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Europa-Börsen erholt von Griechenlandsorgen - Athen feiert
FRANKFURT (Dow Jones)--Deutlich erholt von den Tagestiefs sind Europas Börsen am Montag aus dem Handel gegangen. Der Stoxx-50 schaffte sogar einen leichten Sprung ins Plus. Gute Konjunkturdaten aus Deutschland schlossen nahtlos an den euphorisch begrüßten US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag an. Zusammen mit einem kräftigen politischen Druck auf Griechenland trieb das die Märkte an. Auch der Euro erholte sich und sprang wieder deutlich über die Marke von 1,31 Dollar. Der Euro-Stoxx-50 gab 0,3 Prozent oder 7 auf 2.508 Zähler nach, der Stoxx-50 legte dagegen um 0,1 Prozent bzw 1 auf 2.502 Punkte zu. Händler werteten dies als klares Stärkezeichen der Märkte. Zuviele Anleger seien noch immer nicht investiert und kauften jeden Kursrückschlag auf.
Griechenland-Verluste ausgeglichen - Scharfe Worte von Merkel/Sarkozy
Für Entspannung sorgten scharfe Worte von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Richtung Athen. Noch am Morgen hatte die längst überfällige Einigung zwischen der Regierung in Athen und der Troika aus IWF, EZB und EU für Unmut gesorgt. Der Lösungswille Griechenlands musste immer mehr bezweifelt werden. Die Aussagen von Merkel und Sarkozy auf dem deutsch-französischen Ministerrattreffen in Paris beruhigten jedoch. Der Markt interpretierte sie als "sehr drastisch".
Danach dürfte das laufende Treffen der Troika mit der Regierung in Athen zwar noch länger dauern, dafür aber das letzte sein. Unter anderem hatten Merkel und Sarkozy ein Sonderkonto für Zahlungen auf griechische Bonds vorgeschlagen und die Einhaltung der bisherigen Versprechen Griechenlands gefordert. Mit dem Sonderkonto würde die Bedienung griechischer Schulden aus der Athener Budgethoheit herausgenommen werden. "Das wäre ein drastischer Eingriff und entspräche der Entmündigung eines Pflegefalls in der Privatsphäre", so ein Händler.
Deutsche Aufträge aus dem Ausland stützen Konjunkturhoffnung
Für gute Laune sorgte auch der Auftragseingang der deutschen Industrie. Er legte im Dezember dank hoher Auslandsnachfrage nach Investitionsgütern kräftiger als erwartet zu. Die Aufträge stiegen gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent. Volkswirte hatten einen Zuwachs von nur 1,0 Prozent prognostiziert. Der Anstieg der Bestellungen lag an einer höheren Auslandsnachfrage von 4,3 Prozent, wobei die Nachfrage außerhalb des Euroraums um 12,3 Prozent anzog, während die Bestellungen aus der Eurozone um 6,8 Prozent zurückgingen. "Das sind sehr starke Daten", sagte ein Händler: "Sie untermauern die Hoffnung, dass eine Rezession der Eurozone durch eine gute Auslandsnachfrage ausgeglichen wird".
Europas Bankenwerte leiden unter Griechen-Sorge - Athener Börse feiert
Ungewöhnliche Kursbewegungen gab es im Bankensektor. Während besonders die Papiere französischer Institute mit ihren hohen Anlagen in Griechenland unter Druck standen, wurde an der Athener Börse kräftig gefeiert. Credit Agricole verloren 2,7 Prozent und Societe Generale 2,9 Prozent. Auch Intesa SanPaolo aus Italien, Barclays und Credit Suisse mussten Verluste von über 2 Prozent hinnehmen, der Sektor gab 0,5 Prozent ab.
Ganz anders in Athen: Dort sprang der Leitindex um 4,8 Prozent, Bankenwerte haussierten. Unter anderem sprangen Alpha Bank um 20 Prozent, Piraeus Bank um 18 Prozent und National Bank of Greece um über 11 Prozent. Auch hier stützten Aussagen von Deutschland und Frankreich, die eine Insolvenz Griechenlands nicht hinnehmen wollen. "Wir weigern uns, die Pleite Griechenlands anzuerkennen. Wir können das nicht akzeptieren", sagte Merkel im Interview mit dem ZDF. Dies weckte Hoffnungen bei den Käufern griechischer Bankenaktien, die Pleite auch der Banken des Landes lasse sich dank EU-Hilfe noch verhindern.
Minensektor weiter im Bann von XStrata-Glencore-Fusion
Mit Abschlägen von 4,5 Prozent auf 461 p waren Glencore einer der größten Verlierer. Händler verwiesen auf die offenbar geplante Anhebung der Offerte für Xstrata. Daneben stieg die Sorge, dass die EU-Kartellbehörden das Fusionsvorhaben "verschärft" untersuchen werden. "Man konnte ja bei Deutsche-Börse-NYSE sehen, was dabei herauskommen kann", warnte ein Händler. Xstrata verloren 1,7 Prozent auf 1.262 p.
