17. Mai 2012

Medienschau

Massive Absatzeinbrüche für Autohersteller 2010

Unternehmen

21. Dezember 2009 

Massive Absatzeinbrüche für Autohersteller 2010

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erwartet mit dem Auslaufen der Abwrackprämie in Deutschland ein Krisenjahr 2010 für die Automobilhersteller und Händler. „Das Jahr 2010 wird grausam“, sagt der Leiter des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „Die Welt“ (Montagausgabe). Der Branche drohten massive Absatzeinbrüche. Wie aus einer Studie des CAR hervorgeht, die der „Welt“ vorliegt, werden Volkswagen, Ford und Opel sowie die Importeure die größten Verlierer des kommenden Jahres sein. Nach der Prognose wird Volkswagen 2010 einen Rückgang der Neuzulassungen von 29,9 Prozent oder 243.627 Fahrzeugen verkraften müssen. Mit rund 570.000 verkauften Autos in Deutschland wird Volkswagen aber der mit Abstand größte Hersteller bleiben.
Zweitgrößter Verlierer ist, gemessen an reinen Absatzzahlen, der Rüsselsheimer Autobauer Opel. Dessen Verkäufe werden im nächsten Jahr laut Prognose um 26,4 Prozent oder 90.100 Einheiten auf 251.000 Neuzulassungen zurückgehen. Bei Ford werden die Absätze um 87.213 Autos oder 30,2 Prozent auf 202.000 Einheiten sinken. (dpa-AFX)
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Allianz muss Expansion in Osteuropa verschieben

Die Versicherungsmärkte in Osteuropa und Asien haben für den Versicherungskonzern Allianz die hohen Wachstumsversprechen in diesem Jahr nicht gehalten. Deshalb werde die Allianz SE ihre Expansionsziele in diesen Ländern verschieben müssen, sagte Allianz-Vorstand Werner Zedelius der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagausgabe).
Eigentlich wollte der größte europäische Versicherer in allen 34 Ländern, die er als Wachstumsmärkte deklariert hat, in diesem Jahr einen Umsatz von 15 Milliarden Euro erwirtschaften, nachdem im Vorjahr Prämieneinnahmen von 12,3 Milliarden Euro erzielt worden waren.
Doch weil vor allem die Länder Osteuropas von der Finanz- und Wirtschaftskrise getroffen wurden, ist auch das Wachstum des Münchener Dax-Konzerns gebremst. „Kurzfristig sehen wir nicht das Umsatzwachstum vergangener Jahre“, sagte Zedelius. „Mittel- und langfristig bleiben die Aussichten dort aber positiv.“ (FAZ.NET)

Continental einigt sich mit Banken auf Finanzierung

Der finanziell angeschlagene Autozulieferer Continental hat sich mit den Banken auf ein Finanzierungspaket in Höhe von 2,5 Milliarden Euro geeinigt. Dies teilte das Unternehmen nach der Unterzeichnung der Verträge am Samstag in Hannover mit. Nach dem Erfolg bei den langwierigen Verhandlungen könne als nächster Schritt nun eine Kapitalerhöhung um eine Milliarde Euro als Bestandteil des Refinanzierungskonzeptes angegangen werden.
Continental ist wegen der Übernahme der früheren Siemens-Tochter VDO derzeit mit mehr als neun Milliarden Euro verschuldet. Im August 2010 wird zudem eine Kredittranche von 3,5 Milliarden Euro fällig, 2012 eine weitere von fünf Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten dieses Jahres schrieb der Konzern beim operativen Ergebnis ein Minus von rund einer Milliarde Euro. Das lag vor allem an hohen Abschreibungen und Sondereffekten. Der Umsatz ging um fast ein Viertel auf 14,4 Milliarden Euro zurück. Im vierten Quartal rechnet Conti aber mit einer deutlichen Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis. (dpa-AFX)

Thyssen-Krupp-Chef warnt vor Rohstoffspekulanten

Der Vorstandschef des Thyssen-Krupp-Konzerns Ekkehard Schulz warnt vor Rohstoffspekulanten. „Hier entsteht die nächste Blase“, sagte der Manager der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Da sind schon wieder Spekulanten und Finanzjongleure unterwegs, die munter mit Derivaten handeln.“ Preise für Rohstoffe würden inzwischen nicht mehr auf Jahresbasis verhandelt, sondern am extrem kurzfristigen Spotmarkt. „Meine Sorge ist, dass nach der Immobilienblase jetzt eine Rohstoffblase kommt.“
Schulz befürchtet, dass es noch bis 2012 dauern werde, bis das Unternehmen wieder das Niveau des Jahres 2007 erreicht hat. Selbst die hohen Wachstumsraten in China und Indien reichten nicht aus, den weltweiten Absturz abzufangen. (dpa-AFX)

