17. Mai 2012

Medienschau

EU-Gipfel einigt sich auf Schuldenschnitt für Griechenland

Unternehmensnachrichten

21. September 2011 

BASF verdient im dritten Quartal operativ weniger

Der Ausfall libyscher Ölförderanlagen hat beim weltgrößten Chemiekonzern BASF im dritten Quartal zu einem Rückgang des operativen Gewinns geführt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Ebit) und Sondereffekten sei in dem Zeitraum Juli bis September um 11,3 Prozent auf 1,964 Milliarden Euro gesunken. Analysten waren im Schnitt von einem operativen Gewinn vor Sonderposten in Höhe von 1,917 Milliarden Euro ausgegangen, nach 2,213 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Ohne den Produktionsausfall in Libyen hätte das Ebit vor Sondereinflüssen über dem Wert des Vorjahresquartals gelegen, hieß es weiter.
Unter dem Strich blieben in diesem Quartal 1,192 Milliarden Euro, nach 1,245 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 11,6 Prozent auf 17,607 Milliarden Euro. BASF profitierte unter anderem von dem Kauf des Spezialchemiekonzerns Cognis. Für das Gesamtjahr 2011 peilt BASF weiterhin ein neues Spitzenergebnis an. Die Ludwigshafener erwarten ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Ebit) und Sondereinflüssen sowie einen Umsatz deutlich über dem Vorjahr. Bei der Prognose rechnet BASF den Ausfall der Ölförderung in Libyen heraus. (dpa-AFX)
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Daimler spürt im dritten Quartal leichten Dämpfer

Die abkühlende Konjunktur und Anlaufkosten für neue Fahrzeuge haben dem Autobauer Daimler im dritten Quartal einen leichten Dämpfer versetzt. Unter dem Strich blieb den Schwaben in den Monaten Juli bis September ein Gewinn von 1,36 Milliarden Euro. Vor einem Jahr waren es noch 1,61 Milliarden Euro gewesen. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank: 1,97 Milliarden Euro stehen 2,42 Milliarden Euro aus dem Vergleichsquartal gegenüber. Beim Umsatz legte Daimler aber kräftig zu. 26,4 Milliarden Euro Erlöse stehen 25,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum gegenüber. Der Autobauer bekräftigte nach Vorlage der Zahlen seine Prognose für das Gesamtjahr, wonach Ergebnis und Umsatz deutlich über den Vorjahreswerten liegen sollen. (dpa)

Bayer baut Gewinn überraschend deutlich aus

Florierende Agrarchemiegeschäfte haben dem Pharma- und Chemiekonzern Bayer im dritten Quartal einen überraschend deutlichen Gewinnsprung beschert. Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) sei um 8,5 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Leverkusener Unternehmen am Donnerstag mit. Analysten hatten lediglich mit 1,66 Milliarden Euro gerechnet. Mit dem bereinigten Umsatz, der um 4,8 Prozent auf 8,67 Milliarden Euro kletterte, erfüllte das Unternehmen die Erwartungen der Experten.
Gut lief es für Bayer im zurückliegenden Quartal auch im Pharmageschäft. In der Kunststoffsparte Material Science belasteten dagegen gestiegene Energie- und Rohstoffkosten das Ergebnis. Im vierten Quartal erwartet Bayer in dem Geschäftsbereich deshalb ein Ebitda vor Sondereinflüssen unter Vorjahresniveau.
Für den Gesamtkonzern bekräftigte Konzernchef Marijn Dekkers die Ziele. Der Betriebsgewinn soll demnach auf über 7,5 (2010: 7,1) Milliarden Euro steigen, beim Umsatz rechnet Dekkers - um Währungseinflüsse und Zu- und Verkäufe bereinigt - mit einem Plus von fünf bis sieben Prozent. (Reuters)

