22. Mai 2012

MIDDAY BRIEFING - Märkte

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+++++ MÄRKTE AKTUELL (13.43 Uhr) +++++

 
 
INDEX                   Stand      +-% 
Nasdaq-Future        2.501,00   +0,38% 
S&P-500-Future       1.324,70   +0,15% 
Euro-Stoxx-50        2.484,18   +0,24% 
Stoxx-50             2.471,96   +0,41% 
DAX                  6.672,10   +0,25% 
FTSE                 5.825,96   +0,52% 
CAC                  3.387,23   +0,31% 
Nikkei-225           8.831,93   -0,51% 
EUREX                   Stand  +-Ticks 
Bund-Future           139,36%     -3 
 
 

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

 
 

Gut behauptet - Eine Prognose für die Eröffnungstendenz an Wall Street stellt Händler am Berichtstag vor ein Problem. Denn erst nach Veröffentlichung des wichtigen US-Arbeitsmarktberichtes dürfte sich eine klare Tendenz herausbilden. Händler und Analysten warnen im Vorfeld aber vor zu großer Euphorie. Das Überraschungspotenzial liege eher auf der negativen Seite.

Mit Blick auf die Einzelwerte steht die Berichtsperiode weiter im Blickpunkt. Acme Packet sind am Donnerstag im nachbörslichen US-Handel nach Vorlage von schwachen Geschäftszahlen eingebrochen. Drastisch abgestraft wurden auch THQ. Der Anbieter elektronischer Geräte legte schwache Geschäftszahlen vor. Auch Wynn Resorts verfehlte die Markterwartung zum Umsatz, auf der Gewinnseite überraschte der Konzern dagegen positiv. Die Aktie verlor über 3 Prozent. Take-Two Interactive Software senkte die Prognose, der Schritt kam allerdings nicht unerwartet. Der Ausblick übertraf zumindest auf der Gewinnseite die Markterwartung, der Kurs stieg um knapp 2 Prozent. Nach Geschäftsausweisen stiegen Gilead um knapp 5 Prozent und Novellus um 0,3 Prozent. Google hat laut "WSJ" die Sicherheit von Android verbessert. AMD prüft laut "WSJ" einen Strategiewechsel.

 
 

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

 
 
-US 
    14:30 Arbeitsmarktdaten Januar 
          Beschäftigung ex Agrar 
          PROGNOSE: +125.000 gg Vm 
          zuvor:    +200.000 gg Vm 
          Arbeitslosenquote 
          PROGNOSE: 8,5% 
          zuvor:    8,5% 
          durchschnittliche Stundenlöhne 
          PROGNOSE: +0,05 auf 23,29 USD 
          zuvor:    +0,04 auf 23,24 USD 
 
    16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Januar 
          PROGNOSE: 53,1 Punkte 
          zuvor:    53,0 Punkte 
 
    16:00 Auftragseingang Industrie Dezember 
          PROGNOSE: +1,5% gg Vm 
          zuvor:    +1,8% gg Vm 
 
 

+++++ AKTIEN EUROPA +++++

 
 

Etwas fester - Die Stimmung ist unverändert gut. Immer mehr setzt sich die Meinung durch, dass Europa die Staatsschuldenkrise in den Griff bekommt und die Wirtschaft nicht so stark in die Rezession abgleitet wie befürchtet. Die Umschuldungsgespräche in Griechenland werden nur am Rande wahrgenommen. Unter den Daten am Nachmittag hat der US-Arbeitsmarktbericht die größte Bedeutung. Analysten warnen vor zu hohen Erwartungen, die Konsensprognose könnte möglicherweise zu hoch ausgefallen sein, heißt es. Morgan Stanley hat die Euro-Prognose für 2012 weiter nach unten genommen. In der jüngsten Zeit führte eine Abwertung des Euro zu einer Belastung am Aktienmarkt. Die Quartalszahlen von LVMH haben die hohen Erwartungen getroffen, Aktionäre nehmen nach einem guten Jahresstart Gewinne mit - die Aktie verliert 0,7 Prozent. Volvo hat im vierten Quartal mehr Fahrzeuge verkauft und damit mehr verdient als erwartet. Die Aktie legt um 1,7 Prozent.

