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MÄRKTE USA/Monti-Aussagen lassen Kurse fallen
Aussagen von Italiens Ministerpräsident Mario Monti belasten am Dienstag die Kurse an Wall Street. Monti wollte eine Inanspruchnahme von ESM-Hilfen durch das hochverschuldete Land nicht vollständig ausschließen. Damit kehrt die Schuldenkrise in der Eurozone wieder in das Blickfeld der Investoren zurück. Dabei hatte es vorbörslich noch Signale für eine leichte Entspannung in Europa gegeben. Auch der Start in die US-Berichtssaison fiel insgesamt recht gut aus. Die Zahlen von Alcoa, die traditionell die US-Berichtssaison eröffnen, waren nicht ganz so schlimm ausgefallen wie erwartet.
Der Dow-Jones-Index gewinnt noch 0,1 Prozent auf 12.751 Punkte, nachdem er im frühen Handel noch bis auf 12.830 Punkte gestiegen war. Der S&P-500 fällt dagegen um 0,2 Prozent auf 1.350 Punkte und der technologielastige Nasdaq-Composite verliert 0,5 Prozent auf 2.919 Punkte.
Trotz der positiven Vorgaben aus Europa wird der Markt weiterhin von den Schlagzeilen getrieben. Mit den Monti-Aussagen kamen die Indizes unter Druck und auch der Euro fällt in die Nähe seines Zweijahrestiefs. "Das ist die logische Folge der aufgeweichten Auflagen", sagt Ulrich Leuchtmann, Devisen-Analyst der Commerzbank. "Der Gang unter den Rettungsschirm tut keinem mehr weh", ergänzt er.
Dabei waren die Nachrichten aus Europa positiv. So ist die britische Industrieproduktion im Mai um ein Prozent gewachsen, während die Experten sich auf ein Minus von 0,2 Prozent eingestellt hatten. Auch Italien hat deutlich mehr hergestellt als erwartet. Die Daten brachten Schwung in die europäischen Aktienmärkte, die deutlich zulegten. China hatte dagegen mit seinen Importdaten enttäuscht. Der Zuwachs im Juni belief sich auf 6,3 Prozent, während ein Plus von 11,3 Prozent erwartet worden war.
Die Erholung an den Börsen steht aber ohnehin auf tönernen Füßen. Denn die Krise um die Eurozone wird die Investoren weiter beschäftigen und tritt immer wieder unvermittelt in den Vordergrund. Als nächster wichtiger Punkt steht die Entscheidung des deutschen Verfassungsgerichts über den ESM an, den Europäischen Stabilitätsmechanismus. Das Treffen der Finanzminister der Eurozone am Vortag blieb dagegen ohne große Überraschungen.
Zusätzliche Unsicherheit kommt von der nun angelaufenen Berichtssaison. Von einem möglicherweise "schwierigen Monat" spricht Marktstratege David Morrison von GFT mit Blick auf die bevorstehenden Quartalszahlen. Die Erwartungen seien zwar bereits gesunken, "die Frage ist aber, ob schon ausreichend."
Der Dollar legt gegenüber dem Euro weiter zu, da die Investoren weiterhin die europäische Währung als riskant einschätzen. Mit den Monti-Aussagen kam dann zusätzlicher Druck in der Gemeinschaftswährung auf. Der Euro notiert nur noch knapp über seinem jüngst markierten Zweijahrestief bei 1,2235 Dollar. Der sichere Hafen der US-Anleihen zeigt sich dagegen mit leichten Aufschlägen. Die Rendite zehnjähriger Papiere notiert bei 1,51 Prozent. Das Interesse sei hier auf die Auktion dreijähriger Titel im weiteren Verlauf gerichtet. Möglicherweise könnten die Monti-Aussagen hier für eine erhöhte Nachfrage sorgen, so ein Teilnehmer.
