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Medienschau
Fusion von NYSE und Deutscher Börse wackelt
Unternehmensnachrichten
11. Januar 2012
Patrizia erreicht dank Immobilien-Verkäufen Jahresziel
Die Patrizia Immobilien wird dank der 2011 realisierten Verkäufe ihre Ergebniszielvorgabe erfüllen. Das Unternehmen aus Augsburg bestätigte, ein operatives Ergebnis von 16 bis 17 Millionen Euro zu schaffen. Bei den Verkaufszahlen sei es besser gelaufen als erwartet. Insgesamt wurden 1.842 Wohn- und Gewerbeeinheiten veräußert, 2,2 Prozent mehr als 2010.
Erlöst wurden im Verkauf durchschnittlich 1.679 Euro pro Quadratmeter und damit 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Mittelzuflüsse hat das Unternehmen vor allem zur Schuldentilgung verwendet. Im Jahresverlauf nahmen die Verbindlichkeiten um 18 Prozent auf rund 690 Millionen Euro ab. (Dow Jones)
Eon kauft 10 Prozent an brasilianischem Versorger
Der Energieversorger Eon wird sich mit 10 Prozent an dem brasilianischen Versorger MPX Energia beteiligen, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Eon zahle für diesen Anteil rund 436 Millionen Euro.
MPX gehört zur EBX-Gruppe des Milliardärs Eike Batista, dem reichsten Brasilianer. Als Teil des Abkommens wollen MPX und Eon ein Joint Venture gründen, an dem die Konzerne zu gleichen Teilen beteiligt sind. Das Gemeinschaftsunternehmen wird in Südamerika Kraftwerke bauen und betreiben. Weder Eon noch EBX waren für einen Kommentar zu erreichen. (Dow Jones)
Beiersdorf bekräftigt Ausblick 2011
Die Beiersdorf AG hat kurz nach Ablauf des Jahres 2011 ihre Umsatz- und Gewinnerwartungen bestätigt. Im Konzern wird weiterhin mit einem leicht steigenden Umsatz, einer operativen Ebit-Marge zwischen 10 und 11 Prozent und einer Nachsteuerrendite zwischen 7 und 8 Prozent gerechnet, teilte der Konsumgüterproduzent während des German Investment Seminars der Commerzbank in New York mit und bekräftigte damit seine Anfang November getroffene Einschätzung.
Im Vorjahr hatten Umsatz- und Nachsteuerrenditen bei 12,5 oder 7,6 Prozent gelegen. Während der Umsatz der Sparte Consumer wegen der Bereinigung des Sortiments nur auf Vorjahresniveau liegen soll, wird in der Sparte tesa mit einem Anstieg der Erlöse
zwischen 6 und 7 gerechnet. Der im Dax gelistete Konzern will sein vorläufiges Ergebnis am 25. Januar veröffentlichen. (Dow Jones)
zwischen 6 und 7 gerechnet. Der im Dax gelistete Konzern will sein vorläufiges Ergebnis am 25. Januar veröffentlichen. (Dow Jones)
PC-Absatz könnte stärker sinken als erwartet
Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft hat wegen der Flut in Thailand mit einem stärker als bisher erwartet ausgefallenen Rückgang des PC-Absatzes gewarnt. Der weltweite Verkauf von Computern könnte im vierten Quartal um mehr als ein Prozent gefallen sein, sagte Microsoft-Managerin Tami Reller am Dienstagabend bei einer Veranstaltung der Computermesse CES in Las Vegas. Mit diesem Wert rechnen derzeit noch die meisten Experten. Der tatsächliche Wert werde aber wahrscheinlich höher ausfallen, sagte sie.
