23. Mai 2013

MORNING BRIEFING - USA/Asien

=== 

+++++ TAGESTHEMA +++++

Das Jobwachstum in den USA ist in den vergangenen Monaten langsam, aber stetig vorangeschritten. Für Januar erwarten die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte, dass die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 166.000 zugenommen hat. Im Dezember war die Beschäftigung um 155.000 Jobs gewachsen. Für die gesondert ermittelte Arbeitslosenquote wird mit 7,8 Prozent eine Stagnation auf dem Stand des Vormonats erwartet. Als "stetig, aber unspektakulär" umschreiben die Ökonomen von BNP Paribas die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen

13:00 Merck & Co Inc, Ergebnis 4Q

14:30 Chevron Corp, Ergebnis 4Q

Im Laufe des Tages:

Exxon Mobil Corp, Ergebnis 4Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
  14:30 Arbeitsmarktdaten und jährliche Benchmark-Revision 
        Januar 
        Beschäftigung ex Agrar 
        PROGNOSE: +166.000 gg Vm 
        zuvor:    +155.000 gg Vm 
        Arbeitslosenquote 
        PROGNOSE: 7,8% 
        zuvor:    7,8% 
        durchschnittliche Stundenlöhne 
        PROGNOSE: +0,05 auf 23,78 USD 
        zuvor:    +0,07 auf 23,73 USD 
 
  15:55 Index der Verbraucherstimmung der Universität 
        Michigan Januar (2. Umfrage) 
        PROGNOSE:   71,5 
        1. Umfrage: 71,3 
        zuvor:      72,9 
 
  16:00 Bauausgaben Dezember 
        PROGNOSE: +0,6% gg VmCD 
        zuvor:    -0,3% gg Vm 
 
  16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Januar 
        PROGNOSE: 51,0 Punkte 
        zuvor:    50,2 Punkte 
 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Index                   Schlussstand  Bewegung %  Bewegung abs. 
Dow Jones Industrial       13.860,58       -0,4%         -49,84 
S&P-500                     1.498,11       -0,3%          -3,85 
Nasdaq-Composite            3.142,13       -0,0%          -0,18 
Nasdaq-100                  2.731,53       -0,3%          -7,18 
Nasdaq-100 After Hours      2.732,12 
 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Die Konjunkturdaten aus China halten nicht ganz das, was sich Marktteilnehmer versprochen haben. Sie offenbaren Licht und Schatten und verhindern so einheitliche Trends an den verschiedenen Handelsplätzen. In China fiel der Einkaufsmanagerindex im Januar leicht unter Dezemberniveau und verfehlte die Erwartungen. Dagegen steigt der HSBC-Einkaufsmanagerindex in zweiter Lesung auf den höchsten Stand seit zwei Jahren im Januar. Die Börsen in China reagieren mit Abschlägen auf die offiziellen Daten, mit den HSBC-Daten setzt eine leichte Erholung ein. Gebremst werden die chinesischen Aktienmärkte von den anstehenden US-Arbeitsmarktdaten, die für Zurückhaltung sorgen. Positive Stimmung herrscht in Tokio. Händler sprechen von einer Serie guter Quartalsausweise. Softbank ziehen nach überzeugenden Drittquartalszahlen um 5,1 Prozent an. Nach einer angehobenen Prognose geht es für Japan Tobacco um 3,3 Prozent nordwärts. Auch beim Elektronikkonzern NEC lief es rund, die Aktie springt um 7,6 Prozent nach oben. Bei Honda wiegen positive Ergebniskennziffern einen schwachen Ausblick auf, die Aktie steigt um 0,1 Prozent. In Sydney stützen steigende Eisenerzpreise und verbesserte Hauspreisdaten den Gesamtmarkt. Der australische Leitindex markiert im Verlauf ein 21-Monatshoch. Am Devisenmarkt macht der US-Dollar zum Yen Boden gut. Im Januar wertete der Dollar zum Yen um 5,7 Prozent auf. Der Euro setzt seinen Höhenflug fort und springt über die Marke von 1,36 Dollar. Der Ölpreis klebt am Vortagessettlement. Goldpreis fällt, hier könnten die US-Arbeitsmarktdaten für Bewegung sorgen, heißt es.

US-NACHBÖRSE

Audience haben einen Kurssprung von knapp 25 Prozent gemacht. Das Unternehmen hatte in seinem Ausblick bei Gewinn und Umsatz die Analysten-Prognosen klar übertroffen. Auch die vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal des Mobiltelefonzulieferers waren besser ausgefallen als erwartet. Um 0,7 Prozent abwärts ging es für die Aktie des Kasinobetreibers Wynn. Hier war das Ergebnis etwas schlechter, der Umsatz aber etwas besser ausgefallen als erwartet.