Bei den Einzelwerten fällt die Alcoa-Aktie um 2,7 Prozent zurück, nachdem es vor Handelsbeginn noch nach einem leichten Aufschlag ausgesehen hatte. Am Vorabend hatte der Aluminium-Konzern Zweitquartalszahlen ausgewiesen. Dabei waren der bereinigte Gewinn und der Umsatz zwar besser ausgefallen als von Analysten erwartet. Gleichwohl machten dem Aluminiumhersteller die sinkenden Preise zu schaffen, so dass unbereinigt unter dem Strich ein Verlust stand.
Der bereinigte Gewinn lag bei sechs Cent je Aktie und damit einen Cent über der Konsensschätzung. Der Umsatz fiel um gut neun Prozent auf 5,96 Milliarden Euro, während Analysten sogar einen Rückgang um zwölf Prozent erwartet hatten.
Die Papiere von AMD brechen um 9,8 Prozent ein. Nach Börsenschluss wartete der Chiphersteller mit einer überraschenden Umsatzwarnung auf. Vor allem wegen der schwächeren Nachfrage in China und Europa erwartet der Konzern für das zweite Quartal nun einen Umsatzrückgang um elf Prozent. Zuvor lautete die Prognose noch auf ein Plus von drei Prozent mit einer möglichen Abweichung von bis zu drei Prozentpunkten nach oben oder unten.
Der überraschende Einstieg von Intel bei dem holländischen Spezialkonzern ASML wird an der Börse nicht honoriert. Die Intel-Aktie gibt um 2 Prozent nach. Der US-Chiphersteller will bis zu 4,1 Milliarden Dollar für eine Beteiligung an ASML zahlen. Ziel sei die Entwicklung neuer Maschinen zur Herstellung von Computerchips.
INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 12.750,67 0,11 14,38 S&P-500 1.350,01 -0,18 -2,45 Nasdaq-Comp. 2.918,71 -0,45 -13,06 Nasdaq-100 2.597,59 -0,49 -12,72 DEVISEN zuletzt '+/- % Di, 8.45 Uhr Mo, 18.00 Uhr EUR/USD 1,2247 -0,38% 1,2293 1,2303 EUR/JPY 97,3175 -0,26% 97,5717 97,9884 EUR/CHF 1,2009 -0,01% 1,2010 1,2009 USD/JPY 79,4850 0,14% 79,3750 79,6550 GBP/USD 1,5497 -0,07% 1,5509 1,5509
Kontakt zum Autor: thomas.rossmann@dowjones.com
DJG/DJN/ros/raz
(END) Dow Jones Newswires
July 10, 2012 11:41 ET (15:41 GMT)
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| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Lanxess | 57,21 € | +6,64% |
| COMMERZBANK AG | 7,81 € | +4,09% |
| Daimler | 49,00 € | +3,85% |
| Volkswagen Vz | 168,40 € | +3,73% |
| Continental | 100,30 € | +3,04% |
| Lufthansa | 15,51 € | −1,43% |
| Beiersdorf | 70,54 € | −1,51% |
| HeidelbergCement | 59,57 € | −1,60% |
| FMC | 51,80 € | −2,21% |
| Dt. Telekom | 9,21 € | −8,30% |
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 8.398,00 | +0,34% |
| FAZ-INDEX | 1.758,97 | −0,08% |
| TecDAX | 967,46 | −0,30% |
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| Eurostoxx 50 | 2.817,99 | +0,40% |
| F.A.Z. EURO | 93,04 € | +0,37% |
| Dow Jones | 15.354,40 | +0,80% |
| Nasdaq 100 | 3.028,96 | +0,99% |
| S&P500 | 1.666,12 | +0,95% |
| Nikkei225 | 15.138,10 | +0,67% |
| EUR/USD | 1,2839 | −0,35% |
| Rohöl Brent Crude | 104,72 $ | +0,85% |
| Gold | 1.376,75 $ | −0,02% |
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| Name | Kurs | in % |
| FAZ-INDEX | 1.758,97 | −0,08% |
| F.A.Z. BANKEN EUR | 622,48 € | +2,93% |
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| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.376,75 $ | −0,02% |
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| Zucker | 0,17 $ | +0,65% |
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