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MÄRKTE EUROPA/Wassertreten vor dem Tag der Notenbanken
Abwarten hieß am Mittwoch an den europäischen Börsen das Gebot des Tages. Denn Impulse waren absolute Mangelware. Die Wall Street blieb auf Grund des Independence-Day gleich ganz geschlossen. Für Donnerstag ist mit etwas mehr Schwung zu rechnen. Denn dann stehen die Notenbanksitzungen der Bank of England wie auch der Europäischen Zentralbank an. Den Handel am Mittwoch beendete der Euro-Stoxx-50 mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 2.312 Punkten. Für den DAX ging es 0,2 Prozent auf 6.565 Zähler nach unten.
Bei der Bank of England wird erwartet, dass der Leitzins auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent bestätigt und das Anleihekaufprogramm um 50 Milliarden Pfund Sterling aufgestockt wird. Von der EZB erhofft sich der Markt mehrheitlich eine Zinssenkung um mindestens 25 Basispunkte auf dann 0,75 Prozent. Einige Akteure halten daneben weitere Maßnahmen für denkbar, beispielsweise die Auflage eines dritten Liquiditätstenders oder den Kauf von Staatsanleihen.
Aber es gibt auch Stimmen, die eine Zinssenkung für das falsche Signal halten. Für Martin Hüfner, Chefvolkswirt bei Assenagon, hilft eine Zinssenkung weder der Konjunktur noch den Banken und auch nicht der Staatsfinanzierung in Italien und Spanien. Vielmehr sei wichtig, dass derjenige, der den Euro sanieren wolle, das Vertrauen der Marktakteure erhalte. Und dies sei durch niedrige Zinsen nicht zu erreichen.
Die entscheidende Frage sei nun, wieviel die Märkte von der erwarteten Zinssenkung schon vorweggenommen haben, hieß es im Handel. So hat der DAX seit dem EU-Gipfelbeschluss in der Vorwoche rund 400 Punkte zugelegt. Sollte die EZB enttäuschen und nur eine Senkung um 25 Basispunkte oder gar nichts beschließen, dürfte dies den Aktienmarkt wieder Punkte kosten.
An den Anleihemärkten bezogen die Investoren bereits eine leicht defensive Haltung gegenüber der EZB-Entscheidung. So zogen die Renditen der zehnjährigen spanischen Staatsanleihen um 16 Basispunkte auf 6,33 Prozent an, die italienischen gewannen 13 Basispunkte auf 5,73 Prozent. Auch der Euro kam im späten Handel deutlicher unter Abgabedruck und notierte nur noch bei 1,2535 gegenüber dem Dollar.
Vor allem gegenüber der Schwedischen Krone macht sich die aktuelle Schwäche der Gemeinschaftswährung bemerkbar. Der Euro fiel mit 8,6790 Kronen auf den tiefsten Stand seit elfeinhalb Jahren und damit auf das tiefste Niveau seit Einführung des Euro. Die schwedische Notenbank hatte den Leitzins am Vormittag bei 1,5 Prozent bestätigt.
Zu den Verlierern gehörten einmal mehr die Finanzwerte. Dieser Sektor ist besonders anfällig gegenüber der Zinsentscheidung. Nachdem die Branchentitel zuletzt sehr gut gelaufen waren, nahmen Investoren zunächst ein wenig Risiko heraus. So gab der europäische Sektor der Versicherer um 0,8 Prozent nach, der der Banken um 0,5 Prozent. Barclays büßten mit der Anhörung des früheren CEO vor einem britischen Parlamentsausschuss 0,6 Prozent ein. Dem Manager werden Manipulationen bei der britischen Großbank vorgeworfen.
Zu den größten Verlierern gehörten die Aktien der europäischen Versorger, deren Index um 0,5 Prozent nachgab. Hier belastete das Minus des Schwergewichts E.ON, das um 1,6 Prozent fiel. Die Einigung von E.ON mit Gazprom beurteilten Analysten zwar als positiv, allerdings dürften die Entwicklungen auf den Energiemärkten in Deutschland sowie den nord- und südeuropäischen Staaten weiterhin negativen Einfluss auf das operative Geschäft von E.ON haben, so die Analysten der Citigroup. Die Kollegen von J.P.Morgan merkten an, dass sich damit auch der letzte der vier Kurskatalysatoren, die man identifiziert habe, erledigt habe. Beide Häuser stuften die Aktie ab: Citigroup auf "Sell" und J.P.Morgan auf "Neutral".
