17. Mai 2012

Medienschau

Mittelstand bekam trotz Krise günstige Kredite

Unternehmen

16. September 2009 

MAN nimmt neuen Anlauf in Indien

Der Lkw-Hersteller MAN nimmt einen zweiten Anlauf in Indien und hat dafür seinen Anteil an einem Joint Venture mit der indischen Force Motors auf 50 Prozent von 30 Prozent erhöht. „Wir werden hart an der Stärkung des Vertriebs und der Kontakte zu unseren Kunden arbeiten“, sagte der CEO Hakan Samuelsson in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). Bislang hatte das Joint Venture sein Produktionsziel verfehlt. In dem Werk in Pithampur seien seit Betriebsbeginn Ende 2006 nur 2.000 Fahrzeuge gebaut worden. Ursprünglich wollen die MAN AG und ihr lokaler Partner aber allein 2008 schon 6.800 Lkws bauen und 2010 die Kapazitätsgrenze von 24.000 Stück erreichen. MAN führt den missglückten Start auf Probleme mit Zulieferern und im eigenen Werk zurück. Force Motors sieht den Grund in überladener europäischer Technik zu überhöhten Preisen. Nun seien die Lkw-Modelle aber lokalen Bedürfnissen angepasst. Im aktuellen indischen Geschäftsjahr bis März 2010 sollen laut Angaben eines MAN-Sprechers nun 2.000 Fahrzeuge produziert werden, berichtete das Handelsblatt. Dies entspreche einem Marktanteil von knapp über 1 Prozent. (Dow Jones Newswires)

EU könnte Lloyds zur Trennung von Halifax zwingen - Times

Die britische Lloyds Banking Group muss sich möglicherweise von einem großen Teil ihrer Assets trennen. Nachdem Lloyds Staatshilfe in Milliardenhöhe erhalten hatte, könnte die Europäische Kommission auf den Verkauf der Tochter Halifax drängen, berichtete die britische Zeitung „Times“ am Mittwoch auf ihrer Webseite unter Berufung auf Kreise. „Die Kommission hat noch keine endgültige Entscheidung getroffen, aber das, was über Lloyds geredet wird, klingt sehr nach Halifax“, zitierte die Zeitung eine mit den Verhandlungen in Brüssel vertraute Person. Die Lloyds Banking Group war nach der Übernahme der Halifax Bank of Scotland (HBOS) durch Lloyds TSB im September 2008 entstanden. Eine Trennung von Halifax werde in jedem Fall zum Rücktritt von Lloyds-CEO Eric Daniels führen, schreibt die Zeitung weiter. Außerdem sei sie peinlich für den britischen Premierminister Gordon Brown. Dieser hatte im vergangenen September eine Ministererlaubnis erteilt hatte, um die Rettung von Halifax durch die Transaktion zu ermöglichen. Lloyds lehnte eine Stellungnahme gegenüber der Times ab. (Dow Jones Newswires)
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Adobe kauft Konkurrent Omniture

Der amerikanische Softwarehersteller Adobe will den Konkurrenten Omniture für 1,8 Milliarden Dollar kaufen. Damit erweitere Adobe seine Präsenz auf dem Markt für Geschäftssoftware, teilte der Anbieter der Acrobat- und Photoshop-Programme nachbörslich am Dienstag mit. Es würden 21,50 Dollar je Aktie in bar gezahlt. Omniture bezeichnet sich selbst als Marktführer bei Optimierungssoftware für das Online-Geschäft. Zeitgleich zum Omniture-Kauf teilte Adobe mit, dass sein Gewinn vor Sonderposten im dritten Quartal auf 35 Cent je Aktie gefallen sei. Im Vorjahreszeitraum sei noch ein Gewinn je Aktie von 50 Cent erzielt worden. Mit dem Ergebnis lag der Microsoft- und Apple-Konkurrent einen Penny über den durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Im nachbörslichen Handel fielen die Adobe-Aktien um 3,6 Prozent. (Reuters)



