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Blick auf den Finanzmarkt
Einigung in Amerika treibt Dax auf Hoch seit 2008
02. Januar 2013 Nach der Kompromisslösung im amerikanischen Haushaltsstreit ist der Dax am Mittwoch mit deutlichen Gewinnen in das neue Jahr gestartet und auf den höchsten Stand seit Januar 2008 gesprungen. Der deutsche Leitindex zog um 1,8 Prozent auf 7749,7 Punkte an. Im vorbörslichen Handel hatte er sogar kurz die Marke von 7800 Punkten gerissen. Der M-Dax kletterte an diesem Morgen um 1,7 Prozent auf 12.116,4 Punkte. Der Tec-Dax stieg um 1,1 Prozent nach auf 836,8 Punkte.
Das amerikanische Repräsentantenhaus hatte am Dienstagabend (Ortszeit) einer Kompromissvorlage des Senats zugestimmt. Damit werden massive Steuererhöhungen für Millionen Amerikaner zum Jahresanfang in letzter Minute abgewendet. Experten hatten einen Rückfall der Vereinigten Staaten in eine Rezession befürchtet - mit negativen Folgen für die globale Konjunktur. „Im Haushaltsstreit hat man den Kompromiss wirklich in letzter Sekunde eingebucht“, schrieb Analystin Sarah Brylewski vom Broker Gekko Global Markets.
Deutsche Anleihen verlieren nach Kompromiss im amerikanischen Haushaltsstreit
Am Markt für deutsche Staatsanleihen sind die Kurse am Mittwoch nach dem Kompromiss im amerikanischen Haushaltsstreit mit starken Verlusten in den ersten Handelstag des neuen Jahres gestartet. Händler erklärten den schwachen Auftakt für die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen mit einer größeren Risikobereitschaft der Anleger. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am Morgen um 0,6 Prozent auf 144,8 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um 7 Punkte auf 1,38 Prozent.
In den Vereinigten Staaten sei der Sturz von der Fiskalklippe „zunächst vermieden worden“, sagte Dirk Gojny von der National-Bank in Essen. Das Jahr 2013 hat am deutschen Anleihemarkt „im risk-on Modus begonnen“. Allerdings sollte der in den Vereinigten Staaten erreichte Kompromiss nicht darüber hinweg täuschen, dass die amerikanische Politik noch viele weitere Steine aus dem Weg räumen muss, sagte Gojny weiter.
Im weiteren Handelsverlauf dürften auch wichtige Konjunkturdaten aus der Eurozone Beachtung finden, so Gojny. Die finalen Zahlen zur Stimmung der Einkaufsmanager „waren in der Vergangenheit schon mal für Überraschungen gut“. Am interessantesten dürften aber Daten zur Stimmung von amerikanischen Einkaufsmanagern im verarbeitenden Gewerbe am Nachmittag sein. Außerdem werde Deutschland bei der Aufstockung von Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren am späten Vormittag „ein paar Basispunkte mehr zahlen dürfen“, so Gojny. Eine Versteigerung von Geldmarktpapieren in Frankreich dürfte seiner Einschätzung nach am Nachmittag „problemlos verlaufen“.
Euro profitiert vom Kompromiss im amerikanischen Haushaltsstreit
Der Euro hat am Mittwoch nach dem Kompromiss im amerikanischen Haushaltsstreit kräftig zugelegt. In der vergangenen Nacht sprang der Kurs der Gemeinschaftswährung über die Marke von 1,32 Dollar und stieg in der Spitze bis knapp unter 1,33 Dollar. Im weiteren Handelsverlauf fiel der Euro wieder etwas zurück, und er stand am Morgen bei 1,3287 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montag auf 1,3194 (Freitag: 1,3183) Dollar festgesetzt.