Die durch die Flut in Thailand verursachten Lieferengpässe bei Festplatten haben die Produktion von Computern belastet. Zudem leidet der PC-Markt unter der zunehmenden Konkurrenz durch Smartphones und Tablet-Computern. (dpa-AFX)
Crop Energies verdient prächtig
Die Südzucker-Tochter CropEnergies hat ihren Jahresüberschuss im Zeitraum März bis November um 37 Prozent auf 26,4 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz kletterte in den neun Monaten per Ende Dezember um 22 Prozent auf knapp 426 Millionen Euro. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von höheren Preisen für Bioethanol und eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel. Im dritten Quartal wurde zudem mit 191 (Vorjahr: 186) tausend Kubikmetern Bioethanol aufgrund einer gesteigerten Anlagenauslastung die höchste Quartalsproduktion der Unternehmensgeschichte erzielt.
Für das laufende Geschäftsjahr 2011/12 erwartet Crop Energies ein weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum. Die Südzucker-Tochter rechnet mit einem Umsatz zwischen 550 und 570 (Vorjahr: 473) Millionen Euro und einem operativen Ergebnis von 50 bis 53 (Vorjahr: 46) Millionen Euro. (Dow Jones)
Pfleiderer bangt um Sanierungsplan
Dem pleitebedrohten Möbelzulieferer Pfleiderer steht eine weitere richtungweisende Entscheidung bevor. Am Mittwoch versucht die Pfleiderer AG vor dem Oberlandesgericht Nürnberg, Beschlüsse der Hauptversammlung vom Juli trotz Aktionärsklagen durchzusetzen. Scheitert das Unternehmen mit dem sogenannten Freigabeverfahren, kann der Pfleiderer-Vorstand Teile seines Sanierungskonzepts nicht wie geplant umsetzen. Dann droht nach Einschätzung von Branchenexperten im schlimmsten Fall die Insolvenz.
Einige Aktionäre fühlen sich um ihre Rechte betrogen - sie werden durch die Beschlüsse faktisch enteignet. Die Entscheidung des Nürnberger Gerichts wird einem Gerichtssprecher zufolge vermutlich erst zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Im November war das Unternehmen bereits mit einem anderen Freigabeverfahren vor dem Landgericht Frankfurt am Main gescheitert und legte in diesem Verfahren Beschwerde beim Frankfurter Oberlandesgericht ein. (dpa-AFX)
Fusion von NYSE und Deutscher Börse wackelt
Die geplante Fusion der Börsenkonzerne in Frankfurt und New York stößt nach Medienberichten weiter auf großen Widerstand in Brüssel. Eine Entscheidung der Wettbewerbshüter sei aber noch nicht gefallen, betonte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag. Er bestätigte lediglich, es gebe einen Entwurf von Beamten für die Entscheidung. Zum Inhalt sagte er nichts.
Berichten in angelsächsischen Medien zufolge empfehlen die Experten aus dem Haus von Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia eine Ablehnung, da ihnen die Zugeständnisse der beiden Unternehmen nicht weit genug gingen. Bei der Deutschen Börse hieß es, man wolle Spekulationen nicht kommentieren. Der Sprecher sagte, die Kommission werde entweder am 1. oder am 9. Februar entscheiden.
Die EU-Kommission zögert dem Vernehmen nach vor allem wegen der Marktmacht des geplanten Börsenriesen im Derivate-Geschäft. In der Mitteilung der Deutschen Börse am Dienstagabend hieß es, man habe angesichts der Bedenken aus Brüssel bereits „substanzielle und konkrete Zugeständnisse“ gemacht. (dpa-AFX)
Kodak will Insolvenz mit Konzernumbau abwenden
Das amerikanische Traditionsunternehmen Eastman Kodak will seine Geschäftsstruktur verschlanken, um Kosten zu sparen und den Wert des Unternehmens erhöhen. Laut Marktbeobachtern könnte der einstige Fotofilm-Marktführer damit den Verkauf von Unternehmensteilen vorbereiten. Vergangene Woche war aus Kreisen verlautet, Kodak werde in den nächsten Wochen Gläubigerschutz beantragen, sollte der geplante Verkauf von Patenten nicht gelingen.
