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Blick auf den Finanzmarkt
Der Dax tendiert freundlich
04. Februar 2011 Die vom amerikanischen Notenbank-Chairman Ben Bernanke in Aussicht gestellte großzügige Versorgung der Finanzmärkte mit Liquidität stützt am Freitag auch am deutschen Aktienmarkt die Kurse im frühen Handel. Bis 9.42 Uhr steigt der Dax um 0,2 Prozent oder 14 auf 7.208 Punkte. „Bernanke hat nochmals klargemacht, dass bei niedriger Kapazitätsauslastung und zu hoher Arbeitslosigkeit weitere stimulierende Maßnahmen der Fed nötig seien“, sagt ein Händler. Dieses Szenario habe die Börsen seit Monaten steigen lassen und werde dies aller Voraussicht nach auch weiterhin tun. Die Anleger warten nun auf die Bekanntgabe des amerikanische Arbeitsmarkberichts am Nachmittag. „Bis dahin sollte es ruhig zugehen“, heißt es im Handel. Sollte es dem Dax gelingen, nachhaltig über das bisherige Jahreshoch bei 7.222 Punkte zu steigen, würde dies ein starkes Kaufsignal generieren. Analysten erwarten für den Januar einen Anstieg der Zahl der Beschäftigten um 136.000 gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote dürfte sich auf 9,5 Prozent von 9,4 Prozent erhöht haben. Nachdem die Beschäftigungskomponente des ISM-Index sowie der ADP-Arbeitsmarktbericht besser als prognostiziert ausgefallen sind, sind die Erwartungen der Anleger recht hoch.
Die Nachrichtenlage präsentiert sich am Morgen sehr dünn. Kräftiger nach oben geht es im frühen Geschäft für ThyssenKrupp; die Aktie gewinnt 0,9 Prozent auf 30,39 Euro nach guten Vorgaben aus Asien. Auf die Ankündigung einer Fusion zwischen Sumitomo Metal und Nippon Steel reagierte die Branche mit zum Teil heftigen Aufschlägen. Nach einer Hochstufung des europäischen Bankensektors auf „Overweight“ durch Goldman Sachs ziehen die Aktien an: Deutsche Bank gewinnen 0,8 Prozent auf 45,48 Euro, für Commerzbank geht es um 0,6 Prozent nach oben. Unter den Versicherungsaktien fallen Munich Re mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 118,45 Euro aus der Reihe. J.P. Morgan hat die Aktie des Rückversicherers auf „Overweight“ erhöht. Als etwas belastend für K+S erweist sich eine Gewinnwarnung des norwegischen Wettbewerbers Yara. Mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 57,00 Euro haben sich K+S allerdings bereits deutlich von den Eröffnungstiefs bei 56,30 Euro gelöst. Nach Einschätzung aus dem Handel sind die Probleme der Norweger weitestgehend hausgemacht. Nach einer angeblichen Herunterstufung durch Macquarie verlieren VW 1,2 Prozent auf 114,80 Euro. Im frühen Geschäft geben Demag Cranes um 0,8 Prozent auf 35,79 Euro nach. Etwas negativ wirkt hier die Mitteilung des finnischen Kranherstellers Konecranes, eine Übernahme von Demag Cranes nicht weiter verfolgen zu wollen. Die Aktien des Börsenneulings Derby Cycle werden zu 12,81 Euro gehandelt nach einem Emissionspreis von 12,50 Euro.
