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UPDATE: US-Automarkt startet robust ins neue Jahr
--Absatz der Autohersteller steigt fast durch die Bank
--Chrysler und Volkswagen legen am stärksten zu
--Deutsche Hersteller mit zweistelligen Raten dabei
(NEU: Angaben zu deutschen und japanischen Herstellern)
Von Jürgen Hesse DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT (Dow Jones)--Das neue Jahr beginnt für die Autohersteller in den USA wie das alte endete: Mit Wachstum. Im Januar legte der Fahrzeugmarkt in Amerika den achten Monat in Folge zu. Die Erinnerungen an die jahrelange Krise der Branche verblassen langsam, die Hersteller schöpfen die Hoffnung, auch im laufenden Jahr wieder mehr zu verkaufen.
Laut dem Branchendienst Edmunds.com stiegen die Autoverkäufe im Januar in den Vereinigten Staaten um 5,8 Prozent. Dabei zahlte sich insbesondere der Ehrgeiz der beiden Hersteller Volkswagen und Chrysler aus, die schon Ende des Vorjahres ordentlich Gas gegeben hatten. Beide steigerten ihre Verkaufszahlen nun um fast die Hälfte.
Der inzwischen zum Fiat-Konzern gehörende US-Hersteller Chrysler kam mit 101.149 Fahrzeugen auf ein Plus von 44 Prozent. Der drittgrößte US-Hersteller, der im vergangenen Jahr erstmals seit 2009 wieder schwarze Zahlen schrieb, erlebte damit den besten Januar seit vier Jahren. Chrysler profitiert derzeit von der überarbeiteten Modellpalette und der Zusammenarbeit mit dem Mehrheitsgesellschafter Fiat. Chef Sergio Marchionne sieht Chrysler jedenfalls über Plan auf dem Weg zurück aus der Krise, die ihren Tiefpunkt in der Insolvenz des Konzerns im Jahr 2009 gefunden hatte. Bei der Steigerung der Verkäufe hilft laut Marchionne auch das Wiederanspringen der Konjunktur in Amerika.
Überdurchschnittlich zulegen konnte auch der zweitgrößte US-Anbieter. Ford fand für 136.710 Autos einen Kunden und legte damit um 7,4 Prozent zu. Wachstumstreiber war der Kleinwagen Focus, der sich 60 Prozent besser verkaufte als ein Jahr zuvor. Lediglich Marktführer General Motors (GM) schwächelte im Januar. Insbesondere die leichten Nutzfahrzeuge wie Pickups fanden weniger Käufer, so dass der Konzern insgesamt 6,1 Prozent weniger Autos absetzte. GM begründete den Rückgang damit, den Kunden weniger Rabatte gegeben zu haben.
Dennoch zeigten sich die Amerikaner optimistisch. GM werde im laufenden Jahr zahlreiche neue Modelle auf den Markt bringen. Dies und das Wachstum der gesamten Branche werde dem Unternehmen helfen. Den amerikanischen Automarkt sieht GM 2012 auf 13,5 bis 14 Millionen Fahrzeuge wachsen. Das wären deutlich mehr Autos als die 12,8 Millionen des vergangenen Jahres.
Auch Volkswagen versprühte mit Blick auf das laufende Jahr Optimismus. Dabei hatten die Wolfsburger schon einen guten Start ins Jahr. Der Konzern kam im Januar auf 27.209 verkaufte Autos in den USA. Damit legte das Unternehmen nicht nur um knapp 48 Prozent zu, es war auch der beste Januar für Volkswagen seit 1974. Großen Anteil am Erfolg hatte die extra für den amerikanischen Markt entwickelte Version des Passat. Für dieses Modell fanden sich gut 6.300 Käufer. Aber auch das SUV Tiguan gewann deutlich in der Gunst der Kunden hinzu.
Auch die übrigen deutschen Autohersteller schlugen sich gut auf dem für sie so wichtigen US-Markt. Audi und Mercedes legten je um rund ein Fünftel zu, während Porsche und BMW sich mit einstelligen Zuwachsraten begnügen mussten.
Die Hersteller aus Japan kommen langsam wieder in die Spur. Der frühere Marktführer Toyota verkaufte mit 124.540 Fahrzeugen zwar noch deutlich weniger als die Platzhirsche General Motors und Ford. Immerhin legten die Toyota-Verkäufe aber wieder um 7,5 Prozent zu. Das Erdbeben in Japan und die Überschwemmungen in Thailand hatten die Lieferketten der Japaner durcheinandergewirbelt. Hinzu kamen die Spätfolgen der Qualitätsprobleme, mit denen Toyota einige Zeit zu kämpfen gehabt hatte.
-Von Jürgen Hesse, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/jhe/bam
(END) Dow Jones Newswires
February 01, 2012 13:51 ET (18:51 GMT)
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