17. Mai 2012

Medienschau

Deutsche Bank schreibt überraschend Verluste

Unternehmensnachrichten

02. Februar 2012 

Deutsche Bank schreibt im vierten Quartal überraschend Verluste

Die Deutsche Bank hat Ende 2011 wegen der Euro-Schuldenkrise überraschend rote Zahlen geschrieben. Der Verlust vor Steuern im vierten Quartal betrug 351 Millionen Euro nach einem Gewinn von 707 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie das größte deutsche Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Milliardengewinn gerechnet. Die Schuldenkrise führte zu einer Flaute am Anleihemarkt, die das Kerngeschäft Investmentbanking massiv belastete. Die vom künftigen Co-Chef Anshu Jain geleitete Kapitalmarkt-Sparte schrieb einen Verlust von 422 Millionen Euro. Im Gesamtjahr verdiente das Institut vor Steuern 5,4 Milliarden Euro und will seinen Aktionären wie im Vorjahr 0,75 Euro je Aktie Dividende zahlen. Angepeilt hatte der scheidende Vorstandschef Josef Ackermann zehn Milliarden Euro Gewinn, aber wegen der Schuldenkrise war spätestens seit Herbst klar, dass dieses Ziel nicht mehr zu erreichen ist. (Reuters)

Naturkatastrophen sorgen bei Munich Re für Gewinneinbruch

Schwere Naturkatastrophen und die Finanzkrise haben beim weltgrößten Rückversicherer Munich Re für einen massiven Gewinneinbruch gesorgt. Das Konzernergebnis lag nach vorläufigen Berechnungen bei 710 Millionen Euroe. Vor einem Jahr war der Gewinn mit 2,43 Milliarden Euro noch fast dreieinhalb mal so hoch gewesen.
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„Ein Jahr wie 2011 haben wir noch nicht erlebt“, sagte Finanzvorstand Jörg Schneider. Es sei beachtlich, dass man unter diesen Umständen noch den erreichten Gewinn erzielt habe. Die Dividende soll trotz des Gewinneinbruchs mit 6,25 Euro stabil bleiben. Damit würde das Unternehmen 1,1 Milliarden Euro an seine Aktionäre ausschütten. Für 2012 erwartet die Munich Re, wieder an ihr früheres Gewinn-Niveau anknüpfen zu können. (dapd)

Sky Deutschland steigert Umsatz dank Neukunden kräftig

Dank der steigenden Kundenzahl ist der Umsatz des Bezahlsenders Sky Deutschland im Jahr 2011 kräftig gewachsen. Auch der operative Verlust konnte verringert werden. Die Anzahl der Kunden überschritt die Marke von 3 Millionen. Der Nettozuwachs von 359.000 Neukunden sei das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.
Die Erlöse kletterten nach vorläufigen Zahlen um 17 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro. Der operative Verlust verringerte sich um 42 Prozent und betrug 155 Millionen Euro. Doch das soll sich ändern: Zwar werde Sky Deutschland 2012 noch einen operativen Verlust einfahren, 2013 will der Konzern dann aber einen Gewinn ausweisen.
Mit neuen Finanzierungsmaßnahmen soll das Wachstum unterstützt werden. 2012 sollen Finanzmittel in Höhe von 300 Millionen Euro aufgenommen werden. Bis Ende März erwartet das Unternehmen Erlöse von 100 Millionen Euro entweder durch ein Bezugsrechtsangebot, eine Privatplazierung von maximal 10 Prozent der Namensaktien, ein Gesellschafterdarlehen oder eine Kombination aus diesen Maßnahmen. Der nächste Finanzierungsschritt soll dann bis Ende September erfolgen. Der Großaktionär News Corporation hat sich laut Sky Deutschland bereit erklärt, diese Finanzierungsmaßnahmen abzusichern. (Dow Jones)