 
 

+++++ AKTIEN TOKIO +++++

 
 

Etwas leichter - Schwache Geschäftszahlen und Zurückhaltung vor dem viel beachteten US-Arbeitsmarktbericht haben zu Verlusten geführt. Die Berichtsperiode verlaufe schlecht. Man erkenne bei der Kursentwicklung aber eine gewisse Wertschätzung für Restrukturierungen, so ein Händler mit explizitem Verweis auf die Aufschläge bei Sumco und Sony. Die fundamentale Lage dagegen sei ermutigend - vor allem in den USA, hieß es weiter. Softbank gaben um 3,6 Prozent nach, auf Jahressicht halbierte sich der Gewinn im dritten Quartal. Yamaha sanken um 6,9 Prozent, das Unternehmen senkte die Prognose fürs Gesamtjahr. Dagegen zogen Hitachi um 7,5 Prozent an, obwohl das Unternehmen einen Gewinneinbruch verbucht hatte. Allerdings bestätigte die Gesellschaft den Jahresausblick. Canon gewannen 2 Prozent, der Konzern überraschte mit einem Aktienrückkaufprogramm. Sony kletterten um 8,1 Prozent. Analysten relativierten die schwachen Vortageszahlen. Außerdem habe der neue CEO Restrukturierungshoffnungen geweckt, hieß es. Sumco schossen um 17,4 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen plant einen Konzernumbau und will 15 Prozent der Belegschaft abbauen.

 
 

+++++ ANLEIHEN +++++

 
 

Die Prämien für europäische Kreditausfallversicherungen geben weiter nach. "Angesichts der mittlerweile erreichten Niveaus engen sich die Spreads aber nur noch leicht ein", sagt ein Kreditanalyst. Mit dem US-Arbeitsmarktbericht steht die wichtigste makroökonomische Kenziffer aber noch an. Keine Reaktion zeigen die CDS für die spanischen Banken. Die Regierung des Landes will, dass die Kreditinstitute 50 Milliarden Euro zur Stärkung der Kapitalpuffer auftreiben. "Die Probleme liegen aber nicht bei den Börsen notierten Gesellschaften wie BBVA und Santander, sondern bei den Sparkassen", erklärt ein Analyst.

 
 

+++++ DEVISEN +++++

 
 

Im Vorfeld des mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktberichts legt der Euro zu Dollar und Yen leicht zu. Ökonomen erwarten, dass im Januar in der größten Volkswirtschaft der Welt 125.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft entstanden sind. Die Spanne der Schätzungen reicht von 120.000 bis 175.000. Dies wäre eine deutliche Verlangsamung nach einem Plus von 200.000 Stellen im Dezember. Devisenanalysten gehen allerdings nicht davon aus, dass der Dollar von der wohl wichtigsten makroökonomischen Kennziffer für die USA profitieren wird - unabhängig von der tatsächlichen Beschäftigungsentwicklung. Seit November seien starke US-Konjunkturdaten positiv für die Landeswährung gewesen, so ein Analyst. Dieser Effekt sei allerdings ausgelaufen. Denn die Fed lasse sich offenbar nicht von besseren makroökonomischen Kennziffern beeindrucken. Eine dritte Runde quantitativer Lockerungen scheine trotzdem zu kommen.

Gold handelt aktell bei 1.756,03 Dollar nach einem Londoner Nachmittag-Fixing am Donnerstag bei 1.751,00 Dollar.

 
            Europa          Europa       New York 
         (Fr., 13.40)     (Fr., 8.03)  (Do., Späthandel) 
EUR/USD     1,3162          1,3155       1,3144 
USD/JPY      76,28           76,21        76,21 
EUR/JPY     100,41          100,25       100,20 
=== 
DJG/flf 

(END) Dow Jones Newswires

February 03, 2012 07:45 ET (12:45 GMT)

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