Wirtschaft

Mittelstand bekam trotz Krise günstige Kredite

Die Kreditkonditionen haben sich im Krisenjahr 2009 für den Mittelstand weitaus günstiger entwickelt als häufig dargestellt. Dies ergab eine Umfrage der Verbände Die Familienunternehmer und Die Jungen Unternehmer vom August unter 490 Firmen, die der dpa vorliegt. Danach sind im März auf dem Höhepunkt der Wirtschafts- und Finanzkrise für 63 Prozent der Befragten die Kreditkosten gesunken. Für 19 Prozent seien sie gleich geblieben und für lediglich 18 Prozent seien sie gestiegen. In den Monaten Mai und Juli blieben die Konditionen für eine Mehrzahl (58,7 und 52,8 Prozent) immerhin gleich, ergab die Befragung weiter. Für gut 19 beziehungsweise für 22,5 Prozent sanken sie immer noch, für 17,4 beziehungsweise 24,7 verschlechterten sie sich. Der Präsident des Familienunternehmer-Verbandes, Patrick Adenauer, sagte dazu: „Wir Familienunternehmer können keine flächendeckende Kreditklemme feststellen. Zwar nehmen knapp 24 Prozent der Befragten veränderte Bedingungen bei der Fremdkapitalaufnahme als Investitionshemmnis wahr, jedoch hat sich dieser Wert im Vergleich zum März (36,5 Prozent) deutlich gesenkt.“ Die Mehrzahl der Unternehmen wollte im Juli den Angaben zufolge die Zahl der Arbeitsplätze halten (60,4 Prozent) oder ausbauen (16,7 Prozent). 22,2 Prozent wollten reduzieren. Im März und Mai lagen die Zahlen auf ähnlichem Niveau. Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich bei den Ausbildungsplätzen. In etwa die Hälfte der befragten Unternehmer war den Angaben zufolge gleichwohl stark (März 28,4 Prozent, Mai 48,4 Prozent, Juli 29 Prozent) oder sehr stark (12 Prozent, 12,6 Prozent, 12,2 Prozent) von der Krise betroffen. Die andere Hälfte merkte wenig (47,2 Prozent, 27,4 Prozent, 45,7 Prozent) oder gar nichts (12,4 Prozent, 11,6 Prozent, 12,2 Prozent) davon. (dpa-AFX)

EZB-Chefvolkswirt warnt vor zu langer Phase niedriger Zinsen

EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark hat Währungshüter weltweit davor gewarnt, zu lange eine Politik des billigen Geldes zu betreiben. „Die Zinsen zu lange zu niedrig zu halten, könnte negative Nebeneffekte zeitigen“, sagte das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) am Dienstag auf einer Wirtschaftskonferenz in Berlin. Zugleich müssten die Notenbanker wegen der weltweit niedrigen Zinsen auf der Hut sein, dass es nicht zu neuen Exzessen an den Märken und neuen Blasen komme. Die EZB sei mit ihrer geldpolitischen Strategie allerdings gut gewappnet, solche Gefahren abzuwenden. Auch EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte jüngst die Notenbanken weltweit gemahnt, künftig massiver gegen Vermögensblasen an den Finanzmärkten vorzugehen, damit Krisen abgewendet werden könnten. Die EZB hat im Kampf gegen die Wirtschaftskrise den Leitzins auf das historisch niedrige Niveau von einem Prozent gesenkt. Zugleich unterstützt sie das Finanzsystem mit milliardenschweren Liquiditätsspritzen. Stark betonte, der Zeitpunkt für einen Ausstieg der unkonventionellen Geldpolitik sei noch nicht gekommen. „Der Fakt, dass wir darüber sprechen, heißt nicht, dass wir schon dabei sind, es auch umzusetzen.“ Die Währungshüter seien aber darauf vorbereitet zu handeln, wenn der geeignete Zeitpunkt gekommen sei. (Reuters)

Yukio Hatoyama offiziell neuer Ministerpräsident Japans

Das japanische Unterhaus im Parlament hat Yukio Hatoyama am Mittwoch zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Wichtigste Aufgabe des 62-Jährigen wird es sein, die Wirtschaft des Landes wieder in Gang zu bringen. Hatoyamas Demokratische Partei hatte bei den Unterhauswahlen im August einen Erdrutschsieg gegen die seit beinahe fünf Jahrzehnten ununterbrochen regierende Liberaldemokratische Partei eingefahren. (Reuters)

Chinas Regierung soll Reifenherstellern wegen amerikanischer Zöllen helfen

Chinas Verband der Kautschukindustrie hat die Regierung in Peking aufgefordert, Reifenherstellern angesichts drohender amerikanische Importzölle unter die Arme zu greifen. Die Branchenvertreter forderten laut staatlichen Medienberichten vom Mittwoch mehr Steuererleichterungen und niedrigere Exportzölle, um die Auswirkungen der Hürden in den Vereinigten Staaten wettzumachen. Außerdem solle die Regierung mehr Reifen von heimischen Herstellern kaufen. Insgesamt legte der Verband dem Handels- und dem Industrieministerium sieben Vorschläge vor, wie das Zentralorgan der Kommunistischen Partei „Renmin Ribao“ berichtete. Die Vereinigten Staaten erheben bereits jetzt einen Schutzzoll von vier Prozent auf importierte chinesische Reifen. Ab dem 26. September soll ein Aufschlag von 35 Prozent hinzukommen. Der Handelsstreit droht das G20-Treffen am 24. und 25. September in Pittsburgh sowie den China-Besuch Obamas im November zu belasten. (Reuters)

Frankreichs Regierung erwägt Gebühr auf Aktienoptionen - Presse

Frankreichs Regierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die Einführung einer Preisaufschlags auf Aktienoptionen sowie höhere Steuern auf Aktien- und Gewinnanteile. Wie die Tageszeitung „La Tribune“ (Mittwochausgabe) ohne Nennung von
Quellen weiter berichtet, erwartet der Staat dadurch Mehreinnahmen von mehreren 100 Millionen Euro. Mit den Mitteln solle das Defizit in der Sozialversicherung ausgeglichen werden, heißt es weiter. (Dow Jones Newswires)

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.

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