Bund-Future startet knapp behauptet
Der deutsche Anleihenmarkt ist am Freitag knapp behauptet in den Handel gestartet. Der März-Kontrakt des Bund-Futures verliert bis 8.41 Uhr 3 Ticks auf 123,08 Prozent. Das Tageshoch liegt bislang bei 123,1 Prozent und das Tagestief bei 123 Prozent. Umgesetzt wurden bisher rund 15.800 Kontrakte. Der BOBL-Futures verliert 1 Tick auf 116,88 Prozent. Im Blick steht die Bekanntgabe des amerikanische Arbeitsmarktberichts. Analysten erwarten für den Januar einen Anstieg der Zahl der Beschäftigten um 136.000 gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote soll sich auf 9,5 Prozent von 9,4 Prozent erhöht haben. Nachdem die Beschäftigungskomponente des ISM-Index sowie der ADP-Arbeitsmarktbericht besser als prognostiziert ausgefallen ist, dürften die Erwartungen der Anleger recht hoch sein. Nach Einschätzung der Helaba ist es dennoch fraglich, ob ein monatlicher Stellenzuwachs von 100.000 bis 200.000 ausreicht, um die Arbeitslosenquote dauerhaft zu reduzieren. Insofern dürfte bei der Fed wenig Neigung vorhanden sein, eine baldige Zinswende ins Auge zu fassen. Solange es keine deutlichen Anzeichen für einen dynamischeren Aufschwung am Arbeitsmarkt gebe, dürften sich auch keine Spekulationen über einen anstehenden Politikwechsel etablieren. Charttechnisch gebe der seit Anfang September 2010 bestehende Abwärtstrend weiterhin die Richtung vor. Die Widerstandslinie verlaufe bei etwa 126,45 Prozent und damit knapp unterhalb der Widerstandszone 126,46/52 Prozent, hergeleitet aus den markanten Kurshochs Anfang dieses Jahres. Erst bei einem Anstieg über die Hürden helle sich das Bild nachhaltig auf. Die erste Unterstützung lokalisieren die Analysten am Donnerstags-Tief bei 122,63 Prozent.Kurs des Euro unverändert
Der Euro hat sich in Fernost nach der jüngsten Zinssitzung der EZB praktisch unverändert gezeigt. Investoren hatten gehofft, dass die Notenbank bald steigende Zinsen in Aussicht stellen würden. Stattdessen erklärte EZB-Chef Jean-Claude Trichet, trotz der anziehenden Teuerung bestehe kein Grund für schnelle Gegenmaßnahmen. Ein Euro wurde am Freitag mit 1,3636 Dollar bewertet nach 1,3637 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 81,53 Yen gehandelt nach 81,59 Yen in den Vereinigten Staaten . Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,2904 und zum Dollar mit 0,9462.Japans Börsen schließen freundlich
Eine geplante Fusion im Stahlsektor hat am Freitag an der Börse in Tokio für ein deutliches Plus gesorgt. Daneben habe allerdings vor der Veröffentlichung der amerikanische Arbeitsmarktdaten für Januar am Berichtstag eine leichte Zurückhaltung geherrscht, hieß es. So könnte es nach der Bekanntgabe der Daten zu einer Korrektur des Marktes kommen, da die Erwartungen für die Konjunkturerholung in den Vereinigten Staaten doch sehr hoch seien, sagte ein Händler. Der Nikkei-225 erhöhte sich um 1,1 Prozent oder 112 Punkte auf 10.544. Der Topix schloss mit einem Plus von 0,9 Prozent oder 8 Punkten bei 935. „Die amerikanische Arbeitsmarktdaten stellen oftmals einen Wendepunkt für den Markt dar“, so ein Teilnehmer. Die Beschäftigung in der amerikanische Wirtschaft dürfte zu Jahresbeginn kräftiger gestiegen sein, ohne dass dies einen Rückgang der Arbeitslosenquote bewirkt hätte. Volkswirte erwarten, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 136.000 gestiegen ist, nachdem es im Dezember einen Zuwachs von 103.000 Stellen gegeben hatte. Für Arbeitslosenquote wird sogar ein Anstieg auf 9,5 Prozent von zuvor 9,4 Prozent prognostiziert.
Im Fokus des Interesses stand allerdings die geplante Fusion zwischen Nippon Steel und Sumitomo Metal Industries. Dadurch würde der weltweit zweitgrößte Stahl-Hersteller entstehen. Der Zusammenschluss wäre die erste große Konsolidierung in der japanischen Stahlindustrie seit 2002, als NKK und Kawasaki Steel sich zum zweitgrößten Stahlkonzern des Landes, der JFE Holdings Inc, zusammengeschlossen hatten. Den Angaben zufolge sollen die Geschäftsaktivitäten unter dem Schirm einer noch zu gründenden Holding-Gesellschaft zusammengelegt werden. „Nur einige wenig große Konzerne werden sich in dem Sektor behaupten und durch diesen Zusammenschluss werden die beiden Unternehmen sicher dazugehören“, sagte ein Analyst. Vorteile für die Fusionspartner sieht er vor allem in geringeren Beschaffungskosten trotz steigender Rohstoffpreise und deutlichen Einsparungen auf der Kostenseite. Nippon Steel verbesserten sich um 9,1 Prozent auf 313 Yen, Sumitomo Metal Industries kletterten um 16,1 Prozent auf 224 Yen und Kobe Steel verzeichneten ein Plus von 2,8 Prozent auf 222 Yen. Auch die laufende Berichtssaison stand weiter im Blickpunkt des Marktes. Sony legten um 1,8 Prozent auf 2.919 Yen zu. Sony hat im dritten Quartal wegen schwächeren Margen im TV-Geschäft zwar weniger verdient als noch im Vorjahr, die Prognosen der Analysten aber übertroffen. Der Konzern verdiente netto 72,3 Milliarden Yen. Das sind 8,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie Sony mitteilte. Der Umsatz sank um 1,7 Prozent auf 1,98 Billionen Yen. Analysten hatten lediglich mit einem Gewinn von 66,96 Milliarden Yen gerechnet.
