26. Mai 2013

UPDATE: Banken decken sich wegen Krise mit EZB-Liquidität ein

(NEU: Erste EZB-Refinanzierung mit gelockerten Sicherheiten)

Von Andreas Plecko

FRANKFURT--Die Nachfrage der Banken des Euroraums nach Liquidität hat angesichts der neuen

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Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise kräftig zugenommen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte, besorgten sich die Institute beim wöchentlichen Hauptrefinanzierungsgeschäft mit der Zentralbank 180,378 Milliarden Euro. Damit bauten die 105 Banken, die an dem Geschäft teilnahmen, ihr Liquiditätspolster um 13,125 Milliarden Euro aus. Bereits in den vergangenen Wochen hatten sich die Banken beständig mehr Zentralbankgeld beschafft.

Um insbesondere den spanischen Banken die Kreditaufnahme zu erleichtern, hatte die EZB am Freitag die Anforderungen an die Pfänder, die die Institute bei diesen Geschäften mit der EZB hinterlegen müssen, erneut aufgeweicht. Die EZB akzeptiert nun auch verbriefte Hypothekenkredite sowie Auto-, Leasing- und Verbraucherkredite. Obwohl die EZB Sicherheitsabschläge von bis zu 32 Prozent vornimmt, steigt damit ihr Risiko. Die neuen Regeln gelten aber erst ab der nächsten Woche.

Seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 stellt die EZB den Banken bei den Refinanzierungsgeschäften so viel Liquidität wie gewünscht zur Verfügung. Die Institute müssen dafür einen Festzinssatz von 1,00 Prozent bezahlen. Die sogenannte Benchmarkzuteilung beträgt aktuell minus 710,5 Milliarden Euro. Die negative Zahl bedeutet, dass die Banken über weitaus mehr Liquidität verfügen als sie für die Erfüllung ihrer Mindestreservepflichten benötigen.

Die Krise im Euroraum hatte sich am Montag erneut zugespitzt. Mit Zypern flüchtete bereits das fünfte Land unter den Euro-Rettungsschirm. Zudem stufte die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit von 28 spanischen Banken herab. Spanien hatte zuvor offiziell einen Hilfsantrag für seine Banken eingereicht.

Die Nachfrage der Banken nach den wöchentlichen Krediten der EZB war zunächst zurückgegangen, nachdem die EZB im Dezember und im Februar mit zwei großen Liquiditätsspritzen über 1 Billion Euro in das Bankensystem gepumpt hatte. In den vergangenen Wochen hatte die Wirkung dieser Hilfen aber kontinuierlich nachgelassen, während die Nachfrage nach den wöchentlichen Krediten wegen der aufgeflammten Krisen in Spanien, Griechenland und Zypern wieder anzog.

Kontakt zum Autor: andreas.plecko@dowjones.com

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