26. Mai 2013

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ SPRUCH +++++

"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben." (Albert Einstein)

+++++ TAGESTHEMA +++++

Frankreich hat nun auch bei der Ratingagentur Moody's seinen Status als erstklassiger Schuldner verloren. Moody's stufte die Bonitätsnote des Landes auf "Aa1" von "Aaa" zurück. Die Analysten begründeten dies damit, dass das französische Wirtschaftswachstum gefährdet sei. Zudem seien die fiskalischen Aussichten des Landes ungewiss. Der Ausblick wurde mit "negative" bestätigt. Das bedeutet, dass eine neuerliche Abstufung möglich ist. Bei aller Kritik räumte Moody's aber auch ein, dass Frankreich über eine große und diversifizierte Wirtschaft verfüge. Das Land habe sich zu strukturellen Reformen und der Konsolidierung seiner Staatsfinanzen verpflichtet. Zuvor hatte Anfang des Jahres schon die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) Frankreich die Bestnote "AAA" entzogen. Die jüngste Abstufung zeitigte am Devisenmarkt nur mäßige Folgen. Der Euro, der im Tagesverlauf die Marke von 1,28 US-Dollar zurückerobert hatte, gab etwas nach und notierte am späten Abend bei rund 1,2780 Dollar.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

08:00 DE/Schaeffler AG, Ergebnis 3Q

08:00 GB/easyJet plc, Jahresergebnis

09:00 GB/Glencore International plc, Aktionäre stimmen

über die Fusion mit Xstrata ab

14:15 GB/Xstrata plc, Aktionäre stimmen über

Fusion mit Glencore ab

- DE/Hochtief AG, AR-Sitzung zu Vorstandspersonalien

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-DE 
    08:00 Destatis, Erzeugerpreise Oktober 
          PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+1,7% gg Vj 
          zuvor:    +0,3% gg Vm/+1,7% gg Vj 
-US 
    14:30 Baubeginne/-genehmigungen Oktober 
          Baubeginne 
          PROGNOSE: -4,5% gg Vm 
          zuvor:   +15,0% gg Vm 
          Baugenehmigungen 
          PROGNOSE: -3,4% gg Vm 
          zuvor:   +11,0% gg Vm 
 
 

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

10.30 ES/Auktion 12- und 18-monatiger Schatzwechsel 
         im Volumen von 3,5 bis 4,5 Mrd EUR 
 
11.00 CH/Auktion 182-tägiger Schatzwechsel 
 
11.30 HU/Auktion 3-monatiger Schatzwechsel im Volumen von 
        50 Mrd HUF 
 
12.00 EU/Auktion 6-monatiger EFSF-Schatzwechsel im Volumen 
         von bis zu 2 Mrd EUR 
 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                zuletzt      +/- % 
DAX                 7.123,84     +2,49% 
DAX-Future          7.121,00     +1,88% 
XDAX                7.119,66     +1,88% 
MDAX               11.172,03     +1,96% 
TecDAX                804,48     +1,71% 
Euro-Stoxx-50       2.495,21     +2,80% 
Stoxx-50            2.502,31     +2,27% 
Dow-Jones          12.795,96     +1,65% 
S&P-500-Index       1.386,89     +1,99% 
Nasdaq-Comp.        2.916,07     +2,21% 
EUREX                zuletzt  +/- Ticks 
Bund-Future          142,97%      -27 
 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Am Aktienmarkt rechnen Händler mit leichten Abgaben zur Erffnung. Die Abstufung der französischen Bonität sei zwar hinlänglich erwartet worden, für leichte Abschläge sei der Schritt von Moody's aber allemal gut, heißt es im Handel. Zudem beginnt kurz vor Handelsschluss in Brüssel das Treffen der Finanzminister der Eurozone. Die hiermit verbundenen Risiken sprechen laut Händlern ebenfalls dagegen, dass die Aktienkurse die kräftige Erholung vom Vortag fortsetzen.