Shell belastet von niedrigeren Gaspreisen und Produktionsstörungen

Niedrigere Gaspreise und niedrigere Raffineriemargen haben den Ölkonzern Shell im vierten Quartal belastet. Das Nettoergebnis fiel im Abschlussquartal um vier Prozent auf 6,50 Milliarden Dollar. Auf vergleichbarer Kostenbasis ergab sich ein Plus von 13 Prozent. Um Sonderposten bereinigt erzielte Shell einen Gewinn von 4,8 Milliarden Dollar (Vorjahr: 4,1), Analysten hatten jedoch ein höheres Ergebnis erwartet. Das vierte Quartal sei von einem starken Rückgang im Raffineriegeschäft und einem Rückgang der Erdgaspreise in Nordamerika geprägt gewesen, sagte Unternehmenschef Peter Voser. Als Dividende will Shell wie im Vorjahreszeitraum 0,42 Dollar auszahlen. Im kommenden Quartal sollen es 0,43 Dollar sein, zwei Prozent mehr als vor einem Jahr. (dpa-AFX)

Bechtle trotzt konjunktureller Unsicherheit mit Rekordwerten

Der IT-Dienstleister und -Händler Bechtle kann trotz zunehmender konjunktureller Unsicherheit auf das beste Quartal der Unternehmensgeschichte zurückblicken. Auch auf Jahressicht stiegen Umsatz und Vorsteuergewinn deutlich.
Der Umsatz 2011 kletterte auf Basis vorläufiger Zahlen um etwa 16 Prozent auf rund 2 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich um knapp 40 Prozent auf 86 Millionen Euro. Im vierten Quartal stiegen die Erlöse auf 585 von 566 Millionen Euro
zuvor, der Vorsteuergewinn legte um über 6 Prozent auf 26,2 Millionen Euro zu. Die Zahlen lagen im Großen und Ganzen im Rahmen der Markterwartung. Bechtle wird die vollständigen Ergebnisse für 2011 am 15. März veröffentlichen. (Dow Jones)

Sony mit hohen Verlusten

Der japanische Elektronikkonzern Sony ist im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres tief in die roten Zahlen gerutscht. Wie der Hersteller der Playstation am Mittwoch nach Börsenschluss bekanntgab, fiel zum 31. Dezember ein Fehlbetrag von 159 Milliarden Yen (1,6 Milliarden Euro) an nach einem Gewinn von 72,3 Milliarden Yen im gleichen Vorjahresquartal. Der Umsatz sank auf 1,82 Billionen Yen nach 2,20 Billionen Yen im Vorjahr. Sony führte dies auf die Folgen der Flutkatastrophe in Thailand, die verschlechterten Marktbedingungen in entwickelten Ländern sowie den starken Yen zurück. Für das noch bis zum 31. März laufende Gesamtgeschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Nettoverlust von 220 Milliarden Yen. (dpa)

Personaldienstleister Amadeus Fire steigert Gewinn

Der Personaldienstleister Amadeus Fire hat seine Ergebnisse 2011 noch einmal gesteigert. Der Umsatz kletterte um 11,9 Prozent auf 130,1 Millionen Euro, wie das Frankfurter Unternehmen auf Basis vorläufiger Geschäftszahlen mitteilte. Positiv wirkten sich vor allem die Bereiche Zeitarbeit und Personalvermittlung aus. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um 17,7 Prozent auf 22,2 Millionen Euro.
Für 2012 rechnet Amadeus Fire mit „moderat ansteigenden“ Umsatzerlösen. die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr will das Unternehmen am 14. März bekannt geben. (Dow Jones)

BBVA rutscht in die roten Zahlen

Das schwächelnde Geschäft in den Vereinigten Staaten hat der spanischen Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) im vierten Quartal die Bilanz verdorben. Das zweitgrößte spanische Bankhaus verbuchte einen Nettoverlust von 139 Millionen Euro nach einem
Gewinn von 939 Millionen Euro im Vorjahr. Das Geldinstitut musste den Firmenwert seiner amerikanischen Sparte - wie bereits Anfang des Monats angekündigt - um 1 Milliarde Euro berichtigen. Zudem musste BBVA mehr Geld für notleidende Kredite zurückstellen.
Von Dow Jones befragte Analysten hatten sich optimistischer gezeigt und einen Gewinn von 152 Millionen Euro erwartet. Allerdings hatten nicht alle Analysten die Wertberichtigung in ihre Gewinnerwartungen eingepreist. (Dow Jones)