Europäische Schlussstände von Montag, den 6. Februar 2012:
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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 2507,89 -7,26 -0,3% 8,3
Stoxx-50 2501,96 1,49 +0,1% 5,6
Stoxx-600 264,27 -0,33 -0,1% 8,1
Frankfurt XETRA-DAX 6764,83 -1,84 -0,0% 14,7
London FTSE-100 5892,20 -8,87 -0,2% 5,8
Paris CAC-40 3405,27 -22,65 -0,7% 7,8
Amsterdam AEX 325,06 -1,27 -0,4% 4,0
Athen ATHEX-20 330,44 15,10 +4,8% 24,7
Brüssel BEL-20 2288,35 -16,23 -0,7% 9,8
Budapest BUX 19900,88 235,20 +1,2% 17,2
Helsinki OMXH-25 2186,32 -6,70 -0,3% 12,6
Istanbul NAT30 73747,75 630,41 +0,9% 19,5
Kopenhagen OMXC-20 431,84 -1,05 -0,2% 10,7
Madrid IBEX-35 8835,30 -25,90 -0,3% 3,1
Mailand FTSE-MIB 16389,82 -49,80 -0,3% 8,6
Moskau RTS 1626,46 0,86 +0,1% 17,7
Oslo OBX 378,04 0,46 +0,1% 5,7
Prag PX 1011,30 1,50 +0,2% 11,0
Stockholm OMXS-30 1074,11 -4,55 -0,4% 8,7
Warschau WIG-20 2390,27 15,80 +0,7% 11,5
Wien ATX 2226,96 11,34 +0,5% 17,7
Zürich SMI 6147,03 -6,28 -0,1% 3,6
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DJG/mod/flf
(END) Dow Jones Newswires
February 06, 2012 12:47 ET (17:47 GMT)
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| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Commerzbank | 1,44 € | +3,24% |
| Metro | 24,00 € | +3,23% |
| Merck | 76,04 € | +2,84% |
| MAN | 80,39 € | +2,83% |
| ADIDAS AG NA O.N. | 60,85 € | +2,79% |
| Daimler | 37,19 € | +0,41% |
| Fresenius | 75,74 € | +0,21% |
| E.ON | 15,16 € | −0,30% |
| RWE | 29,73 € | −0,87% |
| Henkel Vz | 53,67 € | −1,25% |
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 6.331,04 | +0,95% |
| FAZ-INDEX | 1.383,93 | +1,01% |
| TecDAX | 751,40 | +1,20% |
| MDAX | 10.169,50 | +1,25% |
| SDAX | 4.760,62 | −0,15% |
| REX | 433,59 | −0,19% |
| Eurostoxx 50 | 2.150,16 | +0,26% |
| F.A.Z. EURO | 69,59 | +0,55% |
| Dow Jones | 12.504,50 | +1,09% |
| Nasdaq 100 | 2.545,43 | +2,70% |
| S&P500 | 1.315,99 | +1,60% |
| Nikkei225 | 8.633,89 | +0,26% |
| EUR/USD | 1,2817 | +0,30% |
| Rohöl Brent Crude | 109,23 $ | +2,26% |
| Gold | 1.589,50 $ | +2,28% |
| Bund Future | 143,47 € | −0,16% |
| Name | Kurs | in % |
| FAZ-INDEX | 1.383,93 | +1,01% |
| F.A.Z. BANKEN EUR | 533,03 | +1,84% |
| F.A.Z. VERSICHERU... | 14.137,90 | +0,78% |
| F.A.Z. IT + ELEKT... | 3.271,32 | +0,89% |
| F.A.Z. BAU + IMMO... | 2.391,28 | +1,30% |
| F.A.Z. CHEMIE + P... | 1.903,76 | +1,08% |
| F.A.Z. VERS. + TE... | 837,70 | +0,31% |
| F.A.Z. AUTO + ZUL... | 2.603,02 | +0,90% |
| F.A.Z. MASCHINENB... | 466,84 | +2,15% |
| F.A.Z. GRUNDSTOFF... | 958,99 | +1,42% |
| F.A.Z. HANDEL + V... | 949,65 | +1,08% |
| F.A.Z. KONSUMG. +... | 1.001,31 | +1,38% |
| F.A.Z. ERNEUERB. ... | 261,06 | −2,33% |
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.589,50 $ | +2,28% |
| Silber | 28,48 $ | +3,64% |
| Platin | 1.458,00 $ | +0,83% |
| Palladium | 606,00 $ | +0,33% |
| Rohöl Brent Crude | 109,30 $ | +2,32% |
| Gas | 0,54 £ | +0,56% |
| Kaffee | 1,78 $ | −0,59% |
| Zucker | 0,20 $ | −1,97% |
| Orangensaft | 1,04 $ | −0,72% |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | --% |
| AMEX OIL | 1.151,96 | --% |
| Rogers International | 24,14 | +0,50% |