26. Mai 2013

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: An den Finanzmärkten in der Schweiz, in Russland, in Schanghai und in Japan findet aufgrund von Feiertagen kein Handel statt.

DONNERSTAG: Wegen nationaler Feiertage wird an den Märkten in Japan, Schanghai und in Russland nicht gehandelt.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Im zähen Ringen um die US-Haushaltspolitik haben die Mitglieder des US-Repräsentantenhauses am frühen Morgen deutscher Zeit doch noch einen Kompromiss gefunden. Aber das Gesetz, das die meisten der drohenden Steuererhöhungen aushebelt und geplante Ausgabenkürzungen verschiebt, lässt eine Reihe von Fragen offen und dürfte auch weiterhin für erheblichen Zank zwischen den beiden großen Parteien in den USA sorgen. Zuvor hatte sich schon der Senat auf ein Maßnahmenbündel geeinigt. Nun sollen nur Spitzenverdiener in den USA höhere Steuern zahlen müssen. Am Ende stimmten die Abgeordneten mit 257 zu 167 Stimmen für das Gesetz zur Umschiffung der so genannten Fiskalklippe. Nun muss US-Präsident Barack Obama noch unterschreiben, damit das Gesetz in Kraft treten kann. Nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von mehr als 450.000 Dollar sowie Einzelpersonen, die über 400.000 Dollar verdienen, sollen höhere Abgaben zahlen - nämlich 39,6 statt derzeit 35 Prozent. Außerdem sollen die Zuschüsse für Langzeitarbeitslose ein Jahr weiterlaufen und die pauschalen Ausgabenkürzungen, von denen je zur Hälfte das Verteidigungsministerium und die anderen US-Behörden betroffen wären, um zwei Monate verschoben werden.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

   16:00 US/ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Dezember 
          PROGNOSE:  50,5 Punkte 
          zuvor:     49,5 Punkte 
    16:00 US/Bauausgaben November 
          PROGNOSE:  +0,7% gg Vm 
          zuvor:     +1,4% gg Vm 
 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                     Stand   +/- % 
Nikkei-225            Kein Handel 
Hang-Seng-Index       23.086,58  +1,90% 
Shanghai-Composite    Kein Handel 
Kospi                  2.031,10  +1,71% 
S&P/ASX 200            4.705,90  +1,23% 
 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Die asiatischen Börsen sind mit kräftigen Kursgewinnen in das neue Jahr gestartet. Positiv wirkt sich vor allem der vorläufige Kompromiss zwischen Republikanern und Demokraten in den USA aus. Automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen konnten damit zunächst abgewendet werden. Zudem sorgt ein anhaltendes Wachstum im chinesischen Produtionssektor für gute Stimmung. Besonders der lang ersehnte Kompromiss im US-Repräsentantenhaus treibt die Aktienkurse. In Seoul profitiert der Index zudem von der vorsichtigen Annährung zwischen den verfeindeten Staaten Nord- und Südkorea. Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un hatte sich in seiner Neujahrsansprache überraschend konziliant geäußert. Hauptprofiteure der guten Stimmung sind Aktien aus zyklischen Sektoren.

US-NACHBÖRSE

Bei Einzelwerten kam es am letzten Handelstag des Jahres zu keinen nennenswerten Kursbewegungen mehr.

WALL STREET

Index                 Schlussstand  Bewegung %   Bewegung abs. 
Dow Jones Industrial     13.104,14       +1,3%        +166,03 
S&P-500                   1.426,19       +1,7%         +23,76 
Nasdaq-Composite          3.019,51       +2,0%         +59,20 
Nasdaq-100                2.660,93       +2,1%         +54,57 
 
                          Vortag 
Umsatz (Aktien) 0,73 Mrd  0,54 Mrd 
Gewinner        2.642       972 
Verlierer         447     2.085 
Unverändert        70        96 

Feuerwerk an Wall Street: an Silvester haben die Investoren am amerikanischen Aktienmarkt nochmals die Kursraketen gezündet. Wie so oft in den letzten Wochen war der US-Haushaltsstreit praktisch das einzige Thema, und hier beflügelten im Handelsverlauf zuversichtliche Stimmen aus Washington. Nach Börsenschluss kam dann die Nachricht, dass sich der Senat mit klarer Mehrheit auf einen Kompromiss geeinigt hat. Auf Jahresbasis legte der Dow um 7,3 Prozent zu, der S&P-500 um über 13 Prozent. Die Apple-Aktie erholte sich um 4,4 Prozent, nachdem sie am Freitag auf dem tiefsten Stand seit dem 17. Februar geschlossen hatte. Facebook stiegen um 2,7 Prozent, nachdem ein Analyst von BMO die Aktie empfohlen hatte.

