21. Mai 2012

Griechenland-Sorgen lassen Wall Street mit Abgaben schließen

NEW YORK (Dow Jones)--Erneute Sorgen in Bezug auf Griechenland haben die Kurse an Wall Street zu Wochenbeginn nachgeben lassen. Damit konnte die positive Entwicklung nach dem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht am Freitag nicht fortgesetzt werden. Die Politiker in Griechenland konnten sich am Wochenende nicht darüber einigen, wo und wie viel künftig gespart werden soll. Das hochverschuldete Land braucht spätestens Mitte März weitere Kredithilfen, um eine Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Im späten Handel konnten die Kurse ihre Abgaben allerdings eingrenzen.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) reduzierte sich um 0,1 Prozent bzw 17 Punkte auf 12.845. Der S&P-500 verlor 1 Punkt auf 1.344 und der Nasdaq-Composite fiel um 0,1 Prozent bzw 4 Punkte auf 2.902. Dabei wurden 0,69 (Freitag: 0,90) Milliarden Aktien umgesetzt. Es kamen auf 1.258 (2.387) Kursgewinner 1.787 (653) -verlierer. Unverändert schlossen die Sitzung 86 (93) Titel. Wichtige US-Konjunkturdaten standen zu Wochenbeginn nicht auf der Agenda.

Die griechische Regierung kämpft weiter gegen den Staatsbankrott. Um eine Pleite abzuwenden, muss Ministerpräsident Lucas Papademos in den nächsten Tagen Erfolge an mehreren Fronten erzielen. Zum einen im Streit der drei Regierungsparteien über geforderte Sozialkürzungen, zudem in den Verhandlungen mit den privaten Gläubigern über einen Schuldenerlass und des weiteren bei den Gesprächen mit der Troika aus Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank.

Deutschland und Frankreich wollen nach Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Insolvenz Griechenlands nicht hinnehmen, bestehen aber für weitere Finanzhilfen auf Reformen. So wurde die Einigung mit der Troika als Voraussetzung für neue Hilfen bekräftigt. "Nachdem der Markt zuletzt vor allem von guten Konjunkturdaten beflügelt worden war, steht nun wieder die Schludenkrise der Eurozone im Fokus", sagte ein Teilnehmer. Vor diesem Hintergrund könnte die jüngste Erholung des Marktes wieder leicht in Gefahr geraten.

Bei den Einzelwerten fielen Boeing um 1,2 Prozent auf 75,46 Dollar. Laut einem Bericht der Zeitung Seattle Times hat der Flugzeughersteller Fehler beim Zusammenbau von Teilen des Rumpfes bei einigen Langstreckenflugzeugen des Typs Dreamliner festgestellt. Mechaniker von Boeing setzten nun zusätzliche Teile ein, berichtet das Blatt, um die nicht exakt ineinander passenden Baukomponenten zusammen zu fügen.

Die Bankenwerte zeigten sich, im Gegensatz zu ihren schwachen Pendants aus Europa, mit einer uneinheitlichen Tendenz. Bank of America verbesserten sich um 1,7 Prozent auf 7,97 Dollar, während J.P.Morgan um 0,3 Prozent auf 38,15 Dollar zurückfielen.

Loews gaben um 0,6 Prozent auf 38,38 Dollar nach. Die Finanz-Holding, zu welcher der Versicherer CNA Financial oder der Diamanten-Förderer Diamond Drilling gehören, hat im vierten Quartal weniger Gewinn gemacht als erwartet. Der Überschuss je Aktie beträgt 0,67 Dollar und liegt somit deutlich unter der Konsensprognose von Analysten von 0,90 Dollar.

Micron fielen um 2,8 Prozent auf 7,72 Dollar. Die Titel reagieren damit auf den Tod des Unternehmens-CEO. Während des regulären Handels am Freitag waren die Aktien des Chipherstellers ausgesetzt worden; nach Ende der Sitzung gab Micron dann bekannt, dass CEO Steven Appleton bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war.