Mit einem deutlichen Plus zeigten sich auch Softbank, nachdem das Unternehmen die operative Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben hat. Die Aktien legten um 3,5 Prozent auf 2.976 Yen zu. Sharp gewannen 5,3 Prozent auf 879 Yen, obwohl der Konzern für das vergangene Quartal einen Gewinnrückgang um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr vermeldet hatte. Stützend wirkte hier ein Bericht der Zeitung „Nikkei“, dass das Unternehmen mit Chimei Inolux aus Taiwan bei der LCD-Herstellung kooperieren will. Ebenfalls gesucht waren Hitachi, die um 3,0 Prozent auf 487 JP zulegten. Der Konzern gab für Oktober bis Dezember nahezu eine Verdreifachung des Nettogewinns bekannt. Vor diesem Hintergrund erhöhten die Nomura-Analysten ihr Kursziel auf 560 von 500 Yen und bestätigten ihre Kaufempfehlung.
Ölpreis verharrt knapp unter seinem Mehrjahreshoch
Der Ölpreis verharrt wegen der Eskalation in Ägypten und der Furcht vor einem Flächenbrand in der arabischen Welt knapp unter seinem Mehrjahreshoch. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im März kostete am Morgen 102,07 Dollar - dies waren 31 Cent mehr als am Donnerstagabend. Zuvor war der Preis für das Brent-Öl zeitweise bis auf 103,37 Dollar und damit dem höchsten Stand seit dem 26. September 2008 gestiegen, er rutschte dann aber vor allem wegen des stärker gewordenen Dollar wieder etwas ab. Der Preis für ein Fass der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte am Freitagmorgen um 39 Cent auf 90,63 Dollar zu. Am Markt gibt es weiter die Sorgen, dass sich die politischen Unruhen in Ägypten auf die Ölversorgung auswirken könnten. Dies sei zwar noch nicht der Fall, aber es könne nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn die Bedrohung aktuell noch gering sei, habe die politische Lage in Ägypten langfristige Auswirkungen auf den Ölmarkt, hieß es in einer Studie von Barclays Capital. Ägypten kontrolliert den Suez-Kanal, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet, und auch eine dort liegende Pipeline. Durch beide werden am Tag mehr als zwei Millionen Barrel Öl transportiert, sie sind damit ein wichtiger Baustein bei der weltweiten Ölversorgung.Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street
Knapp gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Donnerstag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 0,83 Punkte auf 2322,24 Zähler.
Nach einer enttäuschenden Umsatzprognose für das erste Quartal standen die Aktien von Power One am Donnerstag im nachbörslichen Handel an Wall Street stark unter Druck. Das Unternehmen rechnet für den Berichtszeitraum mit Erlösen von 260 bis 290 Millionen Dollar, was deutlich unter der Konsensprognose von 313 Millionen Dollar liegt. Für das Gesamtjahr 2011 erwartet Power Star einen Umsatz von 1,1 bis 1,3 Milliarden Dollar, während die Analysten hier von 1,31 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Die Aktie verlor 21,7 Prozent auf 9,20 Dollar. Ebenfalls unter Druck standen die Papiere von Coinstar, die um 10,3 Prozent auf 39,70 Dollar einbrachen. Das Unternehmen prognostiziert für das erste Quartal einen Gewinn je Aktie von 0,15 bis 0,25 Dollar und liegt damit deutlich unter der Prognose der Analysten von 0,57 Dollar. Die gleichzeitig veröffentlichten Ergebnisse für das vierte Quartal fielen nach Aussage von Händlern im Rahmen der Erwartungen aus.
