21. Mai 2013

GM kommt beim Verkauf des französischen Getriebewerks voran

Von Sam Schechner

Der US-Autokonzern General Motors (GM) kommt mit dem geplanten Verkauf seines Getriebewerks in Straßburg voran. GM sei in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem

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deutschen Autozulieferer ZF Friedrichshafen und dem belgischen Metallverarbeiter Punch Metals International, die zu einem Verkauf führen könnten, teilte der amerikanische Mutterkonzern von Opel mit.

Möglich sei, das Punch Metals das französische Werk übernehme und die Fertigung über langfristige Lieferverträge von Acht-Gang-Getrieben an GM und ZF Friedrichshafen absichere, sagte eine Sprecherin des Werkes. So könnten die rund 1.000 Arbeitsplätze im Werk erhalten bleiben, fügte sie hinzu.

Eine Sprecherin für ZF Friedrichshafen sagte lediglich, das Unternehmen spreche mit Punch über den Deal. Punch war nicht umgehend für eine Stellungnahme zu erreichen.

Mit dem Verkauf könnte der Autobauer GM die Kosten in seiner europäischen Sparte drücken, die den Konzerngewinn allein im dritten Quartal mit einem Verlust von 478 Millionen US-Dollar belastet hatte.

Nachdem der Verkauf des Werks bereits 2009 und 2010 gescheitert war, hatte GM im Mai angekündigt, interne und externe Optionen für das französische Werk auszuloten. Ein unabhängiger Finanzberater sei engagiert worden, um Angebote potentieller Käufer einzuholen.

Im vergangenen Jahr produzierte das Werk rund 280.000 Sechsgang-Automatikgetriebe, hauptsächlich für Kunden außerhalb Europas. Das Straßburg-Werk gehört zu GMs Europageschäft, ist aber nicht Teil von Opel und Vauxhall, den größten Sorgenkindern des Konzerns in Europa, und stellt auch keine Getriebe für Opel- oder Vauxhall-Fahrzeuge her.

GM bereitet derzeit ein umfassendes Restrukturierungsprogramm für sein Europageschäft vor, um die jahrelangen Verluste endlich zu beenden und das Geschäft nachhaltig profitabel zu machen. Insgesamt will der US-Konzern noch in diesem Jahr 2.600 Stellen in Europa streichen und seine Fix-Kosten um 300 Millionen Dollar reduzieren.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/hhb/sha

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