Kodak kündigte nun an, das Geschäft von bisher drei Konzernsparten auf nur noch zwei Bereiche zu reduzieren. In einer der beiden Sparten sollen die Angebote für Geschäftskunden gebündelt werden, im zweiten Bereich will sich das Unternehmen aus Rochester auf Konsumentenprodukte wie beispielsweise Digitalkameras und Fotofilme konzentrieren.
Kodak will zudem neue Patentklagen gegen Apple und den Smartphone-Hersteller HTC einreichen. Bei den Patenten geht es um Verfahren zur Übertragung von Digitalbildern. Das Unternehmen war auch an den Anfängen der digitalen Fotografie beteiligt und hält deswegen diverse grundlegende Patente. (Dow Jones, dpa-AFX)
Wirtschaftsnachrichten
Forderungsverzicht für Griechenland soll nächste Woche ausgehandelt werden
Der Umfang des Forderungsverzichts privater Gläubiger gegenüber Griechenland wird nach Angaben informierter Personen bis Anfang nächster Woche ausgehandelt sein, aber nicht mehr unbedingt auf völlig freiwilliger Basis ablaufen. Ein Mitarbeiter der Regierung eines Eurozone-Landes sagte, Anfang der Woche sollten Parameter der Einigung bekannt gegeben werden. Nach Angaben eines EU-Offiziellen sollen die Einigung danach auf EU-Ebene darauf geprüft werden, ob sie mit den Prinzipien der Vereinbarung vom 27. Oktober 2011 entspricht. Nach Angaben beider Personen beinhaltet die Einigung weiter eine Reduzierung des Nominalwerts der ausstehenden griechischen Staatsanleihen um 50 Prozent.
Allerdings seien sowohl Griechenland als auch die EU bereit, das Prinzip der Freiwilligkeit teilweise zu opfern. „Das Ziel besteht darin, eine kritische Masse an Gläubigern zu bekommen, die freiwillig zustimmen und den Rest dazu zu zwingen“, sagte der EU-Offizielle. Zu diesem Zweck sollten die Staatsanleihen nachträglich mit entsprechenden, für alle Investoren verbindlichen Klauseln (collective action clauses) versehen werden. „Wenn es absolut notwendig ist, wird der freiwillige Charakter der Vereinbarung fallen gelassen“, sagte er. Dies wäre aber eine europäische Entscheidung.
Nach Angaben des EU-Mitarbeiters übersteigt der Finanzbedarf Griechenlands inzwischen den im Herbst 2011 ausgehandelten Betrag von 130 Milliarden Euro. „Die Bedingungen haben sich seit Oktober deutlich verschlechtert“, sagte der EU-Offizielle. (Dow Jones)
Portugals Notenbank erwartet Rezession und neue Sparmaßnahmen
Die portugiesische Zentralbank geht davon aus, dass es im Dreijahres-Zeitraum 2011-2013 in dem Land eine nie dagewesene Rezession geben wird, so heißt es in dem am Dienstag in Lissabon veröffentlichten Winterbericht der Banco de Portugal. Trotz der erfolgreichen Maßnahmen zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen würden zudem wohl neue Spar-Aktionen nötig sein, heißt es.
Das Bruttoinlandsprodukt werde 2012 nach einem geschätzten Rückgang um 1,6 Prozent im abgelaufenen Jahr um weitere 3,1 Prozent schrumpfen. Im Jahr 2013 werde es bestenfalls ein Plus von 0,3 Prozent geben. Die Notenbank prognostiziert für 2012 einen „nie dagewesenen Rückgang“ des Privatkonsums um 6,0 Prozent. Bei anhaltend restriktiver Kreditvergabe würden die Investitionen 2012 um 12,8 Prozent sinken. Die Inflation werde trotz Rezession um 3,6 (2011) und 3,2 (2012) Prozent zulegen.