WALL STREET

INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
DJIA          13.860,58  -0,36   -49,84 
S&P-500        1.498,11  -0,26    -3,85 
Nasdaq-Comp.   3.142,13  -0,01    -0,18 
Nasdaq-100     2.731,53  -0,26    -7,18 
 
                          Vortag 
Umsatz (Aktien) 0,93 Mrd  0,70 Mrd 
Gewinner        1.575 
Verlierer       1.463 
Unverändert       107 

Trotz kleiner Gewinnmitnahmen am letzten Handelstag des Monats verzeichneten die US-Börsen den besten Jahresauftakt seit langem. Für den Dow-Jones-Index war der Januar 2013 der stärkste seit 1994. Constellation Brands brachen um 17,4 Prozent ein. Das US-Justizministerium will den Verkauf der Tochter Modelo an Anheuser-Busch InBev verhindern. Facebook (-0,8 Prozent) hatte zwar im vierten Quartal besser als erwartet abgeschnitten, Beobachter bemängelten aber das Schrumpfen der operativen Marge und die stark gestiegenen Kosten. Mehrere Analysten stuften die Aktie ab. Elizabeth Arden (-16,3 Prozent) hatte im zweiten Geschäftsquartal nicht einmal die unternehmenseigenen Erwartungen erfüllt und setzt sich nunmehr bescheidenere Jahresziele. Restrukturierungsaufwendungen von fast einer Milliarde Dollar drückten Dow Chemical (-7 Prozent) im vierten Quartal in die Verlustzone. UPS (-2,4 Prozent) hatte einen schwachen Ausblick gegeben. Geschäftszahlen und Ausblick von Qualcomm (+3,9 Prozent) hatten dagegen überzeugt. Überzeugende Geschäftszahlen legte auch JDS Uniphase (+17 Prozent) vor. BlackBerry, die bis Mittwoch unter dem Namen Research in Motion firmierte, standen mit der Abstufung auf "Underperform" durch Credit Suisse abermals unter Druck und verloren 5,8 Prozent.

TREASURYS

                       Änderung   Rendite 
10-Jährige  96-26/32      +6/32    1,985% 
30-Jährige  91-31/32      +16/32   3,168% 

Am Anleihemarkt zeigten sich die Notierungen trotz des starken Chicago-Einkaufsmanagerindex gut behauptet.

DEVISEN

DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Do, 9.59 Uhr 
EUR/USD     1,3622  +0,3%     1,3587        1,3565 
EUR/JPY   125,5624  +0,7%   124,6526      123,3707 
USD/JPY    92,1785  +0,5%    91,7290       90,9360 
USD/KRW  1097,4500  +0,8%  1088,2600     1089,3000 
USD/CNY     6,2281  +0,1%     6,2188        6,2187 
AUD/USD     1,0399  -0,3%     1,0432        1,0404 
 
 

Der Euro tendierte zum US-Dollar wenig verändert bei rund 1,3580. Ein Anlauf auf die Marke von 1,36 Dollar scheiterte zunächst im späten US-Handel.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

Sorte/Handelsplatz  aktuell  Vortag (Settlmt)  Bewegung %  Bewegung abs. 
WTI/Nymex            97,53    97,49             0,04        0,04 
Brent/ICE           115,73   115,55             0,16        0,18 
 
 

Gewinnmitnahmen ließen den WTI-Ölpreis leicht nachgeben. Das Barrel verbilligte sich um 0,5 Prozent bzw 0,45 Dollar auf 97,49 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent stieg dagegen um 0,6 Prozent bzw 0,65 Dollar auf 115,55 Dollar.

METALLE

Metall              aktuell        Vortag  Bewegung %  Bewegung abs. 
Gold (Spot)        1.663,05      1.664,30       -0,1%          -1,25 
Silber (Spot)         31,37         31,46       -0,3%          -0,09 
Platin (Spot)      1.674,00      1.677,75       -0,2%          -3,75 
Kupfer-Future         3,737         3,732        0,1%           0,005 
 
 

Auch im Gold wurden Gewinne mitgenommen. Die Feinunze gab um 1,2 Prozent auf 1.662 Dollar nach.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

KONJUNKTUR CHINA

Die chinesische Industrie bleibt zum Jahresauftakt auf Wachstumskurs. Die Einkaufsmanagerindizes (PMI) zeigen aber ein gemischtes Bild, ob das Wachstum an Schwung gewinnt oder verliert. Während der offizielle PMI auf eine leichte Verlangsamung hindeutet, weist der von HSBC erstellte Index nach oben.

KONJUKTUR JAPAN

Der Kfz-Absatz ist im Januar um 12,9 Prozent auf Jahressicht eingebrochen. Die Ausgaben privater Haushalte sank im Dezember um 0,7 Prozent auf Jahressicht (PROGNOSE: unverändert). Die Arbeitslosenquote lag im Dezember bei 4,2% (PROG: 4,1%). Die Konsumneigung stieg im Dezember um 0,7 Punkte auf Jahressicht.

INFLATION INDONESIEN

Die Verbraucherpreise sind Januar um 1,03 Prozent auf Monatssicht gestiegen. Die Erwartung hatte auf eine Steigerung von 0,96 Prozent schließen lassen.

INFLATION THAILAND

Die Verbraucherpreise sind im Januar um 3,39 Prozent und damit geringer als mit 3,50 Prozent erwartet gestiegen.

INFLATION SÜDKOREA

Die Verbraucherpreise sind Januar um 1,5 Prozent auf Jahressicht gestiegen. Die Erwartung hatte auf eine Steigerung von 1,6 Prozent schließen lassen.

NYSE

Der Börsenbetreiber hat nach Angaben informierter Personen im Poker um die eigene Übernahme eine folgenschwere Nebenabrede mit Bieter ICE getroffen, die ein Gegengebot für Konkurrenten unattraktiv macht. Das Abkommen betrifft die europäischen Derivatetochter der NYSE in London, die Terminbörse Liffe. Ihre Handelsgeschäfte müssen danach für mindestens zwei Jahre über den Börsenbetreiber ICE abgewickelt werden.

=== 
DJG/cln/flf 

(END) Dow Jones Newswires

February 01, 2013 01:44 ET (06:44 GMT)

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