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Medienschau
FMC kassiert Umsatzprognose
19. Dezember 2011
Unternehmensnachrichten
Fresenius erhöht Gewinnerwartung
Der Medizinkonzern Fresenius schraubt dank guter Geschäfte im vierten Quartal die Gewinnerwartung erneut leicht nach oben. Das Konzernergebnis solle währungsbereinigt um etwa 18 Prozent steigen, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Bad Homburg mit. Erst Anfang November hatte Fresenius sein Gewinnziel auf die obere Hälfte der Spanne von 15 bis 18 Prozent angehoben. Das geplante Umsatzplus von währungsbereinigt sechs Prozent dürfte den Angaben zufolge jedoch nur knapp erreicht werden. Grund sei, dass die Erlöse von Fresenius Medical Care (FMC) und Fresenius Vamed hinter den Erwartungen zurückblieben. (dpa-AFX)
Fresenius Medical Care kassiert Umsatzprognose 2011
Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) wird sein Umsatzziel für 2011 nun doch nicht erreichen. Die Erlöse sieht der Konzern nun 1 bis 2 Prozent unter der Zielmarke von 13 Milliarden Dollar. Vor allem nachteilige Währungsentwicklungen im Schlussquartal seien dafür verantwortlich, teilte der Bad Homburger Konzern am Dienstag mit. Auch beim Gewinn ist FMC pessimistischer. Zwar bekräftigte das Unternehmen seinen Ertragsausblick, sieht aber das Ergebnis nun am unteren Ende der Bandbreite von 1,070 und 1,090 Milliarden Dollar. Zusätzliche Einmalaufwendungen aus Akquisitionen würden im laufenden Jahr belasten. Ganz unerwartet kommt die Prognosesenkung nicht. Bei Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal Anfang November war bereits klar, dass es für FMC schwierig werden könnte, die Ziele zu erreichen. (Dow Jones)AT&T gibt Übernahme von T-Mobile USA auf
Der US-Telefongigant AT&T gibt seine Pläne zur Übernahme der T-Mobile USA auf. Das teilten beide Konzerne am Montag nach Börsenschluss in New York mit. In den Vereinigte Staaten war Vorhaben auf massiven Widerstand gestoßen. So machten das Justizministerium und jüngst auch noch die Telekommunikationsaufsicht FCC große Bedenken gegen den Deal geltend.
AT&T muss nun eine Entschädigung leisten. Nach Angaben der Telekom umfasst diese unter anderem eine Barzahlung von drei Milliarden Dollar. Hinzu komme eine mehrjährige Vereinbarung über Roaming-Leistungen sowie ein Paket an Mobilfunk-Frequenzen zugunsten von T-Mobile USA, deren Wert Analysten auf weitere drei Milliarden Dollar schätzen.
Die Telekom erklärte, sie rechne für das laufende Jahr weiter mit einem bereinigten operativen Ergebnis von rund 19,1 Milliarden Euro. Durch die Auflösung des Kaufvertrages soll T-Mobile USA künftig wieder als fortzuführendes Geschäft bilanziert werden. (Reuters)
Die Telekom erklärte, sie rechne für das laufende Jahr weiter mit einem bereinigten operativen Ergebnis von rund 19,1 Milliarden Euro. Durch die Auflösung des Kaufvertrages soll T-Mobile USA künftig wieder als fortzuführendes Geschäft bilanziert werden. (Reuters)
Auftragseingang bei Süss Microtec unter Erwartung
Der Chip-Zulieferer Süss Microtec bekommt die insgesamt schwache gesamtwirtschaftliche Lage wieder mehr zu spüren. Der Auftragseingang im vierten Quartal 2011 werde aufgrund des zurückhaltenden Bestellverhaltens unter den Erwartungen zurückbleiben, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Er werde voraussichtlich 20 bis 25 Millionen Euro betragen (Vorjahr 49,5). Noch im Herbst 2011 war das Unternehmen für das vierte Quartal von einem Auftragseingang von 30 bis 40 Millionen Euro ausgegangen. Der Aktienkurs sank vorbörslich um rund 9 Prozent. Für das Gesamtjahr 2011 geht Süss Microtec weiterhin von einem Umsatz von mehr als 170 Millionen Euro sowie einer EBIT-Marge von 10 bis 15 Prozent aus. Die Marge werde aber wegen gestiegener Aufwendungen für Forschung und Entwicklung voraussichtlich am unteren Ende der Prognose liegen. (dpa-AFX)Nordex hofft auf schwarze Zahlen im kommenden Jahr
Der Windkraftkonzern Nordex hofft auf ein besseres Geschäft im neuen Jahr. Vorstandschef Thomas Richterich sagte dem „Handelsblatt“ (Dienstag), er sei zuversichtlich, dass Nordex es schaffe, „im kommenden Jahr wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen“. Die ersten neun Monate hatte Nordex mit einem Konzernverlust von 600.000 Euro abgeschlossen. Für das Gesamtjahr erwartet die Gesellschaft einen operativen Verlust von rund zehn Millionen Euro. „Wir haben jetzt unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Richterich. So hätten die Hamburger ihre Kosten gesenkt und zugleich die Auftragsbücher für 2012 gut gefüllt. Zur Kostensenkung baut Nordex 260 der 2.700 Arbeitsplätze ab.