Wall Street schließt gut behauptet - Ägypten bremst Sentiment
Die Aktienkurse an Wall Street sind am Donnerstag von der eskalierenden Gewalt in Ägypten und schwachen Geschäftszahlen von Merck gebremst worden. Gestützt wurden die amerikanische Börsen dagegen von positiven Konjunktur- und Einzelhandelsdaten, die für eine Erholung von den Tagestiefs sorgten. Dank eines Schlussspurt schafften die Indizes im späten Handel den Sprung in positive Gefilde. Der Dow-Jones-Index (DJIA) für 30 Industriewerte stieg um 0,2 Prozent oder 20 Punkte auf 12.062. Für den S&P-500-Index geht es um 0,2 Prozent oder 3 Zähler auf 1.307 nach oben, nachdem zwischenzeitlich die wichtige Marke von 1.300 Stellen unterschritten worden war. Der Nasdaq-Composite-Index legte um 0,2 oder 4 Punkte auf 2.754 zu. Das Umsatzvolumen erhöhte sich auf knapp 1,00 (Mittwoch: 0,93) Milliarden Aktien. Auf 1.606 Kursgewinner entfielen 1.357 -verlierer, unverändert schlossen 132 Titel.
„Die Erholung der amerikanischen Konjunktur schreitet weiter voran, was die Mehrzahl der Wirtschaftsdaten untermauert“, sagte Investmentstratege Jason Pride von Glenmede Investment and Wealth Management. Allerdings kam die durch die Makrodaten entfachte positive Grundstimmung nicht voll zur Geltung. „Die Ereignisse in Ägypten sind Dreh- und Angelpunkt am Markt. Schon wegen der Bedeutung für die Rohstoffversorgung können die Dinge dort nicht ausgeblendet werden“, sagte Jesse Cole, leitender Händler bei Merlin Securities. Unterdessen hat amerikanische Notenbankpräsident Ben Bernanke von Fortschritten bei der Erholung der Wirtschaft gesprochen, zugleich jedoch die hohe Verschuldung als Konjunkturrisiko charakterisiert. Zudem werde die Arbeitslosigkeit trotz Zeichen der Besserung erst in einigen Jahren Normalniveau erreichen. Am Berichtstag lieferte der amerikanische Arbeitsmarkt indes positive Signale. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung ist stärker gefallen als erwartet. „Damit mehren sich die Hinweise, dass der Arbeitsmarkt langsam in Schwung kommt“, kommentierte ein Händler die Daten mit Blick auf den monatlichen Arbeitsmarktbericht am Freitag.
Positiv überraschte zudem der ISM-Index für den Service-Bereich, der im Januar auf 59,4 nach 57,1 im Dezember sprang und damit die Konsensprognose der Volkswirte von 57,0 klar übertraf. Die wichtige Beschäftigungskomponente überzeugte mit einem Plus auf 54,5 nach 52,6 Indexpunkten. Gut fiel auch der Auftragseingang langlebiger Güter aus, da er mit leichtem Plus anstelle eines Minus aufwartete und sogar der Vormonat November nach oben revidiert wurde. Unter den Einzelwerten fielen Merck & Co mit einem Minus von 2,7 Prozent auf 32,90 Dollar als klares Schlusslicht im DJIA aus dem Rahmen. Der Pharmakonzern ist im vierten Quartal 2010 in die roten Zahlen gerutscht. Verantwortlich dafür sind unter anderem die Fusions- und Restrukturierungskosten nach der Übernahme des Wettbewerbers Schering-Plough. Der um diese Belastungen bereinigte Gewinn übertraf zwar die Markterwartungen, doch der Ausblick enttäuschte. Verizon Communications hat den Rückkauf von bis zu 100 Millionen Aktien genehmigt. Ein vorhergehendes Aktienrückkaufprogramm im selben Volumen, das zu zwei Fünfteln ausgenutzt worden war, wurde dafür gestoppt. Die Titel stiegen um 0,6 Prozent auf 36,38 Dollar. Dow Chemical hat im vierten Quartal von höheren Preisen und der stark gestiegenen Nachfrage vor allem in den Schwellenländern profitiert. Der Nettogewinn verdreifachte sich nahezu, die Aktie gewann 0,3 Prozent auf 36,74 Dollar. Nach positiven Geschäftszahlen kletterten Mastercard um 2,5 Prozent auf 245,39 Dollar.