Unilever erwartet schwieriges Jahr

Der Lebensmittel- und Konsumgüterkonzern Unilever stellt sich angesichts der angespannten Wirtschaftslage auf schwierige Geschäfte ein. Vor allem in Westeuropa stünden harte Zeiten bevor, erklärte der Hersteller von Knorr-Suppen und Dove-Körperpflege am Donnerstag. In Nordamerika sei zudem nur mit geringem Wachstum zu rechnen. Gute Geschäfte in Schwellenländern sowie Preiserhöhungen im Schlussquartal retteten dem Nestle-Rivalen im vergangenen Geschäftsjahr die Bilanz: Der britisch-niederländische Konzern steigerte den Umatz 2011 um 6,5 Prozent - wie ungefähr von Analysten erwartet. Die Experten hatten Unilever aber mehr Gewinn zugetraut, der um vier Prozent wuchs. (Reuters)
 

Constantin Medien will sich von Sportsegment trennen

Der Medienkonzern Constantin Medien strebt einem Zeitungsbericht zufolge einen Verkauf oder zumindest Teilverkauf seines Sportsegments an. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Donnerstagausgabe) berichtet, soll bereits das ein oder andere Gespräch mit möglichen Interessenten geführt worden sein. Im Umfeld von Constantin würden der Wiener Sportwettenanbieter Bwin oder die New Yorker Investmentfirma Avenue Capital Group genannt. Die Preisvorstellungen lägen womöglich aber noch weit auseinander. Beide Firmen wollten sich dazu gegenüber der Zeitung nicht äußern. Bei Constantin war am Morgen zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Das Unternehmen ist im Sportbereich unter anderem mit dem Fernsehsender Sport1 aktiv. (Reuters)

Hynix hofft nach schwachem viertem Quartal auf Wende in 2012

Der Computerchip-Hersteller Hynix hofft nach einem verlustreichen vierten Quartal auf eine Wende in 2012. Die Marktaussichten hellten sich auf, teilte der zweitgrößte Chip-Produzent der Welt mit. Im zweiten Quartal des neuen Geschäftsjahres werde auch der Preis für die DRAM-Chips wieder anziehen.
Im vierten Quartal hatte Hynix einen Nettoverlust von 240 Milliarden koreanischen Won (rund 162 Millionen Euro) gemacht nach einem Gewinn von 30 Milliarden Won. Das übertrifft die ohnehin pessimistischen Prognosen von Beobachtern deutlich. Von Dow Jones befragte Analysten hatten mit Verlusten von lediglich 179 Milliarden Won gerechnet. Der Umsatz brach um 7,2 Prozent auf 2,56 Billionen Won ein. (Dow Jones)

Elpida weitet Verluste aus

Der angeschlagene Halbleiterhersteller Elpida rutscht immer tiefer in die roten Zahlen. Im dritten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember verbuchte der japanische Konzern einen operativen Verlust von 43,8 Milliarden Yen (rund 437 Millionen Euro). Ein Jahr zuvor hatte sich das Minus noch auf knapp 27 Milliarden Yen belaufen. Elpida machte am Donnerstag den Preisverfall bei Speicherchips und einen geringeren Bedarf an den in PCs eingebauten DRAM-Chips für die Entwicklung verantwortlich. In den stark nachgefragten Tablet-Computern kommen Flash-Speicher zum Einsatz. Elpida ist der letzte japanische Produzent von DRAM-Chips. Die strauchelnde Firma sucht finanzielle Unterstützung bei Banken und dem Staat. Eine Vereinbarung mit dem japanischen Handelsministerium sowie mit der japanischen Entwicklungsbank und den eigenen Finanzhäusern sollte bis Ende März unter Dach und Fach sein, erklärte Elpida. (Reuters)

