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MÄRKTE ASIEN/Schwache Wirtschaftsdaten belasten Börse in Tokio
- Von Axel Wölk
Für japanische Aktien geht es zu Wochenbeginn wegen schwacher Daten zum Wirtschaftswachstum abwärts. Dagegen halten sich chinesische Papiere knapp im Plus. Hier heben
positive Handelsdaten aus dem Reich der Mitte die Anlegerstimmung. Der Außenhandelsüberschuss fiel im Oktober größer als erwartet aus. Allerdings basiert er vor allem auf einem Rückgang chinesischer Importe und hier besonders der Kupfereinfuhren.Angesichts dieser Daten findet die Börse in Hongkong einen Boden, nachdem es in der Vorwoche um glatte 3,3 Prozent bergab gegangen war. Zunächst notierte der Hang-Seng-Index weitgehend unverändert und schiebt sich aktuell auf ein Plus von 0,2 Prozent vor. Besonders Papiere von Unternehmen mit starkem Chinahandel profitierten. Für Aktien von Cosco Pacific geht es um 0,6 Prozent und von Li & Fung um 1,1 Prozent aufwärts.
In Schanghai verbessert sich der Index um 0,1 Prozent. Hier steht neben den genannten Konjunkturdaten weiter der 18. Kongress der Kommunistischen Partei im Vordergrund.
In Japan kamen Wachstumsdaten zum Bruttoinlandsprodukt heraus. Sie weisen eine reale annualisierte Kontraktion von 3,5 Prozent in den drei Monaten von Juli bis September im Quartalsvergleich aus. So düster die Zahl auch wirkt, fiel sie besser aus als von Volkswirten befürchtet. Diese hatten mit einem Rückgang um bis zu 3,9 Prozent gerechnet. Die Anleger gehen in Tokio trotzdem in Deckung. Der Nikkei-Index gibt 0,5 Prozent auf knapp 8.710 Punkte ab. Der Dollar notiert fast unverändert bei 79,46 Yen. In der Vorwoche hatte der Greenback 1,2 Prozent an Wert verloren.
Einige Automobilwerte können sich dem Trend entgegenstemmen. Für Aktien von Suzuki Motor geht es um 4,8 Prozent aufwärts, nachdem das Unternehmen einen kräftig gestiegenen Nettogewinn im ersten Halbjahr vermeldet hatte. Titel von Mazda verbessern sich um knapp 3 Prozent. Hier hatte es Berichte über eine Kooperation mit Toyota gegeben, um gemeinsam Fahrzeuge für Mexiko und den nordamerikanischen Markt zu fertigen. Aktien des größten japanischen Autobauers Toyota fallen nach dieser Neuigkeit um 1,4 Prozent.
An den Märkten kehrt allgemein Nervosität über Europa zurück. Die Anleger sind vor dem Treffen der Finanzminister der Eurozone unsicher, ob es wirklich zu einer Entscheidung für eine neue Hilfstranche an Griechenland kommt. Das griechische Parlament hat inzwischen den drastischen Sparhaushalt für das Land verabschiedet. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte der Zeitung "Die Welt" aber gesagt, er rechne nicht mit einer Entscheidung in der griechischen Frage bei dem Treffen der Euro-Finanzminister.
In Australien bröckelt der S&P ASX 200 um 0,1 Prozent ab. Unternehmensnachrichten belasten hier den Markt. Titel von QBE Insurance brechen um knapp 7 Prozent ein. Das Unternehmen hatte eine Gewinnwarnung wegen des Hurrikans Sandy ausgegeben. Papiere von Oil Search sacken um 3,5 Prozent ab. Die Kosten für ein Erdgasprojekt in Papua Neu-Guinea laufen aus dem Ruder.
Aktien von HTC schießen in Taiwan um fast 7 Prozent in die Höhe und erreichen damit die Tageslimit. Der Smartphone-Hersteller berichtete über ein weltweites Lizenzierungsabkommen mit Apple, das 10 Jahre andauern soll. Damit werden alle anhängigen Gerichtsverfahren zwischen beiden Unternehmen Makulatur.
Die Feinunze Gold verteuert sich noch einmal um 0,1 Prozent auf 1.733 Dollar, nachdem es bereits in der vergangenen Woche um 3,4 Prozent aufwärts ging. Das war der stärkste Wochengewinn seit Januar. Gold profitiert von der Erwartung einer neuen Runde von quantitativen Lockerungen der US-Notenbank nach Präsident Barack Obamas Wiederwahl. Außerdem steigt derzeit die Nachfrage nach Gold sprunghaft an. In Indien stehen die hohen Feiertage Diwali - oder Lichterfest - an. An diesen Tagen wird in Indien deutlich mehr Gold als sonst nachgefragt.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/axw/raz
(END) Dow Jones Newswires
November 12, 2012 01:04 ET (06:04 GMT)
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