Gewinneinbruch bei Lufthansa

Anhaltend hohe Ölpreise und eine nachlassende Nachfrage nach Passagier- und Frachtflügen führten bei der Deutschen Lufthansa AG im dritten Quartal zu einem deutlichen Gewinneinbruch. Während der Umsatz noch um knapp 7 Prozent über Vorjahr gelegen habe, sei der operative Gewinn um 27 Prozent und der Nettogewinn um 21 Prozent zurückgegangen, teilte Deutschlands größte Airline am Donnerstag mit.
Analysten hatten diese Entwicklung befürchtet. Sie waren im Konsens allerdings von einem etwas höheren operativen Gewinn ausgegangen, hatten beim Nettoergebnis aber größere Rückgänge errechnet.
Dank eines wesentlich besser verlaufenen ersten Halbjahres konnte die Airline aber ihr operatives Ergebnis in der Neunmonatsbetrachtung auf ein Minus von knapp 6 Prozent begrenzen.
An der erst kürzlich reduzierten Prognose für das Gesamtjahr änderte der Vorstand nichts. Er rechnet 2011 bei einem Anstieg des Umsatzes mit einem operativen Gewinn im oberen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Wegen des schwachen Vorausbuchungen reduzierte Lufthansa die für 2012 geplante Kapazitätsausweitung im Passagiergeschäft auf 3 Prozent nach zuvor 9 Prozent. Im Frachtgeschäft soll das Angebot flexibel an die Nachfrage angepasst werden. (Dow Jones)

Gewinn und Umsatz von Umsatz von Aixtron brechen ein

Der auf Leuchtdioden-Anlagen spezialisierte Maschinenbauer Aixtron hat im dritten Quartal einen überraschend heftigen Einbruch bei Umsatz und Gewinn erlitten. Unter dem Strich kam Aixtron nur noch auf eine schwarze Null, wie das lange Zeit vom Erfolg verwöhnte Unternehmen am Donnerstag in Aachen mitteilte. Die Investitionen der für Axitron immens wichtigen asiatischen LED-Hersteller hätten im dritten Quartal unerwartet stark nachgelassen, hieß es vom Vorstand. Neben der geringen Auslastung drückten zudem nachteilige Währungseffekte auf den Gewinn. An der erst im September zusammengestrichenen Prognose hielt das Unternehmen fest.
Um die Margen angesichts der niedrigen Umsätze zu retten, seien bereits Maßnahmen zur sofortigen Kostenreduzierung getroffen worden, sagte Vorstandschef Paul Hyland. Dazu nutze Aixtron seine operative Flexibilität. Nähere Details nannte er nicht. (dpa-AFX)

Umsatz und Gewinn von Wirecard steigen

Der Zahlungsabwickler Wirecard sieht sich nach einem Gewinn- und Umsatzanstieg im dritten Quartal weiter auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Der Umsatz stieg im Zeitraum Juli bis Oktober um 19,6 Prozent auf 84,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag überraschend mitteilte. Im gleichen Zeitraum stieg der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 21,4 Prozent auf 23,3 Millionen Euro.
Für das Geschäftsjahr 2011 bestätigt der Vorstand seine Prognose, einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 81 und 89 Millionen Euro zu erzielen. Der vollständige Bericht für das dritte Quartal 2011 werde am 17. November 2011 veröffentlicht, hieß es weiter. (dpa-AFX)

Vossloh von Projektverzögerungen belastet

Projektverzögerungen in China und Russland haben dem Bahntechnikhersteller Vossloh auch im dritten Quartal den erwarteten Umsatz- und Gewinnrückgang beschert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) halbierte sich nahezu auf 23,5 Millionen Euro, die Erlöse schrumpften um 8 Prozent auf 302,4 Millionen Euro, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Quartalsbericht hervorgeht. Der Konzernüberschuss sank auf 12 Millionen Euro von 25,2 Millionen Euro ein Jahr zuvor.
Nach zwei Prognosesenkungen im zurückliegenden Vierteljahr hatten die von Dow Jones Newswires befragten Analysten mit Werten in dieser Größenordnung gerechnet. Das Unternehmen aus dem sauerländischen Werdohl bekräftigte seine gesenkten Ziele, wonach der Umsatz in diesem Jahr bei rund 1,2 Milliarden Euro und das Ebit bei 90 Millionen bis 100 Millionen Euro liegen sollen. Nach neun Monaten sind davon 864 Millionen Euro oder 68 Millionen Euro erreicht. (Dow Jones)

Rhön-Klinikum steigert Gewinn

Der private Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat nach einem Umsatz- und Gewinnplus in den ersten neun Monaten seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Von Januar bis September stieg der Überschuss vor Minderheiten um 12,2 Prozent auf 120,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 6,7 Prozent auf 243,8 Millionen Euro zu und lag damit leicht unter den Erwartungen von Analysten. Der Umsatz profitierte von höheren Patientenzahlen. Rhön wies hier ein Plus von rund drei Prozent auf 1,96 Milliarden Euro aus.
Für 2011 erwartet Konzernchef Wolfgang Pföhler ohne die Berücksichtigung weiterer Zukäufe unverändert ein Umsatzplus von vier Prozent auf etwa 2,65 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) soll auf 340 Millionen Euro und der Konzerngewinn vor Minderheiten auf 160 Millionen Euro steigen. Überschuss und Ebitda können in einer Bandbreite von plus/minus fünf Prozent um diesen Wert schwanken. (dpa-AFX)

