22. Mai 2012

Merkel: Wir weigern uns, Pleite Griechenlands anzuerkennen - ZDF

BERLIN/PARIS (Dow Jones)--Deutschland und Frankreich wollen nach Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Insolvenz Griechenlands nicht hinnehmen, bestehen aber für weitere Finanzhilfen auf Reformen. "Wir weigern uns, die Pleite Griechenlands anzuerkennen. Wir können das nicht akzeptieren", sagte Merkel im Interview mit dem ZDF nach Angaben des Senders auf seiner Internetseite. Ein zweites Griechenland-Programm werde es nur geben, "wenn die Nachhaltigkeit der griechischen Finanzen gesichert ist", sagte Merkel laut ZDF weiter in dem gemeinsamen Interview mit Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy mit dem ZDF und dem französischen TV-Sender France 2.

Bei einem Treffen in Paris hatten Merkel und Sarkozy zuvor am Montag an einem Verbleib Griechenlands in der Eurozone festgehalten, gleichzeitig aber eine Einigung mit der Troika als Voraussetzung für neue Hilfen bekräftigt. "Wir wollen, dass Griechenland im Euro bleibt", hatte Merkel bei einer Pressekonferenz mit dem Sarkozy betont und angefügt: "Das ist unser beider Meinung - aber ich sage auch: Es kann kein neues Griechenland-Programm geben, wenn es nicht mit der Troika zu einer Einigung kommt." Auch Sarkozy hatte dies betont.

Bei ihrem Treffen hatten Merkel und Sarkozy zudem ein Sonderkonto vorgeschlagen, auf das Hilfsmittel fließen sollen, die für den Schuldendienst des Landes bestimmt sind. Mit der Blockade von Mitteln soll sichergestellt werden, dass das Land anfallende Zahlungen an seine Gläubiger leisten kann.

 
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires 
+49 (0)30 2888 4118, andreas.kissler@dowjones.com 
DJG/ank/apo 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 06, 2012 12:09 ET (17:09 GMT)

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