FDP will Wettbewerbsregeln auf dem Postmarkt nachbessern

Die FDP-Bundestagsfraktion will dem Beschluss des Bundeskabinetts über die Umsatzsteuer für die Deutsche Post im Bundestag nicht zustimmen. „Wir brauchen endlich gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer“, sagte FDP-Wirtschaftspolitiker Hermann Otto Solms dem Handelsblatt (Montagausgabe). Es gebe Nachbesserungsbedarf, den es im parlamentarischen Verfahren umzusetzen gelte, sagte Solms. Die FDP hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für die komplette Abschaffung des Post-Steuerprivilegs starkgemacht. Das Bundeskabinett beschloss dagegen nur die Streichung des Post-Steuerprivilegs bei Geschäftsbriefen. (dpa-AFX)

Drittgrößter amerikanischer Rundfunkkonzern Citadel insolvent

Der drittgrößte amerikanischen Rundfunkkonzern Citadel Broadcasting ist pleite. Das Unternehmen teilte am Sonntag mit, Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzrechts beantragt zu haben. Der Schritt ist Teil einer Vereinbarung der Sendergruppe mit über 60 Prozent ihrer bevorrechtigten Gläubiger. Demnach sollen dem Unternehmen im Rahmen einer Umschuldung rund 1,4 Milliarden Dollar an Schulden erlassen werden. Zudem werden die Gläubiger dem Unternehmen den Angaben zufolge für die Umstrukturierung rund 36 Millionen Dollar in bar zur Verfügung stellen.
Zu der Sendergruppe gehören insgesamt mehr als 200 Radiostationen. Nach den Worten von Citadel-Chef Farid Suleman werden die Geschäfte des Konzerns normal weiterlaufen. Das Unternehmen will die Umstrukturierung demnach so rasch wie möglich hinter sich bringen.Citadel hatte im vergangenen Quartal einen Umsatzrückgang von 14 Prozent auf 183 Millionen Dollar und einen Verlust von 8 Cent je Aktie verbucht. (Reuters)

Rusal erhält in Hongkong Genehmigung für Börsengang

Der Weg für den russischen Aluminiumkonzern UC Rusal an die Hongkonger Börse ist laut Kreisen frei. Die Wertpapieraufsicht SFC habe den 2 Milliarden Dollar schweren IPO genehmigt, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag. Die Genehmigung wurde jedoch an die Bedingung geknüpft, dass Rusal keine Anteile an Privatanleger verkauft. Diese sollen vor der Komplexität des Geschäfts „geschützt“ werden. (Dow Jones)

Qantas erwartet Rückkehr in die Gewinnzone

Die australische Fluggesellschaft Qantas rechnet mit einer Rückkehr in die Gewinnzone noch im laufenden Halbjahr. Die Geschäftsbedingungen hätten sich in den vergangenen Monaten verbessert, teilte das Unternehmen am Montag mit. Für die sechs Monate bis Ende Dezember sei daher mit einem Gewinn vor Steuern zwischen 50 Millionen und 150 Millionen australischen Dollar (umgerechnet zwischen 31 Millionen und 93 Millionen Euro) zu rechnen. An der australischen Börse sorgte die Nachricht für Begeisterung: Die Qantas-Aktie legte rund sechs Prozent zu. (Reuters)

Spyker macht neues Angebot für Saab
Der niederländische Sportwagenbauer Spyker Cars hat überraschend ein neues Übernahmeangebot für den schwedischen Autoproduzenten Saab vorgelegt. Man sei bereit, „alle Hindernisse für eine rasche Übernahme aus dem Weg zu räumen“, erklärte Spyker-Chef Victor Muller am Sonntag. Eine Übernahme würde auch Spyker große Vorteile bieten, unter anderem weil das niederländische Unternehmen dadurch Zugang zum weltweiten Händlernetz von Saab bekäme.
General Motors hatte am Freitag Gespräche über einen Verkauf von Saab an Spyker Cars für gescheitert erklärt. Die Geschäftstätigkeit von Saab werde eingestellt. Ein GM-Sprecher hatte aber auch erklärt, man sei „weiter offen für Angebote“. (dpa-AFX)