 

Autoabsatz in Vereinigten Staaten zieht zu Jahresbeginn stark an

Die Autobauer sind in den Vereinigten Staaten mit überraschend guten Geschäften ins neue Jahr gestartet. Die großen Hersteller verkauften im traditionell schwachen Januar fast 12 Prozent mehr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge als vor Jahresfrist. Am stärksten konnten Europas größter Autokonzern Volkswagen und die Fiat -Tochter Chrysler ihre Verkaufszahlen steigern - sie legten jeweils mehr als 40 Prozent zu. Aber auch die Daimler-Tochter Mercedes-Benz und die VW-Tochter Audi verbuchten Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich. Dagegen verlor der amerikanische Branchenprimus GM an Boden: Die Opel-Mutter musste zu Jahresbeginn auf ihrem Heimatmarkt einen Absatzrückgang hinnehmen. (Reuters)

Unibail-Rodamco mit leichtem Gewinnrückgang

Der französische Immobilienkonzern Unibail-Rodamco hat im vergangenen Jahr einen leichten Gewinnrückgang verbucht. Der um Bewertungseffekte bereinigte Überschuss ging angesichts der Unsicherheiten im Immobilienmarkt um 2,6 Prozent auf knapp 830 Millionen Euro zurück. Damit schnitt Unibail besser ab als von Analysten erwartet. Der Konzern selbst hatte im Sommer einen Rückgang von 3 bis 5 Prozent prognostiziert. Die Nettoerträge aus Vermietungen legten auf vergleichbarer Basis um 4,4 Prozent auf 805 Millionen Euro zu. Der Wert des Immobilienportfolios stieg um 1,4 Milliarden Euro auf 25,9 Milliarden. Im neuen Jahr will das Unternehmen seinen bereinigten Gewinn pro Aktie trotz der Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa um 4 Prozent steigern. (dpa/AFX)

Glencore und Xstrata vor Fusion

Der Rohstoffkonzern Glencore steht einem Medienbericht zufolge vor einem Zusammenschluss mit dem Bergbau-Unternehmen Xstrata. Der fusionierte Konzern könnte mit 52 Milliarden Pfund (rund 63 Milliarden Euro) bewertet werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die beiden Konzerne könnten noch in dieser Woche eine Einigung erzielen. Die Gespräche dauerten jedoch noch an. (Reuters)

Facebook beantragt offiziell Börsengang

Facebook hat am Mittwoch seinen Börsengang beantragt. Den Papieren zufolge will der Konzern mit der Emission bis zu 5 Milliarden Dollar einsammeln. Trotz des geringer als erwarteten Volumens handelt es sich um den größten Börsengang eines amerikanischen Technologieunternehmens.
Bei der Beantragung des Börsengangs gab das Netzwerk erstmals Einblick in seine Bilanz. Demnach stieg der Gewinn 2011 um 65 Prozent auf 1 Milliarde Dollar. Der Umsatz lag bei 3,71 Milliarden Dollar. Hauptkonsortialführer des Börsengangs sind Morgan Stanley, Goldman Sachs sowie JP Morgan. Zudem begleiten die Bank of America, Merrill Lynch und Barclays Capital die Emission. Facebook könnte erstmals im Mai auf dem Kurszettel erscheinen. (Reuters)

Ehemalige Credit-Suisse-Händler bekennen sich des Betrugs schuldig

Zwei in den Vereinigten Staaten des Betrugs angeklagte frühere Händler der Schweizer Großbank Credit Suisse haben sich schuldig bekannt. Wie auch andere Händler habe er beim Zusammenbruch des amerikanischen Immobilienmarktes Manipulationen vorgenommen, um Verluste zu kaschieren, sagte ein 42 Jahre alter früherer Managing Director am Mittwoch bei einem Bezirksgericht in New York. Auch sein ehemaliger Kollege räumte die Vorwürfe ein. Gegen drei frühere Trader liegen strafrechtliche Klagen vor. Die Verdächtigen sollen vor etwa vier Jahren bei Abschreibungen auf Ramschhypotheken basierenden Wertpapieren Manipulationen vorgenommen haben. 2008 hatte Credit Suisse überraschend hohe Verluste bei Ramsch-Anleihen gemeldet und eine Gruppe von Händlern verantwortlich gemacht. Diese hätten vorsätzlich Preismanipulationen vorgenommen, hieß es damals bei Credit Suisse. (Reuters)