Die guten Nachrichten kamen am Vortag vor allem aus den USA. Dort steigt der Optimismus hinsichtlich einer baldigen Lösung im Haushaltsstreit. Aber auch gute US-Immobiliendaten zeigten, dass die Erholung des Sektors weiter anhält. Eine Rally legten die Aktien der Banken hin. Ein Hinauszögern der Sanierung des Staatshaushaltes könnte die USA hart treffen. Der Banken-Index schloss mit einem Plus von 3,6 Prozent. Von einem nicht zu starken Abbremsen der Weltwirtschaft profitierten auch die Automobilhersteller, der Subindex stellte mit plus 3,7 Prozent den Tagesgewinner. Gesucht waren zudem die Technologiewerte. Anleger setzen darauf, dass der Tiefstand der globalen Konjunktur bald erreicht sein wird. Halbleiter-Aktien wie STMicro profitierten davon besonders stark und stiegen um knapp 9 Prozent.

DAX/MDAX/TECDAX

Der DAX schloss nur knapp unter Tageshoch. Von der gestiegenen Risikobereitschaft profitierten besonders Werte, die in der Vorwoche noch abverkauft wurden. Tagessieger waren Infineon, die um 6,2 Prozent stiegen. Jefferies hatte die Aktie hochgestuft. Von einem nicht zu starken Abbremsen der Weltwirtschaft profitierten auch die Automobilhersteller. BMW legten um 5 Prozent zu, VW erhöhten sich um 4 Prozent. Hochtief standen mit Spekulationen über eine mögliche Zerschlagung im Blick. Der Mutterkonzern ACS tauscht den Vorstand aus. Dies wird als Zeichen gesehen, den Widerstand der deutschen Vorstände gegen Teilverkäufe zu brechen. Hochtief kletterten um 5,1 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 7.120 (XETRA-Schluss: 7.124) Punkte

Im nachbörslichen Handel mit deutschen Aktien hat sich nicht mehr viel getan. Hochtief wurden um 0,8 Prozent höher getaxt. Womöglich kam der angeblich geplante Abbau von 700 Arbeitsplätzen beim Baukonzern, vom dem die WiWo berichtete, bei den Anlegern gut an. Unbeeindruckt zeigte sich dagegen die Daimler-Aktie von der Entscheidung, der arabischen Staatsholding Aabar deren Beteiligung an dem Formel-1-Team Mercedes Grand Prix abzukaufen. Mit Plus 1,5 Prozent legten K+S überdurchschnittlich deutlich zu. Einen nachrichtlichen Hintergrund hatte der Anstieg jedoch nicht.

USA / WALL STREET

Wachsende Zuversicht, dass der innenpolitische Streit in den USA um die Haushaltspolitik beigelegt und die gefürchtete Fiskalklippe umschifft werden kann, beflügelte die Aktienkurse. Dazu kamen überraschend gute Immobilienmarktdaten. Cisco stiegen um 1,7 Prozent. Das Unternehmen hatte die Übernahme des Netzwerk-Ausrüsters Meraki für rund 1,2 Milliarden Dollar angekündigt. Apple zogen um 7,2 Prozent an. Händler verwiesen auf die Überverkauftheit der Aktie. Intel blieben mit einem Anstieg um nur 0,3 Prozent hinter dem Markt zurück. Präsident und CEO Paul Otellini will sein Amt auf der Aktionärsversammlung niederlegen. Tyson Foods verbesserten sich um 10,9 Prozent. Die Hähnchenfleischsparte war im vierten Geschäftsquartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und hatte die Schwäche der Segmente Rind und Schwein mehr als kompensiert.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN   zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Mo, 18.05 Uhr 
EUR/USD    1,2795  +0,1%    1,2782         1,2810 
EUR/JPY  104,0054  +0,0%  103,9664       103,9900 
EUR/CHF    1,2050  +0,1%    1,2038         1,2042 
USD/JPY   81,2900  -0,1%   81,3330        81,1955 
GBP/USD    1,5916  +0,1%    1,5907         1,5908 
 