Wirtschaft

DIHK rechnet im vierten Quartal mit Wachstum von 0,7 Prozent

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertages (DIHK) schätzt, dass das Bruttoinlandsprodukt von Oktober bis Dezember um 0,6 Prozent bis 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen ist, berichtet die „Bild“-Zeitung. „Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich ins Positive gedreht“, sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier dem Blatt. Als Gründe nannte er unter anderem eine bessere Binnenkonjunktur. Außerdem hätten viele Unternehmen begonnen, ihre Lager wieder aufzufüllen.
Angesichts der positiven Entwicklung am Jahresende wird die Wirtschaft 2009 nach Treier insgesamt nicht ganz so stark schrumpfen wie befürchtet. Das Bruttoinlandsprodukt werde um 4,8 Prozent sinken. Die Bundesregierung rechnet hier bislang mit einem Minus von 5,0 Prozent.
Für 2010 erwartet der DIHK mit einer Fortsetzung der Konjunkturerholung: Das Bruttoinlandsprodukt werde um 2 Prozent zulegen, sagte Treier der „Bild“-Zeitung. Die Bundesregierung hat für das nächste Jahr ein Wachstum von 1,2 Prozent prognostiziert. Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte diese Vorhersage vor kurzem aber als eher zurückhaltend bezeichnet. (Reuters)

Unternehmer erwarten 2010 schwankende Konjunktur

Der Höhepunkt der Wirtschaftskrise ist einer Umfrage zufolge überwunden, ein nachhaltiger Aufschwung aber noch nicht in Sicht. Wie aus einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage des Münchener ifo-Instituts für die „Wirtschaftswoche“ (WiWo) hervorgeht, rechnen 72 Prozent der Unternehmer für 2010 mit einem schwankenden Konjunkturverlauf. Nur 22 Prozent der Befragten gingen von einer nachhaltigen Erholung aus.
Entsprechend gedämpft sei auch die Investitionslaune in der deutschen Wirtschaft: Die Mehrheit der Unternehmen (54 Prozent) wolle die Investitionen auf dem niedrigen Niveau von 2009 halten. Nur 23 Prozent planten, mehr zu investieren als in diesem Jahr, 22 Prozent dagegen weniger. An ihrem Personal wollten die meisten Unternehmen festhalten (72 Prozent), ein Fünftel von ihnen nutze dazu die Kurzarbeit.
Das größte Risiko für die Konjunktur sehen die Unternehmen den Angaben zufolge in steigenden Öl- und Rohstoffpreisen (78 Prozent). Auf den Plätzen zwei und drei folgten durch Banken- und Staatsbankrotte ausgelöste Finanzmarktturbulenzen (70 Prozent) sowie zu stark steigende Löhne (64 Prozent). Auch eine Kreditklemme fürchteten viele Betriebe (61 Prozent). (Dow Jones)

2011 erneut Milliarden-Steuerentlastung

Nach dem soeben beschlossenen Steuersenkungspaket beharrt die FDP trotz der desolaten Staatsfinanzen für 2011 auf weiteren Entlastungen in Milliardenhöhe. „2011 kommt die weitere Steuerreform mit einem Stufentarif, der gerade die kleineren und mittleren Einkommen um weitere 20 Milliarden Euro entlasten wird“, sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) der Berliner „BZ am Sonntag“.
Brüderle rechtfertigte auch die hohe Neuverschuldung im kommenden Jahr. In der heutigen Phase wäre es volkswirtschaftlich falsch, mit Sparmaßnahmen den Haushalt herunterzufahren. (dpa-AFX)

Rekordumsatz im Onlinehandel am einem einzigen Tag in den Vereinigten Staaten

In den Vereinigten Staaten ist ein Rekordumsatz beim Onlinehandel an einem einzigen Tag erzielt worden. Wie die Internetstatistiker Comscore am Sonntag mitteilten, wurden am Dienstag vergangener Woche 913 Millionen Dollar (etwa 636 Millionen Euro) im Netz ausgegeben. Der bisherige Rekord hatte bei 900 Millionen Dollar gelegen. (AFP)

Bankenzusammenbrüche in den Vereinigten Staaten setzen sich fort

Die Finanzkrise hat unter den amerikanischen Banken weitere Opfer gefordert. Der amerikanischen Einlagensicherungsfonds FDIC schloss am Freitag sieben kleinere Banken, davon zwei im Bundesstaat Kalifornien und jeweils eines aus Alabama, Georgia, Florida, Illinois und Michigan. Damit erhöht sich die Zahl der Bankenzusammenbrüche im laufenden Jahr auf 140 Institute. (Dow Jones)