Europäische Schlussstände von Mittwoch, den 4. Juli 2012:
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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 2312,41 -8,02 -0,3% -0,2
Stoxx-50 2440,95 -1,91 -0,1% 3,0
Stoxx-600 257,33 -0,06 -0,0% 5,2
Frankfurt XETRA-DAX 6564,80 -13,41 -0,2% 11,3
London FTSE-100 5684,47 -3,26 -0,1% 2,1
Paris CAC-40 3267,75 -3,45 -0,1% 3,4
Amsterdam AEX 314,83 0,49 +0,2% 0,8
Athen ATHEX-20 238,32 10,83 +4,8% -10,0
Brüssel BEL-20 2263,73 -3,51 -0,2% 8,7
Budapest BUX 17394,21 -67,14 -0,4% 2,5
Helsinki OMXH-25 1931,14 -3,10 -0,2% -0,6
Istanbul NAT30 74426,00 1394,97 +1,9% 20,6
Kopenhagen OMXC-20 459,61 1,35 +0,3% 17,9
Lissabon PSI 20 4893,93 51,91 +1,1% -10,0
Madrid IBEX-35 7219,50 -51,00 -0,7% -16,3
Mailand FTSE-MIB 14381,20 -113,21 -0,8% -4,7
Moskau RTS 1404,84 13,76 +1,0% 1,7
Oslo OBX 383,81 -3,34 -0,9% 7,3
Prag PX 916,30 3,60 +0,4% 0,6
Stockholm OMXS-30 1038,42 -1,74 -0,2% 5,1
Warschau WIG-20 2262,27 -8,27 -0,4% 5,5
Wien ATX 2015,03 -6,44 -0,3% 6,5
Zürich SMI 6201,31 7,23 +0,1% 4,5
DEVISEN zuletzt '+/- % Mi, 8.47 Uhr Di, 17.45 Uhr
EUR/USD 1,2535 -0,51% 1,2599 1,2621
EUR/JPY 100,0631 -0,42% 100,4853 100,6952
EUR/CHF 1,2012 -0,01% 1,2013 1,2011
USD/JPY 79,8120 0,07% 79,7590 79,7800
GBP/USD 1,5603 -0,48% 1,5678 1,5705
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@dowjones.com
DJG/thl/flf
(END) Dow Jones Newswires
July 04, 2012 12:48 ET (16:48 GMT)
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| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Merck | 123,50 € | +3,43% |
| ThyssenKrupp | 15,64 € | +2,59% |
| Fresenius | 96,34 € | +2,47% |
| COMMERZBANK AG | 8,37 € | +2,26% |
| Dt. Post | 20,61 € | +1,83% |
| Munich Re | 147,65 € | −0,07% |
| K+S AG NA O.N. | 32,84 € | −0,20% |
| Infineon | 6,62 € | −0,36% |
| BMW | 73,35 € | −0,65% |
| HeidelbergCement | 59,14 € | −0,97% |
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 8.530,89 | +0,69% |
| FAZ-INDEX | 1.786,27 | +0,67% |
| TecDAX | 975,80 | +0,72% |
| MDAX | 14.258,80 | +0,41% |
| SDAX | 6.019,65 | −0,13% |
| REX | 444,85 | −0,03% |
| Eurostoxx 50 | 2.835,01 | +0,47% |
| F.A.Z. EURO | 93,37 € | +0,50% |
| Dow Jones | 15.464,40 | +0,50% |
| Nasdaq 100 | 3.033,59 | +0,24% |
| S&P500 | 1.669,16 | +0,17% |
| Nikkei225 | 15.627,30 | +1,60% |
| EUR/USD | 1,2862 | −0,34% |
| Rohöl Brent Crude | 103,09 $ | −0,52% |
| Gold | 1.378,75 $ | +1,85% |
| Bund Future | 144,31 € | −0,23% |
| Name | Kurs | in % |
| FAZ-INDEX | 1.786,27 | +0,67% |
| F.A.Z. BANKEN EUR | 626,18 € | +1,57% |
| F.A.Z. VERSICHERU... | 21.638,50 € | +0,82% |
| F.A.Z. IT + ELEKT... | 4.159,56 € | +0,57% |
| F.A.Z. BAU + IMMO... | 3.459,72 € | −0,57% |
| F.A.Z. CHEMIE + P... | 2.594,72 € | +0,78% |
| F.A.Z. VERS. + TE... | 862,74 € | +0,58% |
| F.A.Z. AUTO + ZUL... | 3.469,61 € | +0,09% |
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| F.A.Z. GRUNDSTOFF... | 971,31 € | +0,85% |
| F.A.Z. HANDEL + V... | 1.314,43 € | +2,30% |
| F.A.Z. KONSUMG. +... | 1.311,19 € | +0,07% |
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| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.378,75 $ | +1,85% |
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| Platin | 1.468,00 $ | +1,10% |
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| Rohöl Brent Crude | 103,09 $ | −0,52% |
| Gas | 0,66 £ | +0,39% |
| Kaffee | 1,33 $ | −2,35% |
| Zucker | 0,17 $ | +0,48% |
| Orangensaft | 1,43 $ | −0,73% |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | --% |
| AMEX OIL | 1.151,96 | --% |
| Rogers International | 24,14 | +0,50% |