 

Die Abstufung Frankreichs hat den Euro im asiatisch geprägten Geschäft nur kurz und nicht nachhaltig belastet. "Der Schritt kam nicht überraschend", konstatiert ein Devisenhändler in Auckland. "Die Wahrscheinlichkeit einer Abstufung war bekannt und letztlich wurde der Schritt erwartet", pflichtet ein weiterer Devisenhändler bei. Letztlich profitiere die Gemeinschaftswährung von steigendem Optimismus über eine Rettung Griechenlands. Der Dollar bewegt sich zum Yen nur unwesentlich, nachdem die Bank of Japan ihre Geldpolitik bestätigt hat.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

Sorte/Handelsplatz  aktuell  Vortag (Settlmt)  Bewegung %  Bewegung abs. 
WTI/Nymex            89,15    89,28            -0,15       -0,13 
Brent/ICE           111,67   111,70            -0,03       -0,03 
 
 

Angst vor einer Ausweitung des Gaza-Konflikts verteuerte das Öl. WTI stieg um 2,7 Prozent bzw 2,36 auf 89,28 Dollar. Brent gewann 2,5 Prozent bzw 2,75 Dollar auf 111,70 Dollar.

METALLE

Metall              aktuell        Vortag  Bewegung %  Bewegung abs. 
Gold (Spot)        1.733,40      1.732,40       +0,1%          +1,00 
Silber (Spot)         33,18         33,11       +0,2%          +0,07 
Platin (Spot)      1.580,25      1.575,00       +0,3%          +5,25 
Kupfer-Future          3,52          3,53       -0,2%          -0,01 
 
 

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

SCHULDENKRISE

Portugal hat sich nach Angaben von Finanzminister Vitor Gaspar für eine weitere Rate des 78 Milliarden Euro umfassenden Rettungspaketes qualifiziert. Dieses Ergebnis des insgesamt sechsten Quartalsberichts war erwartet worden, kam jedoch schneller als bei den vorangegangenen Überprüfungen. Das ist eine gute Nachricht für die EU, die unterdessen weiter eine Lösung für das angeschlagene Griechenland sucht.

Griechenland kann unterdessen offenbar auf neue Milliardenunterstützung über die bisherigen Programme hinaus hoffen. Wie Bild berichtet, wollen CDU/CSU und FDP zusätzlichen Hilfen für Athen zustimmen.

Der designierte Präsident des ZEW, Clemens Fuest, hat sich indes dafür ausgesprochen, in Deutschland eine erhöhte Inflation zu tolerieren, um den Abbau von Ungleichgewichten im Euroraum zu fördern.

GELDPOLITIK

Die Bank of Japan hat nach einem Doppelschlag in den Vormonaten bei der geldpolitischen Lockerung eine Pause eingelegt. Am Morgen entschieden die Währungshüter bei ihrem Novembertreffen einstimmig, das Anleihekaufprogramm bei 91 Billionen Yen zu belassen und vorerst nicht weiter aufzustocken. Den Leitzins hielten die Notenbanker wenig überraschend bei nahe Null.

BANKENAUFSICHT

Je näher die gemeinsame europäische Bankenaufsicht rückt, desto weniger können die kleinen deutschen Banken sie leiden. Bei der 15. Euro Finance Week brachte Volksbankenpräsident Uwe Fröhlich seine Furcht vor einer europäischen Aufsicht mit ihren nur für Großkonzerne geeigneten Vorschriften und englischen Meldeformularen zum Ausdruck.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

November 20, 2012 01:44 ET (06:44 GMT)

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24.05.2013 17:45 Uhr
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24.05.2013 17:35 Uhr
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BAYER AG NA 84,46 € +0,66%
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COMMERZBANK AG 7,67 € −2,39%
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24.05.2013 23:59 Uhr
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