-
Artikel-ServicesArtikel-Services
MÄRKTE USA/Angst vor Scheitern des EU-Gipfels belastet
-Von Claudia Nehrbaß
Der bevorstehende EU-Gipfel wirft zu Wochenbeginn auch an den US-Märkten seine Schatten voraus. An der Wall Street folgen die Aktienkurse den europäischen Börsen in negatives Terrain. Das offizielle Hilfsersuchen Spaniens für seine Banken verstärkt die Nervosität der Anleger, weil noch nicht klar ist, welchen Umfang diese Hilfe haben wird. Der Dow-Jones-Index verliert 1,4 Prozent auf 12.459 Punkte. Der S&P-500 fällt um 1,9 Prozent auf 1.309 Punkte und der Nasdaq-Composite gibt um 2,1 Prozent auf 2.829 Punkte nach.
Ein kleiner Lichtblick sind die überraschend guten Daten zum US-Immobilienmarkt, die in dieser Gemengelage aber kaum Beachtung finden. Im Mai wurden 7,6 Prozent mehr neue Eigenheime verkauft als im April. Volkswirte hatten nur ein bescheidenes Plus von 0,6 Prozent erwartet.
Spanien hat am Montag die EU offiziell um Hilfe für seine angeschlagenen Banken gebeten. Der Antrag kommt zwar nicht überraschend, allerdings wurde zunächst keine konkrete Summe genannt. Mitte des Monats hatte das Land schon die Zusage der anderen Euro-Länder erhalten, zur Sanierung der Geldinstitute bis zu 100 Milliarden Euro bereitzustellen. Ein Gutachten von zwei Prüfungsgesellschaften hatte einen Kapitalbedarf von bis zu 62 Milliarden Euro ermittelt.
Bei dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag dürfte es außer um Spanien auch um die Neuverhandlungen der Hilfe für Griechenland sowie um eine mögliche Fiskalunion gehen. Allerdings gibt es Zweifel daran, dass es zu wegweisenden Entscheidungen kommen wird. Beim vorangegangenen Treffen hatten die Staats- und Regierungschefs EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso, EU-Ratspräsident Herman van Rompuy, Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker und den Präsidenten der Europäischen Zentralbank Mario Draghi mit einer Art Masterplan zur Lösung der Banken- und Staatsschuldenkrise beauftragt. Angesichts der weiterhin kaum zu überbrückenden Interessen könnten die Hoffnungen aber enttäuscht werden.
Vor diesem Hintergrund setzen Anleger auf die als sicher geltenden US-Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger Treasurys fällt auf 1,61 Prozent. Auch Edelmetall ist gefragt: Der Goldpreis steigt um 0,5 Prozent.
Dagegen leidet der Ölpreis unter der Aufwertung des US-Dollar zum Euro. Die Gemeinschaftswährung ist im Zuge der Sorge um Spanien unter die Marke von 1,25 Dollar gerutscht und wird bei 1,2485 Dollar gehandelt. Öl wird für Käufer aus der Eurozone somit teurer und weniger attraktiv. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte WTI fällt auf 78,47 Dollar.
Die Aktien der Pharmahersteller Bristol-Myers Squibb (-1,5 Prozent) und Pfizer (-1,4 Prozent) leiden darunter, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA zusätzliche Informationen zum Blutverdünner Eliquis gefordert hat. Das schmälert die Umsatzaussichten des Medikaments, das in Europa schon zugelassen ist.
Die Teva-Aktie steigt dagegen um 5,7 Prozent. Ein US-Bezirksgericht hat den Patentschutz für Copaxone zur Behandlung von Multipler Sklerose bestätigt und festgestellt, dass die generischen Versionen von Mylan und Momenta die Patente von Teva verletzen. Die Aktien von Mylan geben um 2,5 Prozent nach, der Kurs von Momenta bricht um 19 Prozent ein.
INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 12.458,84 -1,44 -181,94 S&P-500 1.309,32 -1,93 -25,70 Nasdaq-Comp. 2.829,47 -2,18 -62,95 Nasdaq-100 2.527,24 -2,25 -58,29 DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.40 Uhr Fr, 17.35 Uhr EUR/USD 1,2479 -0,22% 1,2506 1,2537 EUR/JPY 99,2357 -0,99% 100,2231 100,9977 EUR/CHF 1,2008 -0,02% 1,2011 1,2010 USD/JPY 79,5240 -0,76% 80,1310 80,5400 GBP/USD 1,5554 -0,13% 1,5575 1,5565
Kontakt zum Autor: claudia.nehrbass@dowjones.com
DJG/DJN/cln/ros
(END) Dow Jones Newswires
June 25, 2012 12:07 ET (16:07 GMT)
Übersicht alle Meldungen
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Infineon | 6,64 € | +2,91% |
| E.ON | 13,23 € | +2,08% |
| BASF SE NA O.N. | 75,35 € | +1,91% |
| Dt. Post | 20,24 € | +1,73% |
| ThyssenKrupp | 15,25 € | +1,46% |
| Volkswagen Vz | 171,60 € | −1,29% |
| Daimler | 49,65 € | −1,43% |
| Fresenius | 94,02 € | −1,86% |
| Dt. Bank | 36,66 € | −2,28% |
| COMMERZBANK AG | 8,18 € | −3,73% |
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 8.464,57 | −0,09% |
| FAZ-INDEX | 1.773,34 | −0,06% |
| TecDAX | 969,57 | +0,07% |
| MDAX | 14.200,10 | −0,01% |
| SDAX | 6.027,69 | −0,04% |
| REX | 444,97 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.823,38 | +0,06% |
| F.A.Z. EURO | 92,93 € | +0,02% |
| Dow Jones | 15.387,60 | +0,34% |
| Nasdaq 100 | 3.026,45 | +0,18% |
| S&P500 | 1.669,16 | +0,17% |
| Nikkei225 | 15.627,30 | +1,60% |
| EUR/USD | 1,2926 | +0,15% |
| Rohöl Brent Crude | 103,65 $ | +0,02% |
| Gold | 1.378,75 $ | +1,85% |
| Bund Future | 144,50 € | −0,10% |
TRENDUMFRAGE/DAX mit kleinem Rücksetzer erwartet
08:41EUREX/DAX-Futures über 8.500 erwartet
08:37EUREX/Renten-Futures vor Bernanke-Rede in Handelsspanne
08:27MÄRKTE EUROPA/Kleine Rally-Pause vor Bernanke-Rede erwartet
07:33MÄRKTE ASIEN/Nikkei-Index setzt Rally fort - Sony-Höhenflug geht weiter
| Name | Kurs | in % |
| FAZ-INDEX | 1.773,34 | −0,06% |
| F.A.Z. BANKEN EUR | 615,95 € | −0,09% |
| F.A.Z. VERSICHERU... | 21.452,10 € | −0,05% |
| F.A.Z. IT + ELEKT... | 4.131,95 € | −0,10% |
| F.A.Z. BAU + IMMO... | 3.476,73 € | −0,08% |
| F.A.Z. CHEMIE + P... | 2.565,20 € | −0,37% |
| F.A.Z. VERS. + TE... | 859,20 € | +0,17% |
| F.A.Z. AUTO + ZUL... | 3.467,20 € | +0,02% |
| F.A.Z. MASCHINENB... | 580,42 € | 0,00% |
| F.A.Z. GRUNDSTOFF... | 960,82 € | −0,24% |
| F.A.Z. HANDEL + V... | 1.285,16 € | +0,02% |
| F.A.Z. KONSUMG. +... | 1.310,24 € | 0,00% |
| F.A.Z. ERNEUERB. ... | 269,78 € | +0,65% |
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.378,75 $ | +1,85% |
| Silber | 22,44 $ | +3,60% |
| Platin | 1.468,00 $ | +1,10% |
| Palladium | 742,00 $ | +0,82% |
| Rohöl Brent Crude | 103,65 $ | +0,02% |
| Gas | 0,66 £ | −0,18% |
| Kaffee | 1,33 $ | −2,35% |
| Zucker | 0,17 $ | +0,48% |
| Orangensaft | 1,43 $ | −0,73% |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | --% |
| AMEX OIL | 1.151,96 | --% |
| Rogers International | 24,14 | +0,50% |