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03. September 2010

Amerikanische Aktienmärkte

McDonald's gewinnt die Fastfood-Schlacht

Von Ben Steverman

10. März 2010 Die konjunkturschwache Zeit war zunächst eine relativ gute Nachricht für Fastfood-Ketten wie McDonald's und Burger King, da die Verbraucher, denen das Geld knapp wurde, ihr Restaurantbudget verringern. Nun aber, da sich die Arbeitslosenzahl in den Vereinigten Staaten auf beunruhigend hohem Niveau hält, haben die Ketten alle Mühe, die Amerikaner überhaupt zum Auswärtsessen zu bewegen.

„Es tobt zurzeit ein Preiskrieg“, sagt Morningstar-Analyst R.J. Hottovy. Burger King, McDonald's und Wendy's, dem auch die Arby's-Kette gehört, überbieten sich mit Sonderangeboten und neuen Produkten.

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Winterfavorit McDonald's

Die Oberhand hat nach wie vor McDonald's. Am 8. März konnte der globale Burgerriese ein Umsatzergebnis vom Februar vermelden, das die Erwartungen der Analysten übertraf. Der Umsatz stieg im Februar um 11,2 Prozent. In Asien schnellten die Same-Store-Sales (die Umsätze in jenen Filialen, die seit mindestens 12 Monaten existieren) um 10,5 Prozent in die Höhe und verzeichneten den größten Zuwachs seit November 2008. Die Same-Store-Sales in Europa stiegen um 5,4 Prozent.

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McDonald's vermeldete trotz des kalten Winterwetters, das den Umsatz in den Vereinigten Staaten um rund 2 Prozent drosselte, einen Anstieg der amerikanischen Same-Store-Sales um 0,6 Prozent, wie eine Sprecherin von McDonald's gegenüber Bloomberg News verlauten ließ.

Burger King und Wendy's haben keine Umsatzzahlen vom Februar veröffentlicht. Am 4. März gab Wendy's bekannt, dass die Same-Store-Sales der Arby's-Kette im Januar um 7,4 Prozent zurückgegangen waren. Das ist besser als der Einbruch um 12,6 Prozent, den Arby‘s im vierten Quartal 2009 registrierte. Einer Stellungnahme des Unternehmens zufolge wird diese Verbesserung einem neuen 1-Dollar-Menü zugeschrieben. Ein Lichtblick für Wendy's: Im Januar zogen die Same-Store-Sales der Wendy's-Kette in Nordamerika um 0,3 Prozent an.

„Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass McDonald's weiter Marktanteile in den Vereinigten Staaten gewinnen wird“, sagte John Glass, Analyst bei Morgan Stanley (MS) am 8. März. Zu den Wachstumskatalysatoren zählen die Erweiterung der McCafé-Getränkelinie von McDonald's in diesem Frühjahr sowie die Einführung von Smoothies im Sommer, schrieb Glass.

„Relative Stabilität“ lockt die Anleger

Die Anleger scheinen sich einig zu sein, dass McDonald's als Gewinner aus der Fastfood-Schlacht dieser Rezession hervorgeht. Die McDonald's-Aktie ist seit Anfang 2008 um 10,6 Prozent gestiegen, während die Aktie von Wendy's um 46,4 Prozent eingebrochen ist und die von Burger King 35,9 Prozent einbüßte. Im Jahr 2010 konnte McDonald's bislang 4,3 Prozent zulegen, die Wendy's-Aktie gab 2,1 Prozent nach und die Burger-King-Aktie fiel um 2,7 Prozent. „Die Anleger zieht es zu McDonald's mit seiner relativ stabilen Wertentwicklung“, schrieb Joseph T. Buckley, Analyst bei der Bank of America Merrill Lynch (BAC) am 8. März.

Ein großer Vorteil für McDonald's ist die Größe des Unternehmens. Mit 32.478 Restaurants in der ganzen Welt, 57 Prozent davon außerhalb von Nordamerika, kann McDonald's Ereignisse wie die Olympischen Spiele als Marketingchancen nutzen. Die Chicken-McNuggets-Werbung in Verbindung mit den Winterspielen trug dazu bei, den Umsatz im vergangenen Monat anzukurbeln, erklärte McDonald‘s. Burger King hat 40 Prozent seiner Restaurants im Ausland, während Wendy's und Arby's nahezu ausschließlich amerikanischen Ketten betreiben.

McDonald's „nutzt derzeit seine Größenvorteile im Marketing, um seine bestehende „Value-Strategie“ weiter auszubauen“, schrieb Matthew DiFrisco, Analyst bei Oppenheimer (OPY), am 8. März. Starke Bilanzen und Cashflows helfen, das Wachstum weiter voranzutreiben, stellt er fest.

Obgleich McDonald's seine Konkurrenz bislang fest im Griff hat, versuchen Burger King und Wendy's, zurückzuschlagen. Manager beider Unternehmen ließen verlauten, dass sie große Chancen sehen, international zu wachsen. Beide Ketten setzen auf Value-Menüs.

Für Restaurants ist die amerikanische Wirtschaft richtungweisend

Trotz der Rabatte konnten die Fastfood-Ketten ihre Gewinnmargen im Jahr 2009 sichern, indem sie Kosten senkten und von niedrigen Rohstoffpreisen profitierten. Da jedoch viele mögliche Einschnitte bereits vorgenommen wurden und die Rohstoffpreise möglicherweise anziehen, warnte Wendy's, dass seine Kosten 2010 um 2-3 Prozent steigen könnten, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte.

Für Fastfood-Ketten - und die gesamte Gastronomiebranche - gibt die amerikanische Wirtschaft die Richtung vor. Im Februar hielt sich die Arbeitslosenquote der Vereinigten Staaten stabil bei 9,7 Prozent.

Die Erwerbslosigkeit scheint die Verbraucherausgaben zu belasten, auch wenn sich die breitere Wirtschaft von der Rezession erholt. Das Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten wuchs im vierten Quartal um 5,9 Prozent, doch der Konsum - das Ausgabeverhalten der Verbraucher - stieg lediglich um 1,7 Prozent.

Nach Aussage von Mark Basham, Aktienanalyst beiStandard & Poor's, geht aus den Zahlen für 2008 und 2009 hervor, dass in den Restaurants der Vereinigten Staaten durch die Bank zwei Jahre in Folge rückläufige Besucherzahlen verzeichnet wurden. Im vergangenen Jahr kam es erstmals zu einem Rückgang des Branchenumsatzes im Vorjahresvergleich.

Bislang sind die Zahlen für die Same-Store-Sales im Jahr 2010 nach wie vor negativ, sagt Hottovy von Morningstar. „Um positive Umsätze zu erzielen, müssen wir die Arbeitslosenquote senken, meint er.

Steverman ist Reporter für den Investing Channel der BusinessWeek.





Text: Business Week Online
Bildmaterial: dpa, F.A.Z.

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