Der Vorstandschef, der im ersten Quartal 2012 den Spitzenposten an Jürgen Zeschky übergibt, erwartet nach wie vor, dass er den Umsatz im kommenden Jahr auf „über eine Milliarde Euro steigern“ kann. Richterich hofft zudem, schon bald einen Partner für das Geschäft in China präsentieren zu können. „Da sind wir auf einem guten Weg“, sagte er. Mit dem Partner will Nordex die Chancen auf dem schwierigen chinesischen Markt verbessern. (dpa-AFX)
Apple erringt Patenterfolg gegen HTC
Im Patentkrieg der Smartphone-Hersteller hat Apple einen Zwischenerfolg errungen. Die amerikanische Handelsbehörde ITC ist der Auffassung, dass der taiwanesische Rivale HTC eine Apple-Technik unrechtmäßig in seinen Handys verwendet und verhängte ab dem 19. April kommenden Jahres ein Einfuhrverbot gegen entsprechend ausgestattete Geräte. (dpa-AFX)Wirtschaftsnachrichten
Europäer stocken IWF-Mittel für Schuldenländer auf
Im Kampf gegen die Schuldenkrise stockt das Gros der EU-Länder die Mittel für den Internationalen Währungsfonds um mehr als 170 Milliarden Euro auf. Darauf verständigten sich die europäischen Finanzminister am Montag in einer mehrstündigen Telefonkonferenz. In einer am Abend in Brüssel verbreiteten Erklärung der Europäischen Union hieß es, die 17 Länder der Euro-Zone trügen mit bilateralen Krediten im Volumen von 150 Milliarden Euro den Löwenanteil der Lasten. Beiträge kämen auch aus Tschechien, Dänemark, Polen und Schweden, deren Parlamente allerdings noch zustimmen müssen.
Damit wurden die ursprünglich angepeilten 200 Milliarden Euro zunächst nicht erreicht. So will sich Großbritannien vorerst nicht beteiligen. Das Vereinigte Königreich werde Anfang 2012 im Rahmen der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer über seinen Anteil entscheiden. Ursprünglich war ein britischer Beitrag von umgerechnet zwölf Milliarden Euro eingeplant gewesen. Finanzminister George Osborne lehnte nach Angaben aus Kreisen seines Ministeriums eine Beteiligung an dem geplanten Paket ab. Es gebe keine Vereinbarung über die Aufstockung der Mittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF) um 200 Milliarden Euro. (Reuters)
Privater Verbrauch legt 2012 leicht zu
Der private Verbrauch in Deutschland legt nach Einschätzung von Konsumforschern im kommenden Jahr leicht zu. „Wir gehen davon aus, dass der Konsum eine wichtige Stütze sein wird, weil der Außenhandel etwas weiter sinken wird“, sagte Rolf Bürkl vom Marktforschungsunternehmen GfK im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Nürnberg. Der Anteil des privaten Verbrauchs am Bruttoinlandsprodukt von knapp 60 Prozent in diesem Jahr werde daher weiter steigen.
