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MÄRKTE EUROPA/Hängepartie im US-Haushaltsstreit trübt Stimmung
Von Thomas Leppert
Die vorweihnachtliche Stimmung an den Aktienmärkten wird durch den weiter schwelenden Haushaltsstreit in den USA getrübt. Die Politiker in Washington finden bisher keinen Weg, wie die drohende Fiskalklippe umschifft werden kann. Sollte keine Lösung bis Ende des Jahres gefunden werden, droht der größten Volkswirtschaft der Welt die Puste auszugehen. Der Internationale Währungsfonds schließt in diesem Fall eine Rezession nicht aus. Das lässt die Börsen in Europa nicht unbeeindruckt. Der deutsche Aktienmarkt schloss 0,5 Prozent leichter bei 7.636,23 Punkten, der Euro-Stoxx-50 kam um 0,3 Prozent auf 2.651,09 Punkte zurück.
Nach einer Niederlage in der eigenen Partei am Vortag will sich der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, John Boehner, weiter für eine Lösung im Haushaltsstreit einsetzen. Dazu will er mit dem demokratisch dominierten Senat und US-Präsident Barack Obama kooperieren. "Wir werden weiterhin mit unseren Kollegen im Repräsentantenhaus und im Senat zusammenarbeiten", sagte Boehner einen Tag nach dem Scheitern seines "Plans B" im republikanisch beherrschten Repräsentantenhaus. Die so genannte Fiskalklippe ist aus Sicht von Ökonomen derzeit neben der Euro-Krise die größte Bedrohung der Weltwirtschaft.
Am Devisenmarkt leidet der Euro unter dem US-Haushaltsstreit. Der Euro fiel zum Dollar auf 1,3170. Favorisiert werden am Devisenmarkt die vermeintlich sicheren Häfen Dollar und Yen. In diesem Umfeld steigen auch am Anleihemarkt wieder Papiere von Staaten wie Deutschland in der Gunst der Anleger, die zuletzt eher etwas vernachlässigt worden waren. Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen sinkt dementsprechend um 4 Basispunkte auf 1,37 Prozent.
An der Börse war es wieder einmal so weit: Während sich die Welt Gedanken über das laut Maya-Kalender drohende Ende machte, tanzten an der Börse die Hexen. An dem so genannten Hexen-Sabbat verfallen die Terminkontrakte auf die Aktien-Indizes, die Optionen auf die Indizes wie auch die Optionen auf die Einzelwerte. Auch wenn der US-Star-Investor Warren Buffett die Terminkontrakte lange Zeit als "Teufelszeug" titulierte, dienen sie doch vielen Finanzinvestoren zur Absicherung und zur Minimierung des Risikos.
Zwischen Nokia und dem Blackberry-Hersteller RIM droht kein endloser Patentkrieg. Der schwedische Handypionier hat mit Research in Motion eine Lizenzvereinbarung geschlossen. Im Rahmen der Einigung erhält Nokia eine nicht genannte einmalige Zahlung von RIM sowie fortlaufende Lizenzgebühren. Die Nokia-Aktie, die in den letzten zwei Monaten rund 50 Prozent zulegte, schloss drei Prozent leichter bei 3,05 Euro.
ArcelorMittal-Papiere fielen um 2,4 Prozent und bildeten das Schlusslicht bei den großen europäischen Stahlwerten. Im vierten Quartal muss das Unternehmen 4,3 Milliarden US-Dollar auf das Europageschäft abschreiben. Der Konzern begründet dies mit der schwachen Nachfrage und dem schwierigen Wirtschaftsumfeld. Im Handel zeigt man sich wenig überrascht. Die Rezession in Europa laste auf der Branche, die zudem unter Überkapazitäten leide. Auch der Konkurrent Thyssen hatte jüngst Abschreibungen von über 4 Milliarden Dollar vornehmen müssen. Thyssen gaben um 1,2 Prozent nach.
Zu den Verlierern des Tages gehört die Aktie von E.ON. In der Schlussauktion kam die Aktie bei einem sehr hohen Handelsvolumen unter Druck und schloss knapp zwei Prozent leichter bei 14,01 Euro. "Da gab es wohl ein großes Interesse, dass der Abrechnungspreis der Optionen nahe dem Basispreis von 14 Euro liegt", vermutet ein Marktteilnehmer. adidas stiegen um 0,2 Prozent nach guten Geschäftszahlen des US-Konkurrenten Nike.
=== Europäische Schlussbörsen vom 21. Dezember 2012: .=== . Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung . stand absolut in % seit . Jahresbeginn Europa Euro-Stoxx-50 2651,09 -7,21 -0,3% 14,4 . Stoxx-50 2591,06 -4,33 -0,2% 9,3 . Stoxx-600 280,95 -0,86 -0,3% 14,9 Frankfurt XETRA-DAX 7636,23 -35,87 -0,5% 29,5 London FTSE-100 5939,99 -18,35 -0,3% 6,7 Paris CAC-40 3661,40 -5,33 -0,2% 15,9 Amsterdam AEX 344,12 -2,48 -0,7% 10,1 Athen ATHEX-20 308,98 6,22 +2,1% 16,6 Brüssel BEL-20 2485,06 -7,14 -0,3% 19,3 Budapest BUX 17948,31 86,21 +0,5% 5,7 Helsinki OMXH-25 2236,48 -18,64 -0,8% 15,2 Istanbul ISE NAT. 30 95695,08 -122,47 -0,1% 55,1 Kopenhagen OMXC-20 496,97 1,25 +0,3% 27,4 Lissabon PSI 20 5746,47 -53,25 -0,9% 3,6 Madrid IBEX-35 8264,20 26,80 +0,3% -3,2 Mailand FTSE-MIB 16333,95 -65,41 -0,4% 8,2 Moskau RTS 1512,18 -11,90 -0,8% 9,4 Oslo OBX 414,81 1,75 +0,4% 16,0 Prag PX 1036,38 2,59 +0,3% 13,8 Stockholm OMXS-30 1107,93 -0,14 -0,0% 12,2 Warschau WIG-20 2583,06 -10,67 -0,4% 20,5 Wien ATX 2404,37 -7,40 -0,3% 27,1 Zürich SMI 6889,54 -23,25 -0,3% 16,1 .===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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December 21, 2012 12:27 ET (17:27 GMT)
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| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Lanxess | 57,21 € | +6,64% |
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| Daimler | 49,00 € | +3,85% |
| Volkswagen Vz | 168,40 € | +3,73% |
| Continental | 100,30 € | +3,04% |
| Lufthansa | 15,51 € | −1,43% |
| Beiersdorf | 70,54 € | −1,51% |
| HeidelbergCement | 59,57 € | −1,60% |
| FMC | 51,80 € | −2,21% |
| Dt. Telekom | 9,21 € | −8,30% |
| Name | Kurs | in % |
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| FAZ-INDEX | 1.758,97 | −0,08% |
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