17. Mai 2012

Medienschau

Einkaufsmanagerindex in China deutet auf schrumpfende Wirtschaft hin – Wert aber besser als erwartet

17. Januar 2012 

Unternehmensnachrichten

Google enttäuscht Börse mit Quartalszahlen
Der Internet-Konzern Google hat trotz eines Umsatzsprungs und eines höheren Gewinns im vergangenen Quartal die Investoren enttäuscht. Die Aktie rutschte nachbörslich zeitweise um mehr als neun Prozent ab. Der Umsatz war im Schlussquartal 2011 auf 10,6 Milliarden Dollar gestiegen - ein Plus von 25 Prozent im Jahresvergleich. Es ist das erste Mal, dass Googles Quartalserlöse über zehn Milliarden Dollar liegen. Der Gewinn verbesserte sich aber nur von 2,54 auf 2,71 Milliarden Dollar, wie Google am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erwartungen der Marktexperten wurden mit den Zahlen verfehlt. Google verwies unter anderem auf hohe Investitionen in Rechenzentren und andere Infrastruktur. Das im Sommer gestartete Online-Netzwerk Google+ habe inzwischen 90 Millionen Mitglieder, gab Konzernchef Larry Page bekannt. Google konkurriert mit seinem sozialen Netzwerk mit dem weltweiten Marktführer Facebook, der bereits mehr als 800 Millionen Mitglieder hat. (dpa)
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Intel steigert Quartalsgewinn um sechs Prozent

Chiphersteller Intel hat im vierten Quartal ein Gewinnplus von sechs Prozent verbucht. Dabei wurde das Ergebnis noch davon getrübt, dass durch einen Lieferengpass bei Festplatten die Verkaufspotenziale für Computer nicht ganz ausgereizt werden konnten. Nach einem Gewinn von 3,18 Milliarden Dollar (2,46 Milliarden Euro) im vierten Quartal des Vorjahres wies Intel am Donnerstag einen Gewinn von 3,36 Milliarden Dollar für die Monate Oktober bis Dezember aus. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 21 Prozent von 11,5 auf 13,9 Milliarden Dollar. Analysten rechneten mit 13,7 Milliarden. (dapd)

Microsoft verdient wegen schwächerer PC-Verkäufe etwas weniger

Microsoft hat im abgelaufenen Quartal etwas weniger verdient. Schwächere PC-Verkäufe hätten das Geschäft mit dem Betriebssystem Windows belastet, erklärte der Google -Rivale am Donnerstagabend nach Börsenschluss. Der Software-Gigant verdiente netto 6,624 Milliarden Dollar nach 6,634 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Pro Aktie legte das Ergebnis aber um einen Cent zu auf 78 Cent. Grund waren weniger ausstehende Aktien im jüngsten Quartal. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 20,9 Milliarden Dollar. Die Aktien des Konzerns gewannen im nachbörslichen Handel ein Prozent. (Reuters)

IBM wächst mit Software und Dienstleistungen

Der Fokus auf Software und Dienstleistungen zahlt sich für den Technologie-Giganten IBM weiter aus. Im Schlussquartal 2011 waren die beiden Bereiche erneut die Wachstumstreiber. Insgesamt wuchsen die Konzernerlöse nach Rückgängen in anderen Sparten aber nur um 1,6 Prozent auf 29,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um 4,4 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar zu, wie IBM am Donnerstag nach Börsenschluss in Amerika mitteilte. Die Aktie legte nachbörslich zeitweise um fast vier Prozent zu. Beim Umsatz wurden die Erwartungen der Marktexperten verfehlt, beim Ergebnis dafür übertroffen. (dpa)

Ausgabefreudige Kunden spülen American Express mehr Geld in die Kasse

Die kräftig gestiegene Ausgabenfreude seiner Kunden hat American Express (AmEx) im vierten Quartal mehr Geld in die Kasse gespült. Die Erträge stiegen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in New York mitteilte. Die niedrigeren Zinsen wirkten dem Anstieg allerdings leicht entgegen, da die Kunden der eingeräumte Kredit weniger kostete.
Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 1,2 Milliarden Dollar. Das waren 12 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Je Aktie blieben 1,01 Dollar nach 0,88 Dollar hängen, ein Plus von 15 Prozent. Im nachbörslichen Handel sackten die AmEx-Titel dennoch um knapp anderthalb Prozent ab. Der Gewinn im vierten Quartal lag zwar leicht über den Markterwartungen, die Ertragsentwicklung enttäuschte allerdings. (dpa-AFX)

ThyssenKrupp-Chef Hiesinger legt erstmals seinen Bericht vor

Bei der ThyssenKrupp-Hauptversammlung am Freitag um 10.00 Uhr in Bochum wird der seit einem Jahr amtierende Konzernchef Heinrich Hiesinger erstmals den Aktionären seinen Bericht vorlegen. Der ehemalige Siemens-Manager hatte im Januar vergangenen Jahres den langjährigen Konzernchef Ekkehard Schulz abgelöst. Milliardenschwere Wertberichtigungen vor allem im Stahlgeschäft in Brasilien und Amerika dürften bei dem Aktionärstreffen für heftige Diskussionen sorgen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 20120/2011 (30.9.) ist das Unternehmen zudem mit einem Verlust von 1,8 Milliarden Euro tief in die roten Zahlen gerutscht. (dpa)