DJG/DJN/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 06, 2012 16:13 ET (21:13 GMT)

  Mehr zum Thema
Artikel
Kurse & Charts
Tools


Quicklinks
Spezialsuche:
Dax
F.A.Z.
Tec
Dow
Nas
21.05.2012 17:45 Uhr
Dax 6.331,04
+0,95 %
Dax
Tec
Dow
Nas
21.05.2012 17:35 Uhr
Tops & Flops Kurs in %
Commerzbank 1,44 € +3,24%
Metro 24,00 € +3,23%
Merck 76,04 € +2,84%
MAN 80,39 € +2,83%
ADIDAS AG NA O.N. 60,85 € +2,79%
Daimler 37,19 € +0,41%
Fresenius 75,74 € +0,21%
E.ON 15,16 € −0,30%
RWE 29,73 € −0,87%
Henkel Vz 53,67 € −1,25%
21.05.2012 23:39 Uhr
Name Kurs in %
DAX 6.331,04 +0,95%
FAZ-INDEX 1.383,93 +1,01%
TecDAX 751,40 +1,20%
MDAX 10.169,50 +1,25%
SDAX 4.760,62 −0,15%
REX 433,59 −0,19%
Eurostoxx 50 2.150,16 +0,26%
F.A.Z. EURO 69,59 +0,55%
Dow Jones 12.504,50 +1,09%
Nasdaq 100 2.545,43 +2,70%
S&P500 1.315,99 +1,60%
Nikkei225 8.633,89 +0,26%
EUR/USD 1,2814 +0,27%
Rohöl Brent Crude 109,22 $ +2,25%
Gold 1.589,50 $ +2,28%
Bund Future 143,47 € −0,16%
Highlights
EUR/USD
EUR/GBP
EUR/JPY
EUR/CHF
21.05.2012 23:39 Uhr
 
        Vortag
1,2814
+0,27 %
Deutschland
Europa
21.05.2012 18:00 Uhr
Name Kurs in %
FAZ-INDEX 1.383,93 +1,01%
F.A.Z. BANKEN EUR 533,03 +1,84%
F.A.Z. VERSICHERU... 14.137,90 +0,78%
F.A.Z. IT + ELEKT... 3.271,32 +0,89%
F.A.Z. BAU + IMMO... 2.391,28 +1,30%
F.A.Z. CHEMIE + P... 1.903,76 +1,08%
F.A.Z. VERS. + TE... 837,70 +0,31%
F.A.Z. AUTO + ZUL... 2.603,02 +0,90%
F.A.Z. MASCHINENB... 466,84 +2,15%
F.A.Z. GRUNDSTOFF... 958,99 +1,42%
F.A.Z. HANDEL + V... 949,65 +1,08%
F.A.Z. KONSUMG. +... 1.001,31 +1,38%
F.A.Z. ERNEUERB. ... 261,06 −2,33%
21.05.2012 Uhr
Name Kurs in %
Gold 1.589,50 $ +2,28%
Silber 28,48 $ +3,64%
Platin 1.458,00 $ +0,83%
Palladium 606,00 $ +0,33%
Rohöl Brent Crude 109,22 $ +2,25%
Gas 0,54 £ +0,56%
Kaffee 1,78 $ −0,59%
Zucker 0,20 $ −1,97%
Orangensaft 1,04 $ −0,72%
AMEX GOLD BUGS 601,37 --%
AMEX OIL 1.151,96 --%
Rogers International 24,14 +0,50%

Sie haben Fragen zu FAZfinance.NET?

Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001-2012

Quellen: TeleTrader Software AG, FWW GmbH, Morningstar Deutschland GmbH und weitere. Alle Börsendaten werden mit mindestens 15 Minuten Verzögerung dargestellt. Realtime-Index-Daten in Zusammenarbeit mit der Boerse Stuttgart - Powered by Structured Solutions

 
© 2012 Morningstar, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Die hierin enthaltenen Informationen: (1) sind für Morningstar und/oder ihre Inhalte-Anbieter urheberrechtlich geschützt; (2) dürfen nicht vervielfältigt oder verbreitet werden; und (3) deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wird nicht garantiert. Weder Morningstar noch deren Inhalte-Anbieter sind verantwortlich für etwaige Schäden oder Verluste, die aus der Verwendung dieser Informationen entstehen. Die Wertentwicklungen in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.