Allerdings seien genaue Prognosen derzeit nur sehr schwer zu stellen, betonte Bürkl - schließlich gebe es gegenläufige Entwicklungen. Gefahren für den Konsum drohen laut Bürkl eher aus dem Ausland: „Es wird sicher auch davon abhängen, wie mit der Schuldenkrise umgegangen wird, ob es zu einer nachhaltigen Lösung oder zu einer Belastung der Bürger kommt.“
Schon jetzt verunsichere gerade die Euro-Dauerkrise die Verbraucher sichtlich. So seien die Konjunkturerwartungen der Bürger im Juli und August, als die Diskussion um die Staatsschulden Griechenlands und Italiens einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte, regelrecht eingebrochen. (dpa)
Bundesbank entschieden gegen großangelegte Anleihekäufe der EZB
Der für Märkte zuständige Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel hat sich entschieden gegen groß angelegte Staatsanleihenaufkäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) ausgesprochen. „Die Märkte wollen gern den Scheck auf dem Tisch sehen“, sagte Nagel der Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstagausgabe). „Aber wenn die EZB sich dazu verleiten ließe, würden die Märkte kurz jubeln, um dann direkt viel unangenehmere Fragen zu stellen. Sie würden befürchten, dass diese Lösung Deutschland überfordern würde. Sie würden die Glaubwürdigkeit der EZB anzweifeln. Und sie würden auf die großen Risiken dieser Politik hinweisen. Die Bazooka-Lösung ist ein Rohrkrepierer.“ (Reuters)Neuer Showdown im amerikanischen Kongress um Sozialabgaben
Wenige Tage vor Ablauf einer entscheidenden Frist gibt es im amerikanischen Kongress einen neuen schweren Konflikt um die Höhe der Sozialabgaben. Die Republikaner sperren sich gegen einen Beschluss des Senats, eine nur noch bis Ende des Jahres geltende Reduzierung der Abgaben zunächst um zwei Monate zu verlängern und dann über eine längerfristige Lösung zu entscheiden.
Die Konservativen wollen erreichen, dass im Vermittlungsausschuss des Kongresses über eine Verlängerung der Erleichterungen um ein Jahr verhandelt wird. Gespräche über einen derartigen Zeitrahmen waren aber zuvor an massiven Differenzen zwischen Demokraten und Republikanern darüber gescheitert, wie die Erleichterungen finanziert werden sollen.
Ohne Verlängerung würden die Sozialabgaben am 1. Januar um zwei Prozentpunkte steigen. Rund 160 Millionen Arbeitnehmer der Mittelklasse hätten nächstes Jahr durchschnittlich etwa 1000 Dollar weniger in der Tasche. Mit seinem Nein würde das Abgeordnetenhaus zugleich auch eine erweiterte Zahlung von Arbeitslosenhilfe blockieren, die der Senat zuvor ebenfalls gebilligt hatte. (dpa-AFX)
Ungarns Parlament billigt Budget 2012
Das ungarische Parlament hat mit den Stimmen der rechts-konservativen Regierungsmehrheit das Budget für das Haushaltsjahr 2012 gebilligt. Es sieht Einnahmen in Höhe von 14,34 Billionen Forint (47,32 Milliarden Euro) und Ausgaben in Höhe von 14,92 Billionen Forint vor, berichtete die Nachrichtenagentur MTI. Das Defizit beträgt 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der Haushaltsentwurf musste vor der Abstimmung mehrfach umgeschrieben werden, weil Ungarn in den vergangenen Wochen wegen seiner umstrittenen Wirtschaftspolitik in Schwierigkeiten geraten war.
Insbesondere musste Wirtschaftsminister György Matolcsy die Wachstumsprognose von 1,5 auf 0,5 Prozent nach unten korrigieren. Auch musste er nach den jüngsten Abwertungen der Landeswährung Forint durch die Finanzmärkte den Wechselkurs zum Euro neu ansetzen. Das Budget für das kommende Jahr geht nun von einer Wechselkurs-Relation von 1:299 anstatt von 1:286 aus.
Im letzten Moment war somit ein Finanzierungsbedarf in Höhe von 320 Milliarden Forint zu decken. Die Mittel sollen durch den Rückgriff auf Reserven, die Verstaatlichung der Überreste der privaten Rentenversicherungen und die Erhöhung der Tabaksteuer aufgebracht werden. (dpa-AFX)
Preisauftrieb auf Erzeugerebene schwächt sich leicht ab
In Deutschland hat sich der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im November den Markterwartungen entsprechend leicht verringert. Auf Jahressicht seien die Erzeugerpreise um 5,2 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Im Oktober hatte die Rate noch bei 5,3 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich stiegen die Preise im November um 0,1 Prozent. Wie schon seit Monaten geht ein Großteil des Preisanstiegs auf den Energiebereich zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Energiepreise um 11,2 Prozent. Ohne diesen Effekt wären die Erzeugerpreise im November lediglich um 2,6 Prozent gestiegen. (dpa-AFX)Text: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
Bildmaterial: FAZ Helfert
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17.05.2012 09:39 Uhr
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