21. Mai 2012

DEVISEN/Überraschend gute US-Jobdaten treiben Dollar

NEW YORK (Dow Jones)--Für einen kräftigen Kursrutsch im Euro haben am Freitag die überraschend guten Januar-Zahlen vom US-Arbeitsmarkt gesorgt. Die Gemeinschaftswährung fiel von 1,3175 Dollar zwischenzeitlich sogar deutlich unter die 1,31er-Marke und geht am frühen Abend nur leicht darüber aus dem europäisch dominierten Geschäft. Auch gegenüber Yen und Pfund legt der Dollar kräftig zu. Die sehr guten Zahlen lassen nach Einschätzung von Ulrich Leuchtmann, Chef des Währungs-Researchs der Commerzbank die Hoffnung aufkeimen, dass sich die US-Notenbank doch noch von neuerlichen quantitativen Lockerungen abbringen lassen könnte, die von vielen Marktteilnehmern erwartet würden.

Die Stärke der Erholung am US-Arbeitsmarkt erwischte zahlreiche Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß: Die Beschäftigung stieg im Januar um 243.000 Stellen. Damit wurde der bereits starke Anstieg von 200.000 neuen Stellen im Dezember übertroffen. Die Arbeitslosenquote fiel mit 8,3 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Februar 2009. Nachdem der Arbeitsmarkt im Dezember vom Weihnachtsgeschäft profitiert hatte, hatten Beobachter im Januar mit einer Verlangsamung der Erholung gerechnet: Die Konsensprognose lag bei 125.000 Stellen, die Schätzungen der großen US-Banken lag mit 100.000 bis 125.000 Stellen sogar am unteren Ende der Prognosen. Dies habe das Überraschungspotenzial erhöht und die Kursbewegung verschärft, heißt es.

Auch der ISM-Index für den Dienstleistungsbereich lag deutlich über Erwartung. Der Index stieg im Januar auf 56,8 Punkte, die Prognosen lagen nur bei 53,1. Auch hier lag die wichtige Arbeits-Komponente deutlich höher: Sie sprang mit 57,4 weit über die Expansionsschwelle von 50 Punkten. Im Dezember hatte sie noch darunter bei 49,8 gelegen. Der Auftragseingang der US-Industrie zeigte sich derweil wie erwartet. Er stieg mit 1,1 Prozent im Dezember zwar geringer als erwartet, die Hochrevision des Novembers glich die fehlenden Prozente jedoch genau aus.

Charttechniker sehen den Euro ungeachtet der Tagesschwäche jedoch überwiegend in einer bullishen Konsolidierungs-Formation rund um 1,31 Dollar. Ein Ausbruch nach oben könnte die Devise schnell bis auf 1,35 Dollar katapultieren. Nennenswerte Widerstände gebe es bis dahin kaum, heißt es.

Die Feinunze Gold ist im Londoner Nachmittags-Fixing vor dem Hintergrund des Dollaranstiegs mit 1.734,00 Dollar deutlich schwächer gegenüber dem Vormittags-Fixing bei 1.759,50 Dollar festgestellt worden.

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               Europa        Europa        Europa 
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EUR/USD        1,3108        1,3164        1,3155 
USD/JPY         76,60         76,27         76,21 
EUR/JPY        100,40        100,40        100,25 
EUR/GBP        0,8299        0,8314        0,8314 
EUR/CHF        1,2060        1,2048        1,2056 
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DJG/mod/gos

 

(END) Dow Jones Newswires

February 03, 2012 11:13 ET (16:13 GMT)

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