Die Einigung auf einen Kompromiss im amerikanischen Haushaltsstreit sorge für mehr Risikobereitschaft bei den Anlegern, hieß es von Händler. In den vergangenen Handelstagen hatten Investoren wegen drohender Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in den Vereinigten Staaten (“Fiskalklippe“) noch den „sicheren Hafen“ Dollar gesucht. Nach der Einigung werde am Devisenmarkt wieder stärker in den Euro investiert, hieß es weiter. In der vergangenen Nacht stimmten 257 Abgeordnete in dem von Republikanern beherrschten Repräsentantenhaus einem Kompromiss im Haushaltsstreit zu, den zuvor bereits der Senat mit großer Mehrheit verabschiedet hatte. 167 Abgeordnete votierten dagegen. Damit wurden massive Steuererhöhungen für Millionen Amerikaner zum Jahresanfang in letzter Minute abgewendet. Mit der Einigung sei ein möglicher Absturz der amerikanischen Wirtschaft in die Rezession vermieden worden, sagten Händler.
Asiens Börsen im Höhenflug nach Ende von amerikanischem Etatstreit
Die Börsen in Asien haben am Mittwoch mit einem Höhenflug auf das Ende des amerikanischen Haushaltsstreits reagiert. Der MSCI-Asien-Pazifik-Index, der alle Börsen außer der in Japan zusammenfasst, legte um 1,9 Prozent zu. Die Tokioter Börse blieb wegen eines Feiertages geschlossen. Der Leitindex der Hongkonger Börse gewann mehr als 2 Prozent, der südkoreanische Kospi-Index legte 1,7 Prozent zu. In Australien stiegen die Aktien auf den höchsten Wert seit 19 Monaten.
Händler sahen die Einigung in den Vereinigten Staaten mit Erleichterung. Denn ohne die Verständigung wären automatisch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft getreten. Das hätte die Gefahr einer Rezession in Amerika und damit massive Auswirkungen für die Weltwirtschaft bedeutet. Das Repräsentantenhaus in Washington wandte dies allerdings in letzter Minute ab. In der Nacht zum Mittwoch stimmte es nach stundenlangen Verhandlungen für einen Kompromissvorschlag des Senats, der viele automatisch in Kraft getretene Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen aufhebt. Allerdings werden zahlreiche Sparmaßnahmen mit einem Volumen von mehr als einer Billion Dollar zunächst nur um zwei Monate verschoben, so dass neuer Streit im Kongress programmiert ist. Die Einigung galt trotzdem als Sieg für Präsident Barack Obama, da die Republikaner insbesondere bei der Besteuerung von reichen Amerikanern Zugeständnisse machen mussten.
Nachbörse Nyse: Zuversicht treibt amerikanische Aktien-Futures
Etwas leichter präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Montag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 0,85 Punkte auf 2660,08 Zähler.
Die amerikanischen Aktien-Futures haben am Montag im nachbörslichen amerikanischen Handel leicht zugelegt, nachdem sich ein Kompromiss zwischen Republikanern und Demokraten im amerikanischen Fiskalstreit abzeichnete. Die Futures für den S&P-500-Index kletterten um 0,3 Prozent. Futures auf den Dow-Jones-Index stiegen um 0,1 Prozent. Bei Einzelwerten kam es am letzten Handelstag des Jahres zu keinen nennenswerten Kursbewegungen mehr.
Wall Street beendet Tag, Monat und Jahr im Plus
Die amerikanischen Aktienmärkte haben das Jahr auf Tages-, Monats- und Jahressicht im Plus abgeschlossen. Am Montag war weiter der Haushaltsstreit in Washington zentrales Thema an den Börsen in New York. Hier deutete sich zu Börsenschluss laut Präsident Barack Obama wenigstens eine teilweise Einigung an. Händler sprachen von einem sehr dünnen Geschäft. Der Dow-Jones-Index schloss bei 13.104 Punkten 1,3 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.883 und 13.109 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1426 Zählern 1,7 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 2 Prozent und schloss bei 3019 Punkten. Auf Monatssicht stieg der Dow um 0,6 Prozent, der S&P um 0,7 Prozent und die Nasdaq um 0,3 Prozent. Deutlich fielen die Gewinne für das Gesamtjahr aus: Der Dow legte um 7,3 Prozent zu, der S&P 13,4 Prozent und die Nasdaq 15,9 Prozent.
