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Unternehmensanleihen
Positives Jahr erwartet
Von Daniel Mohr
24. Januar 2012 Das Jahr 2012 dürfte nach Einschätzung der meisten Marktanalysten ein gutes für europäische Unternehmensanleihen werden. Die Renditeerwartungen liegen für Anleihen mit etwa fünf Jahren Laufzeit von Unternehmen guter Bonität (Ratings AA und A) bei rund 3 Prozent, für Unternehmen mittlerer Bonität (BBB) bei 5 Prozent und für Unternehmen schwächerer Bonität (BB und B) bei mehr als 13 Prozent. Damit dürften sie die aktuelle Rendite von entsprechenden deutschen Staatsanleihen von derzeit 1 Prozent deutlich übertreffen.
2011 hatten noch die Staatsanleihen eine höhere Rendite abgeworfen. Die Sorgen um die Finanzlage etlicher europäischer Staaten sorgten für eine hohe Nachfrage nach Bundesanleihen, so dass die Kurse deutlich stiegen und unter dem Strich trotz niedriger Kuponzahlungen eine Jahresrendite von 10 Prozent erbrachten (siehe Grafik). Unternehmensanleihen guter Bonität brachten nur eine Rendite von gut 4 Prozent, Papiere von Unternehmen verloren hingegen sogar an Wert. Die Angst vor einer scharfen Rezession und in der Folge steigenden Ausfallraten von Anleihen dieser bonitätsschwächeren Unternehmen sorgten für fallende Kurse und damit trotz hoher Kupons für eine Rendite von minus 2,5 Prozent.
Historisch niedrige Ausfallraten
Für 2012 erwarten die Marktteilnehmer jedoch wieder eine höhere Risikobereitschaft der Anleger. Zwar wird mit einer konjunkturellen Eintrübung in Europa gerechnet, die WGZ-Bank kommt jedoch zu dem Schluss: „Solide Emittenten aus Kerneuropa sind einigermaßen gut auf die Krise vorbereitet und können einem moderaten Abschwung standhalten.“ Die historisch niedrigen Ausfallraten von Unternehmensanleihen, die derzeit erwartet werden, dürften nach gängiger Markteinschätzung auch kaum steigen. Die von der Ratingagentur Moody’s berechneten Ausfallraten von Anleihen von Unternehmen schwacher Bonität waren Ende 2009 bis auf gut 13 Prozent gestiegen, sind hernach jedoch wieder bis auf aktuell weniger als 2 Prozent zurückgegangen. In ihrem Basisszenario geht Moody’s davon aus, dass dieser Wert sich bis zum Jahresende auf kaum mehr als 2 Prozent erhöhen wird.
„Die Unternehmen haben in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und haben sich zudem gut mit Liquidität ausgestattet“, sagt Michael Köhler, Anleiheanalyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). „In den teilweise deutlich gestiegenen Risikoaufschlägen für Unternehmensanleihen ist eine höhere Ausfallrate bereits eingepreist.“ Er rät dennoch nicht zum Kauf der Anleihen von Unternehmen schwächerer Bonität. „Das Kapitalmarktumfeld ist immer noch von hoher Unsicherheit geprägt, und darunter dürften die Hochzinsanleihen auch 2012 noch leiden.“ Unter Sicherheitsaspekten rät Köhler daher eher zu den Anleihen von Unternehmen guter oder zumindest mittlerer Bonität. Andere Marktteilnehmer sehen hingegen gerade bei den Anleihen von Unternehmen schwacher Bonität eine besonders gute Kaufgelegenheit. Die hohe Unsicherheit 2011 hat das Kursniveau deutlich sinken lassen, so dass die Bewertungen günstig erscheinen. „Sofern es nicht zu einem unerwarteten Auseinanderbrechen der Eurozone kommt, dürften Hochverzinsliche eine ansehnliche Rendite von rund 10 Prozent abwerfen“, schreibt Hans Stoter, leitender Anleihestratege von ING Investment Management, in einem Marktkommentar.
„Wir haben dieses Jahr nicht viele Fälligkeiten, die Nachfrage der Anleger ist aber weiterhin hoch“, rechnet LBBW-Analyst Köhler mit einem guten Angebot-Nachfrage-Verhältnis. Vielen Anlegern sind die extrem schwankungsanfälligen Aktienmärkte mittlerweile zu riskant, die Rendite von Staatsanleihen wiederum zu mager. Die Emissionen von Unternehmensanleihen waren daher zuletzt immer wieder mehrfach überzeichnet.
Deutsche Unternehmen haben sich in diesem Jahr mit neuen Anleihen bisher zurückgehalten. Vor zwei Wochen begab BMW eine Euro-Anleihe mit vier Jahren Laufzeit unter der Isin XS0729046051. Der jährliche Kupon beträgt 2,125 Prozent. Der Kurs hat sich bereits leicht erhöht, so dass die Rendite aktuell noch knapp 2 Prozent beträgt. Eine höhere Rendite als mit dieser mit dem Rating A bewerteten Anleihe erzielen die Anleger mit einem BB-Papier von Fresenius Medical Care. Der Dax-Konzern zahlt für sein zehn Jahre laufendes Papier mit der Isin USU31434AC42 einen jährlichen Kupon von 5,875 Prozent. Laufzeitbeginn ist am Donnerstag.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z.
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| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Volkswagen Vz | 133,00 € | +0,61% |
| Beiersdorf | 52,04 € | +0,60% |
| MAN | 81,42 € | +0,52% |
| Henkel Vz | 55,12 € | +0,24% |
| FMC | 52,50 € | +0,15% |
| ThyssenKrupp | 15,31 € | −1,73% |
| Metro | 22,84 € | −1,81% |
| HeidelbergCement | 35,67 € | −1,99% |
| BMW | 64,55 € | −2,98% |
| Dt. Boerse | 41,94 € | −8,68% |
17.05.2012 10:24 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 6.359,94 | −0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.392,65 | −0,62% |
| TecDAX | 759,15 | −0,06% |
| MDAX | 10.315,10 | −0,16% |
| SDAX | 4.869,08 | +0,08% |
| REX | 433,58 | +0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.162,99 | −0,57% |
| F.A.Z. EURO | 70,10 | −0,51% |
| Dow Jones | 12.598,50 | −0,26% |
| Nasdaq 100 | 2.561,56 | −0,74% |
| S&P500 | 1.324,80 | −0,44% |
| Nikkei225 | 8.876,59 | +0,86% |
| EUR/USD | 1,2718 | 0,00% |
| Rohöl Brent Crude | 109,70 $ | +0,28% |
| Gold | 1.548,50 $ | −0,51% |
| Bund Future | 143,28 € | −0,06% |
Markt
Ad hoc
Unternehmen
Highlights
17.05.2012 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.548,50 $ | −0,51% |
| Silber | 27,25 $ | −3,64% |
| Platin | 1.426,00 $ | −1,38% |
| Palladium | 593,00 $ | −0,84% |
| Rohöl Brent Crude | 109,70 $ | +0,28% |
| Gas | 0,55 £ | −0,09% |
| Kaffee | 1,77 $ | 0,00% |
| Zucker | 0,21 $ | +2,26% |
| Orangensaft | 1,13 $ | −0,44% |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | --% |
| AMEX OIL | 1.151,96 | --% |
| Rogers International | 24,14 | +0,50% |
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17.05.2012 10:09 Uhr
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| FAZ-INDEX | 1.392,65 | −0,62% |
| F.A.Z. BANKEN EUR | 529,27 | −0,79% |
| F.A.Z. VERSICHERU... | 14.154,50 | −0,64% |
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