Gildemeister übertrifft Gewinnerwartungen

Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister blickt nach einem unerwartet kräftigen Gewinnsprung im dritten Quartal mit unveränderter Zuversicht auf das laufende Jahr. Der Umsatz legte um 27 Prozent auf 419,7 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag in Bielefeld mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdoppelte sich nahezu auf 34 Millionen Euro. Vor Steuern waren es noch 26,6 Millionen und unter dem Strich 18,1 Millionen Euro. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten bei diesen Werten teils mit deutlich geringeren Zuwächsen gerechnet. Das Plus beim Auftragseingang um fast die Hälfte auf 540,7 Millionen Euro blieb hingegen hinter den Schätzungen zurück.
Der Vorstand bekräftigte den Ausblick. Die Jahresprognose für den Auftragseingang hatten die Ostwestfalen im September auf mehr als 1,9 Milliarden Euro angehoben. Beim operativen Gewinn (Ebit) will der unter Vollast laufende Konzern laut früheren Aussagen von Vorstandschef Rüdiger Kapitza in diesem Jahr die 100 Millionen-Euro-Marke knacken. In der Mitteilung war von deutlichen Zuwächsen bei den Gewinnkennzahlen die Rede. Für den Umsatz liegt die Prognose weiterhin bei mehr als 1,6 Milliarden Euro. Auch im kommenden Jahr rechnen die Bielefelder angesichts gut gefüllter Auftragsbücher und und positiver Branchenprognosen mit einer stabilen Geschäftsentwicklung. (dpa-AFX)

Software AG bekräftigt Prognose

Die Software AG hat im dritten Quartal ihren Überschuss dank der Ergebniswende im Beratungsgeschäft und der geringeren Zinslast leicht gesteigert. Unterm Strich erhöhte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal von 45,6 auf 46,6 Millionen Euro, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zudem bekräftigten die Darmstädter die Jahresprognose. Wegen der Ausrichtung auf margenstarke Projekte rechnet die Software AG für das Gesamtjahr mit einer Steigerung der Ebit-Marge um etwa 2 Prozentpunkte auf 26 Prozent. Andererseits erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum von währungsbereinigt 2 bis 5 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern werde um 10 bis 15 Prozent über dem Vorjahreswert von 175,6 Millionen Euro liegen. (dpa)

Takkt profitiert von starkem Deutschland-Geschäft

Trotz der zunehmend unsicheren Konjunkturaussichten seit Mitte des Jahres hat sich das Geschäft bei der Takkt weiter positiv entwickelt. Der auf Büroausstattung spezialisierte Versandhändler hat im dritten Quartal vor allem dank eines anhaltend starken Deutschlandgeschäfts Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Nettoergebnis stieg auf 16,4 (Vorjahr: 11,2) Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 26 Prozent auf 216 Millionen Euro, was einem organischen Wachstum von 5,7 Prozent entspricht.
„Wir profitieren von unseren intern angestoßenen Wachstumsinitiativen und entwickeln uns dadurch besser als die Gesamtwirtschaft“, sagte der Vorstandsvorsitzende Felix A. Zimmermann. „Wesentlicher Umsatz- und Ertragsmotor bleibt dabei das anhaltend starke Deutschlandgeschäft.“
Takkt bekräftigte ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Für 2011 erwartet das SDax-Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von rund 6 Prozent und eine Ebitda-Marge von 14 Prozent. Damit läge sie in der oberen Hälfte des langfristigen Zielkorridors von 12 bis 15 Prozent. (Dow Jones)

