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MÄRKTE ASIEN/Erholter Yen sorgt in Tokio für Gewinnmitnahmen
Die Börsen in Ostasien passen sich am Mittwoch mangels frischer Impulse den uneinheitlichen Vorgaben aus den USA an. Insgesamt halten sich die Indexveränderungen in relativ engen Grenzen, einzige Ausnahmen sind die Leitbörsen in Tokio und Schanghai. Der Nikkei-Index ist mit einem Minus von gut 2 Prozent auf 10.651 Punkte klar das Schlusslicht, nachdem er an den vorangegangenen vier Handelstagen kontinuierlich zugelegt hatte und auf ein 32-Monatshoch gestiegen war. Händler begründen das deutliche Minus mit Gewinnmitnahmen vor dem Hintergrund der fortgesetzten Erholung des Yen.
In Schanghai fällt das Marktbarometer nach einer zunächst knapp behaupteten Tendenz in der zweiten Handelshälfte stark um 1,9 Prozent zurück. Auch in Schanghai ist von Gewinnmitnahmen die Rede, außerdem von Sorgen bezüglich der insgesamt schleppenden Konjunktur.
Nachdem der Dollar Mitte Dezember noch gut 82 Yen gekostet hatte, war er in einer fast ununterbrochenen Aufwärtsbewegung im Hoch zuletzt bis auf über 89,70 Yen gestiegen. Nun kommt es zu einer kräftigen Gegenbewegung und der Dollar ist nur noch 88,13 Yen wert, verglichen mit 88,80 Yen im späten US-Handel am Dienstag. Im Tagestief waren es auch schon 87,94 Yen. Der Euro hat sich gleichzeitig auf 116,92 von 118,13 Yen verbilligt. Hinter der jüngsten Gegenbewegung des Yen steht die Warnung des japanischen Wirtschaftsministers Amari, dass eine zu starke Yen-Abwertung nicht gut für die japanische Wirtschaft sei.
"Angesichts des deutlichen Yen-Verfalls in einer so kurzen Zeit war es klar, dass die Devise reif für eine kurze und scharfe Gegenbewegung ist. Die Amari-Aussagen scheinen dafür teilweise als Entschuldigung zu gelten", bemerkt Währungsexperte Chris Gore von Go Markets. Eine Neubewertung der Erwartungen einer weiteren geldpolitischen Lockerung in Japan stehe dagegen nicht hinter der Bewegung.
"Der Markt könnte an einem Wendepunkt stehen, jetzt wo der steigende Yen für Verkäufe sorgt", sagt Investrust-CEO Hiroyuki Fukunaga. Da viele Marktakteure für weiter steigende Kurse positioniert seien, könnte ein einsetzender Abwärtstrend schnell für einen starken Ausverkauf sorgen, ehe der Markt wieder einen Boden ausbildet, warnt er.
An der Börse in Tokio leiden wie üblich insbesondere Aktien exportorientierter Unternehmen unter dem festeren Yen. Canon, Sony, Sharp und Honda Motor verlieren zwischen 2 und gut 3 Prozent. Um 1,6 Prozent abwärts geht es für All Nippon Airways nach Berichten, wonach die Fluglinie alle ihre 17 Maschinen vom Typ Boeing Dreamliner auf den Boden holen musste nach einer Dreamliner-Notlandung in Westjapan. Dagegen steigen die Aktien des Konkurrenten Japan Airlines um rund 1 Prozent. Japan Airlines hat Berichten zufolge seine Dreamliner zwar ebenfalls zurückgerufen, hat aber derzeit lediglich fünf Maschinen dieses Typs im Einsatz, wie das Wall Street Journal berichtet.
An der Börse in Schanghai stehen Aktien aus dem Immobiliensektor unter Druck. Dahinter stehen Aussagen von Ministerpräsident Wen Jiabao, wonach die Regierung mittel- bis langfristig eine Reform der Immobiliensteuer anstrebt. Poly Real Estate geben um 1,9 Prozent nach, Gemdale um 2,9 Prozent. In Hongkong verlieren die Titel des Immobilienentwicklers China Overseas Land 1,2 Prozent. Verkauft werden auch Versicherer wie Ping An Insurance und China Life Insurance, die über 3 Prozent einbüßen.
In Sydney geben die Aktien einzelner Rohstoffunternehmen gegen die positive Tendenz des Gesamtmarktes etwas nach. Hintergrund ist Händlern zufolge der um 1,1 Prozent gesunkene Eisenerzpreis, der unter Anzeichen einer nachlassenden Nachfrage aus China leiden soll. BHP Billiton kommen um 0,9 Prozent zurück, Rio Tinto um 1 Prozent und Fortescue Metals Group ebenfalls um 1 Prozent.
=== INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MEZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.738,40 +0,46% 06:00 Nikkei-225 (Tokio) 10.651,13 -2,10% 07:00 Kospi (Seoul) 1.976,67 -0,36% 07:00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.279,84 -1,97% 08:00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 23.203,24 -0,76% 09:00 Straits-Times (Singapur) 3.201,98 +0,18% 10:00 KLCI (Malaysia) 1.681,05 -0,29% 10.00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 9.55 Uhr EUR/USD 1,3287 -0,1% 1,3297 1,3368 EUR/JPY 116,9960 -0,9% 118,1124 118,6319 USD/JPY 88,0600 -0,9% 88,8250 88,7725 USD/KRW 1059,2000 +0,2% 1057,5700 1056,8000 USD/CNY 6,2156 +0,0% 6,2136 6,2136 AUD/USD 1,0553 -0,1% 1,0562 1,0565 === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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January 16, 2013 01:04 ET (06:04 GMT)
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