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Blick auf den Finanzmarkt
Leichte Verluste am Aktienmarkt
17. Januar 2013 Der Dax ist am Donnerstag angesichts verhaltener Vorgaben aus Übersee einmal mehr mit moderaten Verlusten in den Handel gestartet. Im frühen Börsengeschäft fiel der deutsche Leitindex um 0,31 Prozent auf 7.667,58 Punkte. Bereits zur Wochenmitte hatte er etwas niedriger eröffnet, es dann aber im späten Handel doch noch in die Gewinnzone geschafft. Der M-Dax stieg am Donnerstagmorgen um 0,17 Prozent auf 12.336,33 Punkte, während der Tec- Dax um 0,02 Prozent auf 862,68 Punkte nachgab.
Analyst Christian Schmidt von der Helaba sieht die Börsen derzeit auf Richtungssuche. Seit seinem Fünfjahreshoch zum Jahresbeginn hat der Dax per saldo über ein Prozent abgegeben. Von Händlern hieß es, der Markt reagiere wieder nervöser auf Wechselkursbewegungen. Auch dass die US-Berichtssaison am Vortag mit Zahlen von zwei Großbanken recht positiv fortgesetzt worden sei, habe die Stimmung nicht wirklich aufhellen können. Spannend sei nun der vergleichende Blick auf die deutschen Banken, sagte Analystin Katrin Ehling von X-Trade Brokers. Am Nachmittag berichten zwei weitere US-Schwergewichte über die jüngste Geschäftsentwicklung. Neben dem Monatsbericht der Europäischen Zentralbank und Anleiheauktionen Spaniens sowie Frankreichs stehen auf Konjunkturseite noch US-Daten im Fokus, wie etwa Zahlen zum Häusermarkt und der Philly Fed Index.
Anleihenmarkt tendiert fester
Der deutsche Rentenmarkt zeigt sich am Donnerstag fester. Der Kurs der gern als sicherer Hafen angesteuerte Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, steigt um 21 Basispunkte auf 143,58 Zähler. Der Terminkontrakt auf die kürzer laufende Bundesobligation, der Bobl-Future, gewinnt 7 Basispunkte auf 126,60 Prozent.Euro pendelt um die 1,33-Dollar-Marke
Der Euro ist am Donnerstag kaum vom Fleck gekommen. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,3298 Dollar in Reichweite ihres New Yorker Vortagesschlusses. „Die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer, die noch zu Beginn des neuen Jahres gestiegen war und zu einer Befestigung des Euros führte, hat sich inzwischen leicht gelegt“, schreibt Helaba-Analyst Ulrich Wortberg in einem Kommentar. Zu Wochenbeginn war der Euro noch auf ein Elf-Monats-Hoch von 1,3403 Dollar gestiegen.
Grund für übertriebenen Konjunkturpessimismus gibt es nach Einschätzung von Wortberg allerdings nicht. Die Einzelhandelsumsätze in den Vereinigten Staaten und auch die Produktionszahlen seien zuletzt ermutigend gewesen. Im Tagesverlauf dürften die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in Amerika für Aufmerksamkeit sorgen. Analysten erwarten einen moderaten Aufbau neuer Stellen. Sie dürften aber keine Spekulationen über ein vorzeitiges Ende der Anleihekäufe der amerikanischen Notenbank schüren, hieß es.
Dreamliner-Pannen drücken Kurse an asiatischen Börsen
Vor der Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten chinesischen Wachstumsdaten am Freitag geben die Kurse an den ostasiatischen Börsen mehrheitlich nach. Belastet vom zuletzt insgesamt etwas festeren Yen setzt der Nikkei-Index seine Abwärtsbewegung fort und führt die Liste der Verlierer mit einem Minus von 1 Prozent auf 10.494 Punkte erneut an. Unter Druck stehen in Tokio Aktien von Zulieferern für den von einer Pannenserie heimgesuchten Dreamliner von Boeing. In Australien steigt der Index nach etwas niedriger als erwartet ausgefallenen Arbeitslosenzahlen dagegen auf ein neues 20-Monats-Hoch.
Die Papiere des Carbonherstellers Toray Industries fallen in Tokio um 2,6 Prozent, die Aktien des Batterieherstellers GS Yuasa büßen 5,6 Prozent ein, nachdem sie bereits am Vortag unter Druck gestanden hatten. Abwärts geht es auch mit dem Kurs der Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA), die 1,7 Prozent verlieren. Wenig verändert liegen die Papiere des Konkurrenten JAL im Markt. Zu den Gewinnern gehören die Aktien von Sharp. Medienberichte über eine Zusammenarbeit mit Lenovo im schwächelnden TV-Geschäft schicken die Papiere mit 6,7 Prozent ins Plus.