Comdirect hebt Ergebnisziel an

Verstärkte Tradingaktivitäten der Kunden und das höhere Geldmarktzinsniveau haben den Gewinn der comdirect bank AG im dritten Quartal angetrieben. Die daraus erwachsene Zuversicht schlägt sich in einer auf „mindestens 95 Millionen Euro“ angehobene Prognose für das Vorsteuerergebnis nieder. Bislang hatte der Online-Broker angekündigt, im Gesamtjahr den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2007 von 90,5 Millionen Euro übertreffen zu wollen. 2010 waren es 80,9 Millionen Euro.
Nach neun Monaten hat die Direktbank bereits 78,6 (63,0) Millionen Euro erreicht, alleine im dritten Quartal verdiente sie vor Steuern mit 28,2 Millionen Euro rund ein Drittel mehr. Unterm Strich verdiente sie im Quartal 20,5 (15,4) Millionen Euro. (Dow Jones)

KWS Saat legt 2010/11 bei Umsatz und Gewinn stark zu

Dank einer guten Nachfrage nach Saatgut hat KWS Saat Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2010/11 kräftig erhöht. Der Ausbau des operativen Geschäfts und geringere Wertberichtigungen auf Forderungen und Vorräte ließen das Ebit um 41,5 Prozent auf 116,6 Millionen Euro steigen. Der Umsatz legte um 13,4 Prozent auf 855,4 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen aus Einbeck am Donnerstag mitteilte. Im kommenden Jahr rechnet der Saatgut-Produzent jedoch mit einer nachlassenden Dynamik. Das Umsatzwachstum werde voraussichtlich nurmehr 5 Prozent betragen. (dpa-AFX)

Axa bekräftigt nach Einnahmenrückgang Ziele für 2015

Europas zweitgrößter Versicherer Axa hat für die ersten neun Monate des Jahres einen Rückgang der Einnahmen um 4,8 Prozent erlitten. Damit gingen diese auf 65,95 Milliarden Euro zurück, wie das Management am Donnerstag mitteilte. Das Unternehmen halte an seinen strategischen Zielen für 2015 fest, sich mehr auf Gewinne und weniger auf Geschäftsvolumina zu konzentrieren, sagte Finanzchef Gerald Harlin. (Reuters)

Michelin bekräftigt Jahresumsatzprognose

Der Continental-Konkurrent Michelin rechnet weiter mit einem spürbaren Umsatzplus im laufenden Jahr. Der Erlösanstieg dürfte bei acht Prozent liegen und das operative Ergebnis „substanziell“ über dem Vorjahreswert, bekräftigte der französische Reifenhersteller frühere Aussagen. Im dritten Quartal war der Umsatz um 10,6 Prozent auf 5,141 Milliarden Euro gestiegen.
Für das gerade angelaufene Jahresviertel rechnet Michelin bei Lkw-Reifen mit einer anhaltenden Unsicherheit, vor allem in Europa. Die Entwicklung bei Pkw-und Kleinlaster-Bereifung hänge vom Winterreifen-Verkauf an Endverbraucher ab, hieß es in der Mitteilung weiter. Einzig bei Spezialreifen bleibt das Unternehmen sehr optimistisch. (dpa-AFX)

PPR wächst dank Luxus und Sport

Die Puma-Mutter Pinault-Printemps-Redoute (PPR) ist dank einer überdurchschnittlich guten Geschäftsentwicklung bei Luxusgütern und Sportartikeln auch im dritten Quartal gewachsen. Der Konzernumsatz habe sich um sieben Prozent auf 3,9 Milliarden Euro erhöht, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Das Luxus-Segment habe ein Erlösplus von 24,6 Prozent erzielt, die Sparte Sport & Lifestyle sei um 9,9 Prozent gewachsen. Für das Gesamtjahr 2011 erwartet Konzernchef Francois-Henri Pinault ein „nachhaltiges Umsatzwachstum und eine bessere finanzielle Entwicklung als im Vorjahr“. (dpa-AFX)

Visa steigert Quartalsgewinn

Der Finanzkonzern Visa hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal dank des häufigeren Einsatzes seiner Kreditkarten gesteigert. Der Konkurrent von Mastercard und American Express verdiente im vierten Quartal seines Geschäftsjahres 880 Millionen Dollar, was einer Zunahme um 14 Prozent entspricht. Die Einnahmen legten um 12,6 Prozent auf 2,38 Milliarden Dollar zu, wie das Unternehmen in San Francisco mitteilte. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Transaktionen um neun Prozent auf 13 Milliarden Dollar. Das Volumen legte um 13 Prozent zu. Investoren reagierten zunächst enttäuscht auf die Zahlen. Im nachbörslichen Handel gaben Visa-Aktien um zwei Prozent. (Reuters)

