21. Mai 2012

DEVISEN/Gute US-Daten lassen Euro Griechensorgen vergessen

FRANKFURT (Dow Jones)--Kräftig erholt vom Tagestief ist der Euro am Donnerstag aus dem europäisch dominierten Handel gegangen. "Der Markt war so überverkauft, dass jede positive Nachricht honoriert werden musste", sagte ein Händler. Immerhin hatte die Devise in den vergangenen Tagen über drei US-Cent zum Dollar verloren. Kurstreiber waren gute Konjunkturdaten aus den USA, die die Risikobereitschaft der Anleger wieder erhöhten. Sie verdrängten das düstere Bild über die Zukunft Griechenlands. Zudem dürfte es nun am Montag zu einer endgültigen Lösung im griechischen Schuldendrama kommen. Aus dem Bundesfinanzministerium hieß es zudem, man plane keinen Übergangskredit an die Hellenen. Damit dürfte das komplette Hilfsprogramm vor den Wahlen in Griechenland verabschiedet werden.

Die US-Konjunkturdaten trafen zudem den Nerv des Marktes: "Schon wieder besser als erwartet", kommentierte ein Händler etwas überrascht die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Sie erreichten den niedrigsten Stand seit März 2008. "Das untermauert das Bild einer besseren US-Erholung als bislang befürchtet", so ein anderer Händler. Gleiches zeigte der Philadelphia-Fed-Index. Mit 10,2 kam er besser als erwartet und noch dazu deutlich über dem Januarwert. Etwas weniger Beachtung als sonst schenkten Händler den unter Erwartung gebliebenen US-Baubeginnen. "Die Daten dürften durch den harten Winter verzerrt worden sein und sind ok", so ein Marktteilnehmer.

Sie legten im Januar nur um 1,5 statt 3,0 Prozent zu. Die Anzahl der Baugenehmigungen stieg ebenfalls nur um 0,7 Prozent. Die niedrigen US-Erzeugerpreise (PPI) wurden daneben als Indiz für eine weitere Stufe im Quantitative Easing (QE) in den USA gewertet. "Mit einem Anstieg nur um 0,1 Prozent sind wir der Deflationsgefahr näher als der Inflation", sagte ein Beobachter zum PPI im Januar. Die unrevidierten Preise im Dezember lagen sogar im negativen Bereich, ebenso die Erzeugerpreise bei Pkw im Januar.

Damit erholte sich der Euro kräftig vom Absturz am Morgen unter die 1,30er-Marke. Der Markt verliere langsam die Geduld mit Griechenland, hieß es zur Begründung der Verluste. Die Aussicht auf womöglich noch monatelang immer neue Akte im Drama um ein zweites Rettungspaket für das Land sorgten daher für einen Rückzug aus Anlagen in Europa.

Die Feinunze Gold ist im Londoner Nachmittags-Fixing mit 1.713,00 festgestellt worden nach einem Vormittags-Fixing von 1.716,00 Dollar.

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               Europa       Europa       Europa 
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EUR/USD        1,3043       1,3005       1,3014 
USD/JPY         78,84        78,80        78,46 
EUR/JPY        102,83       102,49       102,11 
EUR/GBP        0,8281       0,8296       0,8301 
EUR/CHF        1,2075       1,2068       1,2066 
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DJG/mod/flf 

(END) Dow Jones Newswires

February 16, 2012 11:22 ET (16:22 GMT)

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