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Blick auf den Finanzmarkt
Weitere Gewinne trotz drohender amerikanischer Fiskalklippe
27. Dezember 2012 Ungeachtet der drohenden Fiskalklippe in den Vereinigten Staaten winkt dem Dax zum Jahresabschluss noch ein Schlussspurt. Am vorletzten Handelstag in 2012 legte der deutsche Leitindex in den ersten Minuten um 0,15 Prozent zu auf 7647,7 Punkte. Zuletzt war das Kursbarometer fünf Wochen am Stück gestiegen und steuert auf einen Jahresgewinn von rund 30 Prozent zu. Der M-Dax zog mit plus 0,1 Prozent auf 12.006 Punkte hinterher. Der Tec-Dax gab derweil 0,4 Prozent nach auf 832,8 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index legte 0,1 Prozent auf 1643,7 Punkte zu.
Verhageln könnte einen freundlichen Jahresabschluss vor allem noch der Haushaltsstreit in den Vereinigten Staaten. Bei der Suche nach einer Lösung wird die Zeit immer knapper. Präsident Barack Obama hat seinen Weihnachtsurlaub auf Hawaii abgebrochen und kehrt an diesem Donnerstag nach Washington zurück. Gelingt bis zur Silvesternacht im Tauziehen mit den Republikanern um ein Programm zum Defizitabbau kein Kompromiss, droht der Sturz von der sogenannten Fiskalklippe. Das heißt, auf die Amerikaner kämen ab 1. Januar Steuererhöhungen und automatische massive Ausgabenkürzungen zu. Experten warnen vor einer neuen Rezession in Amerika und schweren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Zusätzliche Komplikationen könnte es dadurch geben, dass die Vereinigten Staaten ausgerechnet am Jahresende abermals ihr Schuldenlimit erreichen. Finanzminister Timothy Geithner will zwar nach eigenen Angaben durch Etat-Umschichtungen etwas zeitlichen Spielraum gewinnen, machte zugleich aber deutlich, dass auch hier die Uhr tickt.
Leichte Kursverluste für deutsche Anleihen
Am Markt für deutsche Staatsanleihen haben die Kurse am Donnerstag leicht nachgegeben. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am Morgen um 0,05 Prozent auf 144,70 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um drei Stellen auf 1,39 Prozent.
Im weiteren Handelsverlauf könnten schon kleinste Schritte im amerikanischen Haushaltsstreit zwischen den Demokraten um Präsident Barack Obama und den Republikanern zu stärkeren Kursschwankungen an den Finanzmärkten sorgen, hieß es von Händlern. Obama hat seinen Weihnachtsurlaub vorzeitig beendet und kehrt heute nach Washington zurück. Gelingt bis zur Silvesternacht im Tauziehen mit den Republikanern um ein Programm zum Defizitabbau kein Kompromiss, droht der Sturz von der „Fiskalklippe“. Das heißt, auf die Amerikaner kämen ab 1. Januar Steuererhöhungen und massive Ausgabenkürzungen zu.
Euro hält sich deutlich über 1,32 Dollar
Der Kurs des Euro hat sich am Donnerstag deutlich über der Marke von 1,32 Dollar gehalten. An den Finanzmärkten drehe sich alles um das Thema „Fiskalklippe“ in den Vereinigten Staaten, hieß es von Händlern. Am Morgen stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3242 Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7551 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montag auf 1,3218 (Freitag: 1,3209) Dollar fest gesetzt.
Im weiteren Handelsverlauf könnten schon kleinste Schritte im amerikanischen Haushaltsstreit zwischen den Demokraten um Präsident Barack Obama und den Republikanern stärkere Kursschwankungen am Devisenmarkt auslösen, hieß es von Händlern. Obama hat seinen Weihnachtsurlaub vorzeitig abgebrochen und kehrt heute nach Washington zurück. Gelingt bis zur Silvesternacht im Tauziehen mit den Republikanern um ein Programm zum Defizitabbau kein Kompromiss, droht der Sturz von der sogenannten „Fiskalklippe“. Das heißt, auf die Amerikaner kämen ab 1. Januar Steuererhöhungen und massive Ausgabenkürzungen zu.