TREASURYS

Die amerikanischen Staatsanleihen litten unter der Hoffnung auf eine politische Einigung. Die Rendite der zehnjährigen Papiere stieg auf 1,72 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Mo, 8.45 Uhr 
EUR/USD     1,3270  +0,5%     1,3207        1,3188 
EUR/JPY   115,7848  +1,0%   114,6256      113,4762 
USD/JPY    87,2350  +0,5%    86,7700       86,0580 
USD/KRW  1063,5000  -0,0%  1063,6400     1067,3500 
USD/CNY     6,2303     0%     6,2303        6,2292 
AUD/USD     1,0470  +0,8%     1,0384        1,0388 
 

Die vorläufige Einigung im US-Haushaltsstreit sorgt am Devisenmarkt für Kursgewinne bei als riskanter eingeschätzten Währungen wie beispielsweise dem Euro und dem Austral-Dollar. "Die Märkte reagieren erst einmal mit Erleichterung", heißt es von Sean Callow, einem Devisenstrategen bei Westpac Banking in Sydney. So legt der Euro deutlich zu auf 1,3273 Dollar, verglichen mit Ständen von gut 1,32 Dollar zuvor. Weiter unter Druck steht der Yen. Ein Dollar kostet 87,26 Yen, nachdem er im Tagestief schon für 86,60 Yen zu haben war.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

Sorte/Handelsplatz  aktuell  Vortag (Settlmt)  Bewegung %  Bewegung abs. 
WTI/Nymex            92,81    91,82             1,08        0,99 
Brent/ICE           112,06   111,11             0,86        0,95 
 

Der Ölpreis für die US-Sorte WTI stieg im US-Handel um 1 Prozent auf 91,82 Dollar je Barrel. Auch hier stützte die Hoffnung auf eine Einigung der Parteien in Washington. Sollte sie nicht zustande kommen, fürchten Marktteilnehmer eine Rezession.

METALLE

Metall              aktuell        Vortag  Bewegung %  Bewegung abs. 
Gold (Spot)        1.682,90      1.675,13     +0,5%          +7,77 
Silber (Spot)         30,63         30,36     +0,9%          +0,27 
Platin (Spot)      1.550,75      1.538,00     +0,8%         +12,75 
Kupfer-Future          3,64          3,64        0%              0 
 

Der Goldpreis erholte sich im US-Handel am 31. Dezember und tendierte um 1.675 Dollar je Feinunze, gestützt von der Zuversicht über ein Zusammenkommen von Demokraten und Republikanern. Mit einem Plus von rund 7 Prozent war 2012 das zwölfte Jahr in Folge, in dem der Goldpreis zulegte.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

KONJUNKTUR CHINA

Die chinesische Wirtschaft bleibt auf Erholungskurs. Der von der Bank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im Dezember wurde auf 51,5 nach oben revidiert und erreichte damit den höchsten Stand seit 19 Monaten. Vorläufig war ein Stand von 50,9 gemeldet worden.

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Kontakt zum Autor: Steffen.Gosenheimer@dowjones.com 

DJG/gos

(END) Dow Jones Newswires

January 02, 2013 01:52 ET (06:52 GMT)

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Tops & Flops Kurs in %
Siemens 82,45 € +1,43%
Linde 152,05 € +0,96%
BAYER AG NA 84,46 € +0,66%
Beiersdorf 70,41 € +0,28%
Dt. Telekom 9,26 € +0,11%
Lanxess 56,45 € −1,77%
Infineon 6,25 € −2,02%
COMMERZBANK AG 7,67 € −2,39%
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F.A.Z. VERS. + TE... 847,31 € −0,43%
F.A.Z. AUTO + ZUL... 3.343,20 € −0,85%
F.A.Z. MASCHINENB... 574,27 € −0,12%
F.A.Z. GRUNDSTOFF... 947,30 € −0,10%
F.A.Z. HANDEL + V... 1.282,11 € −0,29%
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Silber 22,38 $ −0,40%
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