Gesamtwirtschaftliche Aktivität in Japan steigt im Oktober um 1,2 Prozent

Die gesamtwirtschaftliche Aktivität in Japan ist im Oktober deutlich gestiegen. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) am Montag mitteilte, erhöhte sich die aggregierte Produktion im Dienstleistungssektor und verarbeitenden Gewerbe (inklusive Bau und Primärindustrien) im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent.
Im September war der Index nach revidierten Angaben um 0,7 Prozent (vorläufig: minus 0,6 Prozent) gesunken. Der Index für den tertiären Sektor stieg im Oktober auf Monatssicht um 0,5 Prozent, nach einem Minus von 0,6 Prozent (minus 0,5 Prozent) im Vormonat.
Beide Indizes werden als brauchbare Vorläufer für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts betrachtet und genießen daher unter Ökonomen erhöhte Aufmerksamkeit.
Der Überschuss in der japanischen Handelsbilanz ist im November gegenüber dem Vorjahresmonat kräftiger gestiegen als erwartet. Der Aktivsaldo erhöhte sich auf einer nicht saisonbereinigten Basis auf 373,9 Milliarden Yen, wie das Finanzministerium in Tokio am Montag mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Überschuss von 319,2 Milliarden Yen gerechnet. Im Vorjahresmonat war ein Defizit von 227,51 Milliarden Yen registriert worden.
Der Rückgang der Exporte verlangsamte sich im November binnen Jahresfrist. Die Ausfuhren gingen lediglich um 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, nach einem Minus von 23,2 Prozent im Oktober. Es war der vierzehnte Rückgang in Folge. Die Importe lagen um 16,8 Prozent niedriger als im Vorjahr und waren damit seit dreizehn Monaten rückläufig. Allerdings war dies der niedrigste Rückgang seit einem Jahr. (Dow Jones)

Britischer Industrieverband erwartet schwache Konjunkturerholung

Die britische Wirtschaft dürfte sich nach Einschätzung der Confederation of British Industry (CBI) in den kommenden Jahren langsamer erholen als von der Regierung erwartet. Für das kommende Jahr sei ein Wachstum von 1,2 Prozent zu erwarten, gefolgt von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,5 Prozent im Jahr 2011, erklärte der Industrieverband am Montag. Die Regierung rechnet mit einem Wachstum zwischen 1,0 Prozent und 1,5 Prozent im kommenden Jahr, das sich im Folgejahr auf 3,5 Prozent beschleunigt.
„Die Wirtschaft wird auf einem anfälligen und sehr langsamen Wachstumspfad bleiben, solange wir die anhaltenden Auswirkungen der Finanzkrise spüren“, erklärte der stellvertretende CBI-Generaldirektor John Cridland. Wegen der noch verbleibenden
Spannungen im Finanzsektor dürfte die Kreditvergabe eingeschränkt bleiben. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte bis ins dritte Quartal 2010 zulegen. (Dow Jones)

Irland könnte Banken-Anteile bald verkaufen

Der irische Staat könnte seine Anteile an den Banken des Landes nach Einschätzung der Zentralbank in ein bis zwei Jahren wieder verkaufen. Dann seien die Geldhäuser voraussichtlich wieder stark genug, um ausländische Investoren anzulocken, die die staatlichen Anteile übernehmen würden, sagte Zentralbankchef Patrick Honohan in einem Interview des Senders RTE, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte. Zunächst werde die Regierung den Banken jedoch weiteres Kapital zur Verfügung stellen, um die Gründung einer „Bad Bank“ zu unterstützen. Dadurch könne der Staatsanteil an Allied Irish Banks und Bank of Ireland noch über 50 Prozent steigen.
Das 54 Milliarden Euro schwere „Bad Bank“-Modell zwingt die beiden Geldhäuser zur Auslagerung ihrer problematischen Papiere. Die Institute müssen dadurch zusätzliches Kapital generieren. Bisher hält der irische Staat indirekt ein Viertel an AIB und BOI. Nach der Übernahme der Anglo Irish Bank Anfang Januar hatte die Regierung erklärt, den Banken weiteres Kapital zuzuschießen, wenn sich keine privaten Geldgeber finden ließen. Weitere Verstaatlichungen solle es hingegen nicht geben. (Reuters)

Argentiniens Bruttoinlandsprodukt fällt im dritten Quartal um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Argentinien hat sich im dritten Quartal auf Jahressicht verlangsamt. Wie die Statistikbehörde des Landes am Freitag mitteilte, fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Juli und September gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,3 Prozent, nachdem im zweiten Quartal noch einem Minus von 0,8 Prozent verzeichnet worden war.
Damit fiel der BIP-Rückgang etwas stärker als erwartet aus. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten für das Berichtsquartal eine Schrumpfung um 0,2 Prozent prognostiziert. Auf Quartalssicht stagnierte die Wirtschaft.
Die Regierung geht davon aus, dass die argentinische Wirtschaft im laufenden Jahr um 0,5 Prozent wachsen und im kommenden Jahr sogar um 2,5 Prozent expandieren wird. Diese Angaben stehen im Widerspruch zu Berechnungen von Forschungsinstituten und zur öffentlichen Wahrnehmung. So gehen Analysten davon aus, dass sich Argentinien weiter in einer tiefen Rezession befindet. Die Experten des Instituts Orlando J Ferreres & Asociados (OJF) schätzen, dass das BIP im laufenden Jahr um 4,5 Prozent schrumpfen wird. (Dow Jones)

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.

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