Alcoa geben 1,4 Prozent auf 10,14 Dollar nach. Auf der anderen Seite des Tableaus finden sich Intel, die um 2,1 Prozent auf 27,38 Dollar zulegen.
Apple steht vor einem weiteren Meilenstein. Der Rechnerkonzern peilt bei den Downloads für mobile Anwendungen die Marke von 25 Milliarden in den kommenden Wochen an. Die Aktie klettert um 0,1 Prozent auf 502,63 Dollar. Kurse macht des Weiteren auch die laufende Berichtsperiode. So hat H.J. Heinz im dritten Quartal besser als erwartet abgeschnitten und außerdem einen positiven Ausblick abgegeben. Die Aktie gewinnt 4,7 Prozent auf 54,56 Dollar. Dagegen geht es für die Aktie des Nahrungsmittelwettbewerbers General Mills um 3,9 Prozent auf 38,24 Dollar nach unten. Das Unternehmen hat gewarnt, dass der Gewinn im dritten Quartal unter den aktuellen Schätzungen liegen dürfte und den Ganzjahresausblick gesenkt.
Applied Materials drehen ins Minus und geben 0,2 Prozent auf 13,18 Dollar ab, nachdem die Geschäftszahlen des Ausrüsters der Halbleiterindustrie zunächst aufgenommen worden sind. Enttäuschende Ergebnisse einer Studie zur Behandlung von Hepatitis C lassen Gilead Sciences um 15,1 Prozent auf 46,53 Dollar einbrechen. SunPower schnellen dagegen um 17,7 Prozent auf 8,81 Dollar nach oben. Die Quartalszahlen sind überraschend positiv ausgefallen. Campbell Soup verteuern sich um 2,9 Prozent auf 33,00 Dollar, auch hier überzeugen die Geschäftszahlen.
DJG/DJN/flf
(END) Dow Jones Newswires
February 17, 2012 13:24 ET (18:24 GMT)
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| Tops & Flops | Kurs | in % |
| HeidelbergCement | 36,87 € | +4,73% |
| Daimler | 38,36 € | +3,15% |
| Infineon | 6,52 € | +3,03% |
| BMW | 63,43 € | +2,69% |
| RWE | 30,50 € | +2,57% |
| FMC | 53,08 € | +0,17% |
| K+S AG NA O.N. | 34,48 € | −0,04% |
| Dt. Boerse | 40,96 € | −0,05% |
| Fresenius | 75,59 € | −0,20% |
| Metro | 23,83 € | −0,73% |
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 6.435,60 | +1,65% |
| FAZ-INDEX | 1.408,04 | +1,74% |
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| Eurostoxx 50 | 2.192,85 | +1,99% |
| F.A.Z. EURO | 71,05 | +2,10% |
| Dow Jones | 12.502,80 | −0,01% |
| Nasdaq 100 | 2.539,20 | −0,24% |
| S&P500 | 1.316,63 | +0,05% |
| Nikkei225 | 8.729,29 | +1,10% |
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| Gold | 1.582,50 $ | −0,63% |
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| Name | Kurs | in % |
| FAZ-INDEX | 1.408,04 | +1,74% |
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| Name | Kurs | in % |
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