In China sorgt das Warten auf die Wachstumszahlen und die Industrieproduktion für Zurückhaltung. Nach Erwartung der von Dow Jones befragten Experten dürfte die chinesische Wirtschaft nach 7,4 Prozent im dritten Quartal im vierten um 7,8 Prozent zugelegt haben. Die Daten werden am Freitag gemeldet. Zu den Verlieren gehören in Schanghai Finanzwerte. Die Aktien der China Construction Bank verlieren 1,7 Prozent und die Papiere von Bank of Communications 1,2 Prozent. In Sydney steigt der Index um 0,4 Prozent. Belastet von sinkenden Eisenerzpreisen verlieren die Aktien von Rio Tinto gegen den Trend 1,1 Prozent und Fortescue Metals sogar 2,7 Prozent.
Nachbörsliche Kurse und Meldungen aus Amerika
Gut behauptet präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Dienstag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator stieg um 0,26 Punkte auf 2734,99 Zähler.
Die angeordnete Stilllegung der Boeing-Maschinen vom Typ 787 Dreamliner in den Vereinigten Staaten setzten der Boeing-Aktie zu. Nachdem die Aktie wegen der jüngsten Pannenserie bereits im regulären Handel um über 3 Prozent nachgegeben hatte, ging es um weitere 2,1 Prozent auf 72,75 Dollar abwärts. Nachdem zuvor bereits in Japan die Fluglinien ANA und JAL ihre Dreamliner vorsorglich zurückgerufen hatten, um sie nach Problemen mit Batterien technisch zu überprüfen, zog nun auch die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA alle Maschinen des Typs vorübergehend aus dem Verkehr. Der Aktienkurs der Fluglinie United Continental Holdings (UAL) gab um 0,4 Prozent auf 26,10 Dollar nach. UAL betreibt als einzige amerikanische Fluglinie den Dreamliner und zählt insgesamt sechs Maschinen diesen Typs zu seiner Flotte.
Neben Boeing stand Ebay im Mittelpunkt des nachbörslichen Interesses. Das Internet-Auktionshaus hatte seine Viertquartalszahlen vorgelegt und mit dem bereinigten Gewinn je Aktie mit 70 Cents die Konsensschätzung um 1 Cent übertroffen. Auch der Umsatz fiel etwas besser aus als prognostiziert. Der Kurs legte um 1,3 Prozent auf 53,58 Dollar zu.
Amerikanische Börsen uneinheitlich
Die amerikanischen Börsen haben am Mittwoch wenig verändert geschlossen. Auf der einen Seite drückten eher magere Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft und Kurseinbußen bei Boeing nach einer weiteren Notlandung eines „DreamlinerS“ die Stimmung. Andererseits legten Banken-Aktien nach den Quartalszahlen von Goldman Sachs und JP Morgan zu. Zudem beendeten die Papiere von Apple ihre tagelange Durststrecke und zogen die Nasdaq mit.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent im Minus mit 13.511 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 schloss nahezu unverändert zum Vortag mit 1472 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte indes 0,2 Prozent zu auf 3117 Stellen.
Enttäuscht reagierten Börsianer auf den halbjährlichen Weltbank-Ausblick. Dieser geht nur noch von einem Plus der globalen Wirtschaftsleistung von 2,4 Prozent aus. Das wäre nur ein Tick mehr als im Krisenjahr 2012.
Im Blickpunkt standen die Bilanzen der Finanzkonzerne. Sowohl Goldman Sachs als auch JP Morgan steigerten ihren Gewinn deutlich. Aktien des Branchenprimus JP Morgan rückten ein Prozent vor, Papiere von Goldman 4,1 Prozent. JP Morgan hatte dank einer höheren Kreditvergabe für Hauskäufe den Gewinn im vierten Quartal um 53 Prozent steigern können. Goldman verdreifachte den Gewinn auf 2,8 Milliarden Dollar. Hierzu trug die Erholung an den Aktien- und Anleihemärkten ebenso bei wie höhere Einnahmen im Beratungsgeschäft sowie ein Rückgang der Personalkosten.
Hoffnungszeichen gab es aber auch aus der Industrie. Der Ausstoß legte wie erwartet um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Im November hatte es sogar ein Plus von 1,0 Prozent gegeben. Besonders die Hersteller von Fahrzeugen steigerten diesmal ihre Produktion.
Eine weitere Notlandung erschütterte das Vertrauen in den Boeing -Prestigeflieger „Dreamliner“. Japan zog am Mittwoch nach der „höchst ernsthaften“ Eskalation der Pannenserie beim 787 die Hälfte der bislang weltweit ausgelieferten Maschinen aus dem Verkehr. Die Boeing-Aktie verlor 3,4 Prozent.