ABB verfehlt im dritten Quartal die Erwartungen

Der Anlagenhersteller ABB hat Umsatz und Gewinn im dritten Quartal gesteigert, jedoch die Erwartungen verfehlt. Mit einem Anstieg des Nettogewinns von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 790 Millionen Dollar blieb der Schweizer Konzern unter der Konsensschätzung von Analysten, die mit 843 Millionen Franken gerechnet hatten. Auch der Umsatz verfehlte trotz eines Anstiegs von 18 Prozent auf 9,34 Milliarden Franken die Durchschnittsprognose von 9,56 Milliarden Franken.
Vor allem im Geschäft mit frühzyklischen Produkten, zu denen elektrische Sicherungen und Schaltanlagen zählen, habe sich im dritten Quartal abgeschwächt, teilte ABB am Donnerstag mit. Der Auftragsbestand ist auf Jahressicht um 7 Prozent auf 28,49 Milliarden Dollar gestiegen. Niedrigere Kosten hätten in den Monaten Juli bis September den Preisdruck in der Sparte Energieerzeugung überkompensiert. (Dow Jones)

Logitech meldet sich mit Quartalsgewinn zurück

Der schweizerisch-amerikanische Computerzubehör-Hersteller Logitech schreibt nach dem Verlust im Vorquartal und zwei Gewinnwarnungen wieder schwarze Zahlen. Logitech erzielte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 einen Gewinn von 17 Millionen Dollar, wie das Unternehmen in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr hatte der Hersteller von Computer-Mäusen, -Tastaturen und -Webkameras noch einen Gewinn von 41 Millionen Dollar erzielt, im Vorquartal dagegen einen Verlust von rund 30 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg binnen Jahresfrist um ein Prozent auf 589 Millionen Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Gewinn von 16 Millionen und einem Umsatz von 583 Millionen Dollar gerechnet. Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Logitech die erst im September zurechtgestutzten Ziele für einen Umsatz von 2,4 Milliarden und einen operativen Gewinn von 90 Millionen Dollar. (Reuters)

Währungseffekte verhageln Vale das dritte Quartal

Der Kursrückgang der heimischen Währung Real hat dem brasilianischen Bergbaugiganten Vale das dritte Quartal verhagelt. Der weltgrößte Eisenerz-Produzent gab am Donnerstag einen um 18 Prozent auf 4,94 Milliarden Dollar niedrigeren Gewinn bekannt. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 6,49 Milliarden Dollar erwartet. Der Gewinnrückgang sei unter anderem das Ergebnis der Neubewertung von Auslandsverbindlichkeiten, die wegen der Real-Abschwächung deutlich gestiegen seien. (Reuters)

Hynix rutscht in die Verlustzone

Der koreanische Halbleiterhersteller Hynix hat im dritten Quartal wegen einer nachlassenden Chip-Nachfrage rote Zahlen geschrieben. Zudem machte dem Unternehmen die schwache Landeswährung Won zu schaffen, was im Ausland aufgenommenen Kredite verteuerte. Hynix verbuchte deshalb im Quartal einen Nettoverlust von 562,6 Milliarden Won (knapp 360 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte der Chiphersteller noch einen Rekordgewinn von 1 Billion Won erzielt.
Die Koreaner sehen noch kein Licht am Ende des Tunnels. Hynix kündigte an, dass Unsicherheit über die weltweite Konjunkturentwicklung eine anhaltend schwache Chip-Nachfrage zur Folge haben werde. Eine Ausnahme seien die Bauteile für mobile Geräte wie Smartphones und Tablet-Computer. Hier hofft Hynix auf einen Schub durch das Weihnachtsgeschäft. (Dow Jones)
France Telecom im dritten Quartal mit Gewinnrückgang
Die französische Telefongesellschaft France Telecom hat im dritten Quartal wegen Rückgängen im Heimatmarkt einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal von 4,26 auf 4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz sank geringfügig auf 11,3 Milliarden Euro. Mit beiden Kennzahlen blieb das Unternehmen leicht hinter den Erwartungen zurück. France Telecom versucht sich durch Verkäufe, von der schwachen Entwicklung in den europäischen Ländern abzukoppeln. Im Gegenzug wollen sich die Franzosen in afrikanischen Ländern einkaufen. (dpa-AFX)
 
 