Im zähen Ringen um die künftige amerikanische Haushaltspolitik haben auch die Mitglieder des amerikanischen Repräsentantenhauses in Washington am frühen Morgen deutscher Zeit den Kompromissvorschlag des Senats angenommen. Damit werden massive Steuererhöhungen für Millionen Amerikaner zum Jahresanfang in letzter Minute abgewendet. Die Vereinbarung, die die meisten der drohenden Steuererhöhungen aushebelt und geplante Ausgabenkürzungen verschiebt, lässt aber eine Reihe von Fragen offen und dürfte auch weiterhin für erheblichen Zank zwischen den beiden großen Parteien in den Vereinigten Staaten sorgen. Experten hatten einen Rückfall der Vereinigten Staaten in eine Rezession befürchtet - mit negativen Folgen für die globale Konjunktur. 257 Abgeordnete in der von Republikanern beherrschten Parlamentskammer stimmten der Vorlage zu, die der Senat bereits zuvor mit großer Mehrheit verabschiedet hatte. 167 Abgeordnete votierten dagegen.
Amerikanische Anleihen verlieren überwiegend
Die Kurse von amerikanischen Staatsanleihen sind am Montag zu Handelsbeginn überwiegend gesunken. Marktteilnehmer machten für die Entwicklung Hoffnungen verantwortlich, die führenden amerikanischen Politiker könnten sich noch rechtzeitig auf ein Maßnahmenpaket zur Umschiffung der Fiskalklippe einigen, was sie am frühen Morgen deutscher Zeit auch taten. Dies dämpfe den Appetit der Anleger auf Anleihen als „sicherer Hafen“.
Zweijährige Anleihen legten um 1/32 Punkte auf 99 24/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 0,243 Prozent. Fünfjährige Papiere gaben um 1/32 Punkte auf 100 4/32 Punkte nach und rentierten mit 0,721 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verloren 4/32 Punkte auf 99 4/32 Punkte. Sie rentieren mit 1,720 Prozent. Lang laufende Anleihen mit einer Laufzeit von dreißig Jahren rutschten um 18/32 Punkte auf 97 Punkte ab. Ihre Rendite betrug 2,900 Prozent.
Text: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
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23.05.2013 17:35 Uhr
| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Merck | 123,90 € | +0,32% |
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| Beiersdorf | 70,21 € | −0,68% |
| E.ON | 13,23 € | −0,82% |
| Fresenius | 95,35 € | −1,03% |
| Daimler | 48,05 € | −3,31% |
| Dt. Bank | 35,94 € | −3,35% |
| Allianz | 117,60 € | −3,45% |
| Infineon | 6,38 € | −3,61% |
| COMMERZBANK AG | 7,86 € | −6,12% |
24.05.2013 04:09 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 8.351,98 | −2,10% |
| FAZ-INDEX | 1.749,80 | −2,04% |
| TecDAX | 960,99 | −1,52% |
| MDAX | 13.984,50 | −1,92% |
| SDAX | 5.935,67 | −1,40% |
| REX | 445,09 | +0,05% |
| Eurostoxx 50 | 2.776,78 | −2,05% |
| F.A.Z. EURO | 91,32 € | −2,20% |
| Dow Jones | 15.294,50 | −0,08% |
| Nasdaq 100 | 2.991,45 | −0,26% |
| S&P500 | 1.650,51 | −0,29% |
| Nikkei225 | 14.484,00 | −7,32% |
| EUR/USD | 1,2917 | −0,12% |
| Rohöl Brent Crude | 102,41 $ | −0,24% |
| Gold | 1.386,00 $ | +0,05% |
| Bund Future | 144,51 € | +0,15% |
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Highlights
24.05.2013 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.386,00 $ | +0,05% |
| Silber | 22,47 $ | −0,66% |
| Platin | 1.458,00 $ | −0,48% |
| Palladium | 736,00 $ | −2,13% |
| Rohöl Brent Crude | 102,41 $ | −0,24% |
| Gas | 0,66 £ | −0,05% |
| Kaffee | 1,29 $ | −2,90% |
| Zucker | 0,17 $ | −1,66% |
| Orangensaft | 1,46 $ | +2,59% |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | --% |
| AMEX OIL | 1.151,96 | --% |
| Rogers International | 24,14 | +0,50% |
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23.05.2013 17:59 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| FAZ-INDEX | 1.749,80 | −2,04% |
| F.A.Z. BANKEN EUR | 601,91 € | −3,88% |
| F.A.Z. VERSICHERU... | 21.029,60 € | −2,81% |
| F.A.Z. IT + ELEKT... | 4.084,82 € | −1,80% |
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