Nach drei Tagen mit Abschlägen legten Apple-Aktien diesmal 4,2 Prozent zu. Zuletzt hatten Spekulationen auf den Kurs gedrückt, das iPhone5 verkaufe sich doch nicht so gut wie zunächst gedacht.
Dell-Aktien gaben indes nach den kräftigen Zuwächsen der Vortage 3,4 Prozent nach. Der PC-Hersteller erwägt offenbar einen Verkauf an Investoren und den Rückzug von der Börse. Allerdings ist fraglich, ob eine Finanzierung des Vorhabens gelingt. Dell ist an der Börse etwa 20 Milliarden Dollar wert.
Amerikanische Anleihen verbuchten leichte Kursgewinne
Die amerikanischen Kreditmärkte haben am Mittwoch leichte Kursgewinne verbucht. Die zehnjährigen festverzinslichen Wertpapiere stiegen 4/32 auf 98-7/32. Die Rendite lag bei 1,824 Prozent. Der 30-jährige Bond kletterte 5/32 auf 94-24/32 und rentierte mit 3,018 Prozent.
Händler erklärten die Aufschläge mit Hoffnungen am Markt, dass die Notenbank zur Ankurbelung der Konjunktur ihre Anleihenaufkäufe fortsetzen wird. Die Erholung der Wirtschaft gewinnt nicht entscheidend an Fahrt. Die Fed erklärte in ihrem am Mittwoch vorgelegtem Konjunkturbericht, die Wirtschaftsaktivität habe in den vergangenen Wochen mäßig bis moderat zugelegt.
Text: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AFP, Bloomberg, Dow Jones
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22.05.2013 17:35 Uhr
| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Merck | 123,50 € | +3,43% |
| ThyssenKrupp | 15,64 € | +2,59% |
| Fresenius | 96,34 € | +2,47% |
| COMMERZBANK AG | 8,37 € | +2,26% |
| Dt. Post | 20,61 € | +1,83% |
| Munich Re | 147,65 € | −0,07% |
| K+S AG NA O.N. | 32,84 € | −0,20% |
| Infineon | 6,62 € | −0,36% |
| BMW | 73,35 € | −0,65% |
| HeidelbergCement | 59,14 € | −0,97% |
23.05.2013 04:09 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 8.530,89 | +0,69% |
| FAZ-INDEX | 1.786,27 | +0,67% |
| TecDAX | 975,80 | +0,72% |
| MDAX | 14.258,80 | +0,41% |
| SDAX | 6.019,65 | −0,13% |
| REX | 444,85 | −0,03% |
| Eurostoxx 50 | 2.835,01 | +0,47% |
| F.A.Z. EURO | 93,37 € | +0,50% |
| Dow Jones | 15.307,20 | −0,52% |
| Nasdaq 100 | 2.999,13 | −0,90% |
| S&P500 | 1.655,35 | −0,83% |
| Nikkei225 | 15.627,30 | +1,60% |
| EUR/USD | 1,2839 | −0,11% |
| Rohöl Brent Crude | 102,05 $ | −0,26% |
| Gold | 1.385,25 $ | +0,47% |
| Bund Future | 144,30 € | −0,24% |
Markt
Ad hoc
Unternehmen
Highlights
23.05.2013 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.385,25 $ | +0,47% |
| Silber | 22,62 $ | +0,80% |
| Platin | 1.465,00 $ | −0,20% |
| Palladium | 752,00 $ | +1,35% |
| Rohöl Brent Crude | 102,05 $ | −0,26% |
| Gas | 0,66 £ | +0,39% |
| Kaffee | 1,33 $ | −2,35% |
| Zucker | 0,17 $ | +0,48% |
| Orangensaft | 1,43 $ | −0,73% |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | --% |
| AMEX OIL | 1.151,96 | --% |
| Rogers International | 24,14 | +0,50% |
Deutschland
Europa
22.05.2013 17:59 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| FAZ-INDEX | 1.786,27 | +0,67% |
| F.A.Z. BANKEN EUR | 626,18 € | +1,57% |
| F.A.Z. VERSICHERU... | 21.638,50 € | +0,82% |
| F.A.Z. IT + ELEKT... | 4.159,56 € | +0,57% |
| F.A.Z. BAU + IMMO... | 3.459,72 € | −0,57% |
| F.A.Z. CHEMIE + P... | 2.594,72 € | +0,78% |
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| F.A.Z. GRUNDSTOFF... | 971,31 € | +0,85% |
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