Wirtschaftsnachrichten

EU-Gipfel einigt sich auf Schuldenschnitt für Griechenland

Nach zähen Verhandlungen haben sich die Staats- und Regierungschef der Währungsunion bei ihrem Krisengipfel am Donnerstag in den frühen Morgenstunden mit den Banken auf einen Schuldenschnitt für Griechenland geeinigt. Die freiwillige Übereinkunft sieht vor, dass Griechenland die Hälfte der Schulden erlassen wird. Zudem soll die Schlagkraft des Euro-Rettungsfonds auf 1 Billion Euro erhöht werden, um ein Übergreifen der Krise auf andere Länder zu verhindern.
Die Staats- und Regierungschefs vereinbarten, dass die wichtigsten europäischen Banken ihre Kernkapitalquote auf 9 Prozent erhöhen müssen. Für eine solche Stärkung ihrer Kapitaldecke brauchen die Banken etwa 106 Milliarden Euro.
Bereits vor dem Gipfel bestand die Übereinkunft, dass die Banken zuerst versuchen sollten, sich diese Mittel auf dem Kapitalmarkt zu beschaffen. Sollte dies nicht gelingen, müssten die Staaten helfen. Als letzte Instanz steht dann die EFSF bereit.
Nach Angaben der europäischen Bankenaufsicht EBA benötigen die griechischen Banken mit 30 Milliarden Euro das meiste Kapital. Dann folgen Spanien mit etwa 26 Milliarden Euro, Italien mit rund 15 Milliarden Euro und Frankreich mit 9 Milliarden Euro. Die Banken Portugals benötigen etwa 8 Milliarden Euro. Auf deutsche Banken entfallen rund 5 Milliarden Euro.
Die finanzielle Feuerkraft der EFSF soll um das Vier- bis Fünffache auf etwa 1 Billion Euro gesteigert werden, um andere Länder vor den Folgen des Schuldenschnitts abzuschirmen. Zudem sollen Schuldenbremsen in allen Eurostaaten eingeführt werden. (Dow Jones)

Bank of Japan stockt Wertpapierkäufe auf

Die Bank of Japan (BoJ) hat am Donnerstag beschlossen, ihre Wertpapierkäufe leicht aufzustocken, um mit dieser Lockerung der Geldpolitik den jüngsten Höhenflug des Yen abzubremsen. Das Wertpapierkaufprogramm werde um 5 Billionen auf 55 Billionen Yen erhöht, wie die Notenbank im Anschluss an ihre Ratssitzung mitteilte. Für den zusätzlichen Betrag von 5 Billionen Yen sollen Staatsanleihen gekauft werden. Zugleich beschlossen die Währungshüter, den Leitzins bei 0 Prozent bis 0,10 Prozent zu belassen. Am Dienstag hatte der Yen gegenüber dem Dollar ein neues Rekordhoch von 75,73 Yen verzeichnet, was die exportabhängige Wirtschaft Japans, die bereits von der verheerenden Katastrophe am 11. März schwer gebeutelt wurde, zusätzlich belastet. (Dow Jones)

Südkoreas Wirtschaftswachstum verlangsamt sich

Das Wachstum der südkoreanischen Wirtschaft hat sich im dritten Quartal 2011 verlangsamt. Weil die Verbraucher die Ausgaben weniger stark erhöhten als zuvor und die Unternehmen die Investitionen kürzten, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um saisonbereinigt 0,7 Prozent und wies damit das langsamste Wachstum seit dem vierten Quartal 2010 auf. Wie die Notenbank am Donnerstag weiter mitteilte, war im zweiten Quartal ein BIP-Plus von 0,9 Prozent verzeichnet worden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich das südkoreanische BIP im dritten Quartal wie bereits im zweiten Jahresviertel um 3,4 Prozent. (Dow Jones)

Neuseelands Zentralbank lässt Leitzins unverändert

Die neuseeländische Zentralbank hat ihren Leitzins am Donnerstag wie erwartet unverändert gelassen. Die Notenbank erklärte in dem Begleittext zum Zinsbeschluss, angesichts der anhaltenden ökonomischen und finanziellen Risiken sei es angebracht, die Geldpolitik unangetastet zu lassen. Die so genannte Official Cash Rate (OCR) liegt damit weiterhin bei 2,50 Prozent, wie die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) mitteilte. An den Finanzmärkten war mit diesem Beschluss gerechnet worden. Die neuseeländische Binnenwirtschaft wachse nur moderat, während sich das Geschäftsklima etwas eintrübt habe, erklärte die Zentralbank. (Dow Jones)

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Text: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.
Bildmaterial: FAZ Helfert

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