Die Arbeitslosigkeit, die erst jüngst ein Rekordniveau von 13,2 Prozent erreicht, wird nach diesen Schätzungen bis Ende 2012 weiter auf 13,4 Prozent klettern. Dem Bericht zufolge werden dieses Jahr nur die Exporte mit einem Wachstum um 3,8 Prozent eine positive Tendenz aufweisen. Bei Abweichungen von diesen Prognosen seien eher noch negativere Zahlen zu erwarten, warnt die portugiesische Zentralbank.
Diese neuen Vorhersagen der Zentralbank sind pessimistischer als die von der Regierung in Lissabon sowie von der „Troika“ der internationalen Geldgeber zuletzt präsentierten Prognosen. Diese waren von einer Rezession von 3,0 Prozent in diesem und einer Expansion der Wirtschaft um 0,7 Prozent im nächsten Jahr ausgegangen. (dpa-AFX)
Schwacher Euro lässt Japans Währungsreserven sinken
Japans Währungsreserven sind bis Ende Dezember wegen des schwachen Euro auf 1,295 Billionen Dollar gesunken. Wie das Finanzministerium in Tokio am Mittwoch mitteilte, nahmen die Bestände im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent ab. Neben dem schwachen Außenwert des Euro hätten auch die gefallenen Goldpreise dazu beigetragen. Damit verringerten sich die Währungsreserven erstmals seit drei Monaten. Im Vormonat hatten die Reserven noch einen Rekordwert von 1,304 Billionen Dollar erreicht. Japans Notenbank hält weltweit die zweithöchsten Devisenbestände nach China. (dpa-AFX)Text: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
Bildmaterial: FAZ Helfert
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17.05.2012 09:33 Uhr
| Tops & Flops | Kurs | in % |
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| Beiersdorf | 51,86 € | +0,25% |
| MAN | 81,15 € | +0,19% |
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| BAYER AG NA | 51,29 € | 0,00% |
| Metro | 23,02 € | −1,05% |
| Dt. Bank | 28,75 € | −1,07% |
| HeidelbergCement | 35,71 € | −1,88% |
| BMW | 64,51 € | −3,04% |
| Dt. Boerse | 42,34 € | −7,81% |
17.05.2012 09:54 Uhr
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| DAX | 6.380,70 | −0,06% |
| FAZ-INDEX | 1.396,92 | −0,32% |
| TecDAX | 760,39 | +0,11% |
| MDAX | 10.341,50 | +0,10% |
| SDAX | 4.871,73 | +0,13% |
| REX | 433,58 | +0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.167,74 | −0,35% |
| F.A.Z. EURO | 70,28 | −0,26% |
| Dow Jones | 12.598,50 | −0,26% |
| Nasdaq 100 | 2.561,56 | −0,74% |
| S&P500 | 1.324,80 | −0,44% |
| Nikkei225 | 8.876,59 | +0,86% |
| EUR/USD | 1,2727 | +0,08% |
| Rohöl Brent Crude | 109,69 $ | +0,27% |
| Gold | 1.548,50 $ | −0,51% |
| Bund Future | 143,28 € | −0,06% |
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Ad hoc
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Highlights
17.05.2012 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.548,50 $ | −0,51% |
| Silber | 27,25 $ | −3,64% |
| Platin | 1.426,00 $ | −1,38% |
| Palladium | 593,00 $ | −0,84% |
| Rohöl Brent Crude | 109,69 $ | +0,27% |
| Gas | 0,55 £ | −0,55% |
| Kaffee | 1,77 $ | 0,00% |
| Zucker | 0,21 $ | +2,26% |
| Orangensaft | 1,13 $ | −0,44% |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | --% |
| AMEX OIL | 1.151,96 | --% |
| Rogers International | 24,14 | +0,50% |
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17.05.2012 09:39 Uhr
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| FAZ-INDEX | 1.397,07 | −0,31% |
| F.A.Z. BANKEN EUR | 531,77 | −0,32% |
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