Finanzminister Hessens bei Börsenfusion weiter skeptisch – Presse

Der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch ist weiterhin skeptisch gegenüber der angestrebten Fusion von Deutscher Börse AG mit der NYSE Euronext. „Wir haben rechtliche Bedenken, die wir mit der Deutschen Börse diskutieren“, sagte der Minister dem Handelsblatt. Die Argumente des Dax-Konzerns seien bislang nicht überzeugend gewesen. Konkret geht es bei den Diskussionen um den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, den die Deutsche Börse mit der neu gegründeten Muttergesellschaft abschließen soll. Posch fürchtet außerdem einen zu großen Einfluss von NYSE Euronext auf den Dax-Konzern und den Finanzplatz Frankfurt. Man solle ruhig nach Frankreich schauen. „Nachdem die Euronext 2006 mit der NYSE fusionierte, ist die Bedeutung von Paris als Börsenstandort immer weiter geschwunden“, sagte Posch.
Ein Erfolg der angestrebten Fusion von Deutscher Börse und NYSE Euronext gilt ohnehin als immer unwahrscheinlicher. Im Blick steht dabei vor allem die ablehnende Haltung der EU-Wettbewerbskommission in Brüssel. Aber auch die hessische Börsenaufsicht, die dem Wirtschaftsminister untersteht, hat in der Vergangenheit Bedenken geäußert. Zu einer endgültigen Entscheidung will der Wirtschaftsminister kommen, nachdem die EU-Wettbewerbskommission ihr Urteil gefällt hat. (Dow Jones)
Sammelklage von amerikanischen Frauen gegen Wal-Mart wegen Diskriminierung

Eine Gruppe von Frauen im amerikanischen Bundesstaat Texas hat den Handelskonzern Wal-Mart wegen Diskriminierung verklagt. Die Anwälte der Frauen reichten am Donnerstag an einem Bundesgericht in Texas eine Sammelklage gegen die Supermarkt-Kette ein, weil sie sich gegenüber ihren männlichen Kollegen benachteiligt fühlten. Einer Mitteilung zufolge wurden die weiblichen Angestellten schlechter bezahlt als die Männer.
Es ist das zweite Mal seiner einer Entscheidung des Obersten amerikanischen Gerichts zu Wal-Mart, dass auf regionaler Ebene gegen den Konzern geklagt wird. Im Oktober war eine Klage an einem Bundesgericht in North Carolina eingereicht worden. Der Supreme Court in Washington hatte im Juni 2011 eine historische Diskriminierungsklage von 1,5 Millionen Frauen gegen Wal-Mart abgelehnt. Das Gericht legte zugleich strengere Maßstäbe für Klagen gegen Arbeitgeber fest. (AFP)

Ikea mit Rekordgewinn - trautes Heim in Krisenzeiten gefragt

Der Möbelkonzern Ikea hat trotz weltweiter wirtschaftlicher Unsicherheit einen Rekordgewinn erzielt. Die internationale Ikea-Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2011 (31. August) 2,97 Milliarden Euro Reingewinn - ein Plus von 10,3 Prozent. Der Umsatz stieg um 6,9 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
In unsicheren Zeiten konzentrierten sich die Menschen auf ihr Heim, sagte der internationale Ikea-Chef Mikael Ohlsson in Brüssel der Nachrichtenagentur dpa. „Wir wissen, dass das Zuhause der wichtigste Ort auf der Welt ist.“ Den Gewinnsprung führte er auf den gestiegenen Absatz sowie auf interne Einsparungen zurück. Ikea eröffnete sieben neue Möbelhäuser und betreibt nun 287 Läden in 26 Ländern.
Das Wachstum habe sich gleichmäßig auf die Märkte Deutschland, Amerika, Russland und China verteilt, sagte Ohlsson. Deutschland ist mit 15 Prozent des Umsatzes wichtigster Einzelmarkt für das Möbelhaus mit schwedischen Wurzeln. Der nicht börsennotierte Konzern wird von einer Holding in den Niederlanden gelenkt. (dpa)

Petroplus will mindestens eine Raffinerie verkaufen

Der hoch verschuldete Raffineriebetreiber Petroplus peilt einen Verkauf von mindestens einem seiner fünf Werke an. Für die Raffinerie im französischen Petit Couronne will der Schweizer Konzern nach Angaben vom Freitag nach Beratungen mit den Betriebsräten einen Verkaufsprozess einleiten. Petroplus werde auch sämtliche anderen Optionen in Erwägung ziehen. Zudem prüfe Petroplus für die Werke in belgischen Antwerpen und im Schweizer Cressier strategische Alternativen.
Dazu gehörten auch Verkäufe. Dieser Prozess solle in den kommenden Monaten abgeschlossen werden. Cressier ist gegenwärtig stillgelegt, in den Raffinerien in Petit Couronne und Antwerpen behinderten Streiks den Betrieb. Petroplus verhandelt früheren Angaben zufolge mit den Banken über einen kurz nach Weihnachten gesperrten Kredit über eine Milliarde Dollar. Parallel dazu verhandelt der größte unabhängigen Ölverarbeiter mit einer dritten Partei über die Lieferung von Rohöl für die Anlagen im bayerischen Ingoldstadt und in Coryton in Großbritannien. (Reuters)