Die Aktien von Hartford Financial gewannen 1,9 Prozent auf 26,82 Dollar, nachdem der Versicherer eine Verdopplung der Quartalsdividende auf 0,10 Dollar bekannt gegeben hatte. Zudem wurde mit einem Gewinn je Aktie von 1,24 Dollar die Gewinnerwartung für das vierte Quartal deutlich übertroffen. PepsiCo will die russische Wimm-Bill-Dann Foods komplett übernehmen. Ende des vergangenen Jahres hatten die Amerikaner für 3,8 Milliarden Dollar bereits 66 Prozent an dem Moskauer Konzern übernommen und seinerzeit bereits Interesse an den restlichen Anteilen bekundet. Die Papiere verloren 0,7 Prozent auf 64,18 Dollar. Nach positiven Umsatzdaten für Januar waren die Papiere von Einzelhändlern gesucht. Zumiez zogen um 3,2 Prozent auf 24,39 Dollar und Limited Brands um 7,4 Prozent auf 31,29 Dollar an. AutoNation haussierten nach überzeugenden Geschäftszahlen um 11,3 Prozent auf 31,45 Dollar, für Kellogg ging es nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen um 4,3 Prozent auf 52,52 Dollar nach oben.
Amerikanische Anleihen tendierten am Donnerstag leichter
Die Notierungen der amerikanischen Staatsanleihen haben am Donnerstag den vierten Tag in Folge nachgegeben und sich im späten New Yorker Handel leichter präsentiert. Die Kurse zehnjähriger Anleihen mit einem Kupon von 2,625 Prozent fielen um 18/32 auf 92-14/32. Die Papiere rentierten mit 3,551 Prozent. Der Kurs der 30-jährigen Staatsanleihe mit einem Kupon von 4,250 Prozent verlor 22/32 auf 93-12/32, ihre Rendite stieg von 4,621 auf 4,666 Prozent. Am Handel war von neuen Belegen für die konjunkturelle Erholung die Rede, womit der Konjunkturoptimismus weiter gestiegen sei. Die makroökonomischen Kennziffern vom Berichtstag lasen sich nach Ansicht von Händlern ausnahmslos positiv. Ins selbe Horn blies auch der amerikanische Notenbankpräsident Ben Bernanke, der damit rechnet, dass die Erholung der amerikanischen Wirtschaft im laufenden Jahr an Kraft gewinnt. „Die Konjunkturdaten befinden sich auf der Überholspur und der wirtschaftliche Ausblick in den Vereinigten Staaten stabilisiert sich. Für den Anleihemarkt bedeutet dies, dass immer mehr Anleger Leerverkäufe vornehmen und auf fallende Notierungen setzen“, erläuterte ein Händler. Dazu komme das Angebot neuer amerikanische Schuldtitel in der kommenden Woche.
Am Markt wurde darauf verwiesen, dass die Rendite zehnjähriger Papiere die zuletzt ausgebildete Spanne zwischen 3,25 Prozent und 3,5 Prozent nach oben durchstoßen hat und sich den Hochs von Mitte Dezember 2010 nähere. Sollte der Arbeitsmarktbericht am Freitag positiv überraschen, dürften kurzfristig neue Höchststände erreicht werden, so ein Analyst. „Sollte sich das positive Bild der Konjunkturdaten bestätigen, dürfte dies die Spekulationen anheizen, dass die amerikanische Notenbank früher als erwartet die Zinsen erhöhen wird“, so der Analyst weiter. Die amerikanische Dienstleister haben im Januar ihre Geschäftsaktivitäten wider Erwarten stärker als im Vormonat ausgeweitet. Der ISM-Index für die Geschäftsaktivität im nicht-verarbeitenden Gewerbe der Vereinigten Staaten stieg im Berichtsmonat auf 59,4 Punkte, Volkswirte hatten nur einen Stand von 57,0 erwartet, nachdem der Index im Vormonat bei 57,1 gelegen hatte. Darüber hinaus sind die wöchentlichen Erstanträge auf Leistungen der amerikanische Arbeitslosenversicherung stärker gefallen als erwartet. Des Weiteren ist der Auftragseingang der amerikanische Industrie im Dezember verglichen mit dem Vormonat um 0,2 Prozent gestiegen, Ökonomen hatten hingegen mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Auch die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft ist im vierten Quartal 2010 solide gewachsen.
Lateinamerikas Börsen schlossen am Donnerstag im Minus
Die wichtigeren lateinamerikanischen Börsen haben am Donnerstag im Minus geschlossen. Der Aktien-Index IPC in Mexiko-Stadt verlor 209,67 Zähler (0,55 Prozent) auf 37 739,08 Punkte. Der Merval-Index in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires sank leicht 1,65 Zähler (0,04 Prozent) auf 3639,33 Punkte. Der Bovespa-Index im brasilianischen São Paulo dagegen sank um 67,99 Zähler (0,10 Prozent) auf 66 776,10 Punkte.Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.
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