Haniel platziert Anleihe über 400 Millionen Euro

Der Mischkonzern Haniel hat eine Anleihe über 400 Millionen Euro platziert. Die Papiere mit sechs Jahren Laufzeit werden mit 6,25 Prozent verzinst, wie die Gesellschaft mitteilte. Parallel dazu wurde ein öffentliches Rückkaufangebot von bis zu 300 Millionen Euro für die in 2014 auslaufende Anleihe gestartet. Die Anleihe sei um mehr als das Zehnfache überzeichnet gewesen. Haniel ist unter anderem mehrheitlich an Celesio und Takkt beteiligt. (Reuters)
 
 

Wirtschaftsnachrichten

Eurozone-Länder könnten Griechenland niedrigere Zinsen einräumen

Die Länder der Eurozone werden sich nach Aussage informierter Personen möglicherweise an einer Reduzierung der griechischen Schuldenlast beteiligen. Wie es in Regierungskreisen hieß, wird erwogen, die Zinsen auf Kredite von 80 Milliarden Euro zu reduzieren, die das Land im Rahmen des ersten Rettungspakets bis 2013 erhalten haben wird. Bisher hat Griechenland aus diesem Paket 52,9 Milliarden Euro bekommen und wird demnächst weitere 27,1 Milliarden Euro erhalten. Die Verzinsung dieser Kredite ist bereits von vier auf drei Prozent verringert worden. (Dow Jones)

Schweizer Exporte im Dezember unter Vorjahresniveau

Die Schweiz hat im Dezember 2011 wegen des starken Schweizer Franken und der schwachen Aussichten für die Weltwirtschaft weniger Güter exportiert. Wie die Schweizerische Zollbehörde mitteilte, sanken die Ausfuhren preisbereinigt um 1,6 Prozent im Vergleich zum Dezember 2010. Insgesamt wurden Güter im Wert von 15,6 Milliarden Franken ins Ausland verkauft. Im November waren die Exporte noch real um 3,8 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen. Die Importe gingen am Ende des Jahres ebenfalls zurück und verbuchten ein Minus von 4,8 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Schweiz importierte im Dezember Güter im Wert von 13,6 Milliarden Franken.
Im Gesamtjahr 2011 nahmen die Exporte um 2 Prozent zu, nachdem sie 2010 noch um 7 Prozent gewachsen waren. Während die Nachfrage aus Asien florierte, stagnierte jene aus Europa. Allerdings legte die Nachfrage aus Deutschland als wichtigstem Absatzmarkt der Schweiz zu. Die Importe verharrten auf dem Vorjahresstand. Die unterschiedliche Entwicklung zwischen den Aus- und den Einfuhren ließ den Überschuss in der Handelsbilanz mit 24 Milliarden Franken auf einen neuen Rekordwert steigen. (Dow Jones)

Merkel dringt in China auf engere Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Krise

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine engere Zusammenarbeit in Europa und der Welt gefordert, um die Finanzkrise zu bewältigen und eine weitere Eskalation zu verhindern. „Der gesamte Bereich der Schattenbanken soll besser reguliert werden in den nächsten zwei Jahren“, sagte Merkel am Donnerstag in einer Rede vor der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften in Peking. China komme eine große Bedeutung bei den G20-Verhandlungen über eine umfassende Finanzmarktregulierung zu, betonte sie vor mehreren hundert Vertretern aus der chinesischen Finanzwirtschaft und Wissenschaftlern. Dies gelte auch für Chinas Rolle beim Internationalen Währungsfonds. (Reuters)


Text: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
Bildmaterial: FAZ Helfert

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