Air Berlin peilt schwarze Zahlen für 2013 an

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin peilt nächstes Jahr wieder die Gewinnzone an. „2013 wollen wir in den schwarzen Zahlen sein“, sagte Airline-Chef Hartmut Mehdorn der „Financial Times Deutschland“ (Freitagsausgabe). Für dieses Jahr hat das Unternehmen noch keine Prognose abgegeben. (Reuters)
 

Wirtschaftsnachrichten

Chinas industrielle Aktivität sinkt im Januar erneut – Agentur
Die industrielle Aktivität in China hat im Januar zum dritten Mal in Folge abgenommen. Der Einkaufsmanagerindex von HSBC lag in erster Veröffentlichung bei 48,8 Punkten und damit nur leicht über dem Vormonatsniveau von 48,7, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet. Indexstände über 50 Punkten zeigen eine Expansion der Aktivität an. Das endgültige Ergebnis wird am 11. Februar veröffentlicht. HSBC zufolge deutet der Indexstand darauf hin, dass die People’s Bank of China weitere Lockerungsmaßnahmen für notwendig halten könnte. (Dow Jones)

Hohe Energiepreise lassen Erzeugerpreise stark ansteigen - Höchster Anstieg seit 1982

Die hohen Energiekosten haben die Preise von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen im vergangenen Jahr in Deutschland so stark ansteigen lassen wie seit fast 30 Jahren nicht. Die sogenannten Erzeugerpreise waren 2011 im Jahresdurchschnitt um 5,7 Prozent höher als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Das sei der höchste Anstieg seit 1982. Ohne Berücksichtigung der Energiekosten wären die Erzeugerpreise demnach nur um 3,5 Prozent angestiegen.
Teurer wurden vor allem Metalle, deren Preis um 9,2 Prozent anstieg. Auch bei Nahrungsmitteln war der Anstieg mit 6,0 Prozent groß. Die Erzeugerpreise geben die Preisentwicklung von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen wieder, die in Deutschland hergestellt und im Inland verkauft werden. Die Produzenten dieser Güter gehören zum verarbeitenden Gewerbe, zur Energie- und Wasserwirtschaft sowie zum Bergbau. (AFP)

Banken reichen Kapitalpläne bei Aufsicht ein

Sechs Wochen nach dem Stresstest der Bankenaufsicht EBA erklären Europas Banken ihren nationalen Aufsehern heute (Freitag), wie sie Kapitallücken schließen wollen. In Deutschland werden unter anderen Commerzbank und Deutsche Bank ihre Pläne bei der Finanzaufsicht Bafin einreichen. Die Commerzbank, bei der die EBA mit 5,3 Milliarden Euro die größte Kapitallücke der deutschen Institute ausgemacht hatte, hatte bereits am Donnerstag ihren Plan veröffentlicht. Das Institut will das Loch ohne erneute Staatshilfe stopfen. Die Deutsche Bank hatte bereits im Dezember deutlich gemacht, dass sie die Anforderungen der Regulierer aus eigener Kraft erfüllen wird.
Die EBA verlangt von den Instituten bis zum 30. Juni 2012 eine harte Kernkapitalquote von 9,0 Prozent als Puffer für Krisenzeiten. Insgesamt fehlen sechs deutschen Banken nach den EBA-Daten 13,1 Milliarden Euro. Kapitalbedarf machten die Aufseher auch bei der genossenschaftlichen DZ Bank sowie den Landesbanken Helaba, WestLB und NordLB aus. (dpa)

Bankenverband - Gläubiger-Verhandlungen in Athen produktiv

In die Verhandlungen mit Griechenland über einen freiwilligen Anleihentausch ist nach Angaben der Gläubiger Bewegung gekommen. Die Diskussionen seien produktiv abgelaufen, teilte der Bankenverband IIF am Donnerstag mit. Am Freitag sollen die Verhandlungen erneut aufgenommen werden. Weitere Details wurden nicht genannt. Mit den Beratungen Vertraute hatten Reuters zuvor von festgefahrenen Verhandlungen berichtet. Hauptstreitpunkt sind die Zinsen, die das Land für die neuen Papiere zahlen soll, die im Rahmen eines Anleihentauschs an die Investoren ausgegeben werden sollen. Griechenland habe einen Zinskupon in Höhe von 3,5 Prozent angeboten, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person. Die Gläubiger winkten aber ab und forderten mindestens vier Prozent.
Für Griechenland steht viel auf dem Spiel: Es erhofft sich rund 100 Milliarden Euro Entlastung aus dem angestrebten 50-prozentigen Forderungsverzicht seiner privaten Gläubiger. (Reuters)


Text: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
Bildmaterial: FAZ Helfert

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