Asiatische Aktienmärkte freundlich
Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag nach abermaligen Spekulationen über Konjunkturmaßnahmen in Japan zugelegt. Dem Marktstrategen Stan Shamu vom Broker IG zufolge ist die Nachricht der neuen japanischen Regierung unter Premierminister Shinzo Abe eindeutig: Sie werde alles tun, um den Yen zu schwächen und die Wirtschaft anzukurbeln. Laut Börsianern könnten am morgigen Freitag erwartete Konjunkturdaten die Forderungen von Abe unterstützen, die Geldpolitik des Landes weiter zu lockern. Der länderübergreifende MSCI Asia Apex 50, der die Aktienkurse der 50 größten Unternehmen Asiens exklusive Japan enthält, kletterte um 0,4 Prozent auf 895 Punkte. In Tokio schloss der Nikkei 225 um 0,9 Prozent höher bei 10.323 Punkten. Aktuell notiert er damit nahe seinem Stand, den er kurz vor dem verheerenden Erdbeben im März 2011 hatte.
Der Sensex in Mumbai stieg um 0,05 Prozent auf 19.426,7 Punkte. In Seoul legte der Kospi-Index um 0,3 Prozent auf 1987,4 Punkte zu. Der FTSE Straits Times Index in Singapur gewann 0,3 Prozent auf 3189,6 Punkte. In China hingegen sank der CSI 300 Index um 0,3 Prozent auf 2450,4 Punkte. Er enthält die Aktien der 300 größten Unternehmen vom chinesischen Festland mit einer Börsennotierung in Shanghai oder Shenzhen. In Hongkong rückte der Hang Seng Index am Morgen um 0,4 Prozent auf 22.627,3 Punkte vor.
Nachbörse Nyse: Marvell weiten Verluste aus
Ein wenig leichter präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Mittwoch im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 1,36 Punkte auf 2635,82 Zähler.
Die Aktien von Marvell haben am Mittwoch im nachbörslichen Handel die Verluste aus dem regulären Geschäft noch ausgebaut. In der regulären Sitzung hatte die Aktie über 10 Prozent abgegeben, nachdem ein Gericht die Verletzung von Patentrechten durch das Unternehmen festgestellt hat. Marvell soll nun 1,17 Milliarden Dollar an die Carnegie Mellon University zahlen. Die Aktie verlor auf nasdaq.com bis 19.59 Uhr weitere 3 Prozent.
Schwache Einzelhandelsdaten belasten Wall Street
Zurückhaltende Verbraucher haben den amerikanischen Anlegern kurz nach dem Weihnachtsfest die Stimmung verdorben. Zusätzlich zu den Sorgen um den Haushaltsstreit kamen am Mittwoch noch schwache Einzelhandelsdaten. Diese deuteten auf das geringste Umsatzplus seit der jüngsten Rezession im Jahr 2008 hin. Einige Investoren vermuteten, dass die Angst vor der Fiskalklippe die Bürger der Vereinigten Staaten davon abhielt, im Weihnachtsgeschäft kräftig zuzuschlagen. Auch kurz vor Ablauf der Einigungsfrist zum Jahresende ist eine Lösung in dem Etat-Streit in weiter Ferne. Um in Washington die Verhandlungen voranzutreiben, will Präsident Barack Obama bereits am Donnerstag aus seinem Familienurlaub zurückkehren. Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent tiefer bei 13.114 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 13.076 und 13.174 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,5 Prozent auf 1419 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,7 Prozent ein auf 2990 Stellen. In Deutschland blieben die Börsen wegen des zweiten Weihnachtsfeiertages geschlossen.
Laut Marktexperten verfolgen Börsianer mittlerweile kleinste Schritte in dem erbittert geführten Streit zwischen Präsident Barack Obama und den Republikanern. Wie Obama dürften auch die Abgeordneten und Senatoren am Donnerstag in die Hauptstadt zurückkehren. Sollte Obama bis zum Jahreswechsel keine Einigung mit dem Kongress gelingen, treten automatisch massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft. Diese sogenannte Fiskalklippe schreckt die Finanzmärkte, weil sie die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnte. „Es dreht sich alles um die Fiskalklippe“, sagte Analystin Kim Forrest von Fort Pitt Capital Group. „So weit ist es schon: Der Präsident könnte heute ins Flugzeug steigen - und bereits darauf reagiert der Markt.“
Bei den Einzelwerten standen die Einzelhändler auf der Verkaufsliste. Die Aktie des Lederwarenhändlers Coach büßte 5,9 Prozent ein. Ralph Lauren verlor 3,3 Prozent und die Papiere des Online-Händlers fielen um 3,9 Prozent. Ebenso verzeichneten die Anteilsscheine der Kleidungsketten Urban Outfitters und Abercrombie & Fitch Abschläge. Sie gaben 2,7 beziehungsweise 3,5 Prozent nach. „Mit der Fiskalklippe, die über den Köpfen der Konsumenten schwebt, ist es schwierig, die Menschen davon zu überzeugen, shoppen zu gehen“, sagte Rick Fier von Conifer Securities. Gute Nachrichten kamen vom amerikanischen Häusermarkt. Der Case-Shiller-Index für Immobilienpreise fiel über den Erwartungen aus. Die Preise für Einfamilienhäuser stiegen im Oktober abermals und bestätigten damit den Eindruck, dass sich der Immobilienmarkt in den Vereinigten Staaten weiter erholt.
Amerikanische Anleihen kaum verändert
Die Kurse von amerikanischen Staatsanleihen haben am Mittwoch im Handelsverlauf kaum verändert tendiert. Vor dem Hintergrund des Haushaltsstreits übten sich die Anleger in Zurückhaltung, sagten Marktteilnehmer. Präsident Barack Obama hatte zwar seinen Weihnachtsurlaub abgebrochen, um rechtzeitig bis Donnerstag zu neuen Verhandlungen des Kongresses in Washington zu sein. Einigen sich Regierung und Republikaner aber nicht bis Silvester, treten in den Vereinigten Staaten massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft. Diese würde laut Ökonomen die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession stürzen und so auch die Weltwirtschaft belasten.
Zweijährige Anleihen stiegen um 1/32 Punkte auf 99 23/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,261 Prozent. Fünfjährige Papiere legten um 2/32 Punkte auf 99 30/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 0,762 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen gewannen 5/32 Punkte auf 98 25/32 Punkte. Sie rentieren mit 1,759 Prozent. Lang laufende Anleihen mit einer Laufzeit von dreißig Jahren kletterten um 5/32 Punkte auf 96 11/32 Punkte nach oben. Sie rentierten mit 2,934 Prozent.
Text: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
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24.05.2013 17:35 Uhr
| Tops & Flops | Kurs | in % |
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| Dt. Telekom | 9,26 € | +0,11% |
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| Infineon | 6,25 € | −2,02% |
| COMMERZBANK AG | 7,67 € | −2,39% |
| Dt. Bank | 34,95 € | −2,75% |
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24.05.2013 23:59 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 8.305,32 | −0,56% |
| FAZ-INDEX | 1.739,20 | −0,61% |
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| MDAX | 13.987,30 | +0,02% |
| SDAX | 5.976,29 | +0,68% |
| REX | 444,02 | −0,24% |
| Eurostoxx 50 | 2.764,29 | −0,45% |
| F.A.Z. EURO | 90,75 € | −0,62% |
| Dow Jones | 15.303,10 | +0,06% |
| Nasdaq 100 | 2.991,02 | −0,01% |
| S&P500 | 1.649,60 | −0,06% |
| Nikkei225 | 14.612,50 | +0,89% |
| EUR/USD | 1,2935 | +0,02% |
| Rohöl Brent Crude | 102,78 $ | +0,12% |
| Gold | 1.385,25 $ | −0,05% |
| Bund Future | 144,47 € | −0,03% |
Markt
Ad hoc
Unternehmen
Highlights
24.05.2013 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.385,25 $ | −0,05% |
| Silber | 22,38 $ | −0,40% |
| Platin | 1.460,00 $ | +0,14% |
| Palladium | 737,00 $ | +0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 102,78 $ | +0,12% |
| Gas | 0,66 £ | −1,02% |
| Kaffee | 1,27 $ | −2,90% |
| Zucker | 0,17 $ | +0,72% |
| Orangensaft | 1,48 $ | −0,61% |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | --% |
| AMEX OIL | 1.151,96 | --% |
| Rogers International | 24,14 | +0,50% |
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24.05.2013 17:59 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| FAZ-INDEX | 1.739,20 | −0,61% |
| F.A.Z. BANKEN EUR | 586,30 € | −2,59% |
| F.A.Z. VERSICHERU... | 20.932,50 € | −0,46% |
| F.A.Z. IT + ELEKT... | 4.044,60 € | −0,98% |
| F.A.Z. BAU + IMMO... | 3.368,45 € | −0,50% |
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| F.A.Z. VERS. + TE... | 847,31 € | −0,43% |
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