17. Mai 2012

Marktbericht

Dax im Aufwind

26. Januar 2012 Die Hoffnung auf eine baldige Griechenland-Lösung hat gemeinsam mit der verlängerten faktischen Nullzinspolitik der amerikanischen Notenbank Fed am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt beflügelt. Der Dax stieg um 1,84 Prozent auf 6540 Punkte und ging damit erstmals seit Anfang August wieder über der Marke von 6500 Punkten aus dem Handel. Händlern zufolge hat er damit einen wichtigen Widerstand übersprungen, was neuen Raum nach oben schaffen könne. Der M-Dax legte 1,52 Prozent auf 9975 Punkte zu. Der Tec-Dax gewann 0,87 Prozent auf 746 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index stieg um 1,8 Prozent auf 1458 Punkte.
Am Markt hieß es, ein Bericht über eine baldige Einigung auf einen Schuldenschnitt für Griechenland habe dem Markt weiteren Schub gegeben. Athen zeigte sich optimistisch, dass die Gespräche mit privaten Geldgebern bis zum Wochenende oder spätestens Anfang kommender Woche abgeschlossen werden können. Aber auch die amerikanische Zinspolitik wurde für die freundlichen Kurse verantwortlich gemacht: „Die Entscheidung der Notenbank Fed, den Leitzins bis Ende 2014 auf niedrigem Niveau zu halten, stützt die Aktienmärkte“, sagte Torsten Gellert, Managing Director bei FXCM.
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RWE führt Dax an

Die Aktien der Deutschen Börse zeigten sich vom drohenden Scheitern der Fusionspläne wenig beeindruckt und gewannen 3,86 Prozent auf rund 45 Euro. Händlern zufolge setzt sich am Markt die Meinung durch, der Börsenbetreiber werde eigenständig erfolgreicher sein als in einem Verbund mit dem amerikanischen Wettbewerber NYSE Euronext. Für Thyssen Krupp ging es noch etwas deutlicher um 4,53 Prozent auf 22 Euro nach oben. Ein Händler verwies darauf, dass der europäische Stahlsektor wegen weiter steigender Stahlpreise in den Vereinigten zu den Favoriten der Anleger gehöre. Salzgitter verteuerten sich vor diesem Hintergrund im M-Dax um 6,77 Prozent.
Größter Dax-Gewinner waren jedoch die RWE-Papiere mit einem Aufschlag von 5,21 Prozent auf etwa 28 Euro. Verwiesen wurde hier auf eine Studie von Cheuvreux als Kurstreiber: Analyst Sebastian Kauffmann hält die Marktbedenken über die Auswirkungen fallender Strompreise wegen sinkender Kosten für CO2-Emissionen für übertrieben. Für die Lufthansa-Titel ging es nach einer Hochstufung der japanischen Großbank Nomura um 3,72 Prozent hoch. Im M-Dax sorgten Übernahmehoffnungen bei Deutz für Kursgewinne von 6,53 Prozent. Die Anteilsscheine von Wacker Chemie büßten dagegen 2,36 Prozent ein. Der Halbleiter-Zulieferer und Chemiekonzern enttäuschte laut Börsianern mit seinen Zahlen für das Schlussquartal.

Gute Stimmung an Wall Street

Die am Mittwoch von der amerikanischen Notenbank (Fed) eingeläutete Rally setzt sich im frühen Handel am Donnerstag an Wall Street fort. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,3 Prozent auf 12.791 Punkte und wird dabei von guten Quartalszahlen und Makrodaten gestützt. Das ist der höchste Stand seit Anfang Mai 2011. Der S&P-500-Index notiert zum Vortagsschluss von 1.326 Punkten, der Nasdaq Composite rückt um 1 Prozent? auf 2819 Punkte vor. Überraschend will die Fed ihren sehr niedrigen Leitzinskorridor von 0,00 bis 0,25 Prozent bis Ende 2014 unangetastet lassen. Bislang sicherte sie den Märkten nur bis Mitte 2013 extrem billiges Geld zu. Noch dazu hielt sich Fed-Chef Ben Bernanke die Tür für eine dritte Runde an Geldmengenausweitung offen. Für gute Stimmung sorgen auch gute Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten: So zog der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Dezember den dritten Monat in Folge an. Zudem übertraf der Zuwachs mit einem Plus von 3 Prozent binnen Monatsfrist die Markterwartung eines Anstiegs um 2,0 Prozent.
Unter den amerikanischen Standardwerten ziehen Caterpillar um 3,1 Prozent auf 112 Dollar an, nachdem der Baumaschinenhersteller die Konsensschätzungen für das vierte Quartal weit übertroffen hat. Netto verdiente Caterpillar 2,32 Dollar je Aktie, Analysten hatten lediglich mit 1,73 Dollar je Aktie gerechnet. AT&T verbilligen sich hingegen um 2,1 Prozent auf rund 30 Dollar. Abschreibungen auf die geplatzte Übernahme des amerikanischen Mobilfunkgeschäfts der Deutschen Telekom haben den Telekommunikationsdienstleister im Schlussvierteljahr tiefer als befürchtet in die roten Zahlen getrieben. In der zweiten Reihe steigen Netflix um rund 23 Prozent auf 117 Dollar. Das Unternehmen, das DVDs über Postversand verleiht und Videos via Internet anbietet, hat 610.000 Kunden gewonnen. Im dritten Quartal sprangen noch knapp 1 Million Klienten ab.


Text: FAZ.NET mit dpa/AFX, VWD
Bildmaterial: F.A.Z.

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17.05.2012 09:14 Uhr
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Tops & Flops Kurs in %
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Beiersdorf 51,98 € +0,48%
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BAYER AG NA 51,38 € +0,18%
Siemens 66,55 € +0,17%
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ThyssenKrupp 15,46 € −0,80%
HeidelbergCement 35,78 € −1,68%
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DAX 6.368,56 −0,25%
FAZ-INDEX 1.394,54 −0,49%
TecDAX 759,48 −0,01%
MDAX 10.312,90 −0,18%
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Eurostoxx 50 2.164,95 −0,48%
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Dow Jones 12.598,50 −0,26%
Nasdaq 100 2.561,56 −0,74%
S&P500 1.324,80 −0,44%
Nikkei225 8.876,59 +0,86%
EUR/USD 1,2721 +0,03%
Rohöl Brent Crude 109,31 $ −0,07%
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Palladium 593,00 $ −0,84%
Rohöl Brent Crude 109,31 $ −0,07%
Gas 0,55 £ −0,18%
Kaffee 1,77 $ 0,00%
Zucker 0,21 $ +2,26%
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AMEX GOLD BUGS 601,37 --%
AMEX OIL 1.151,96 --%
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F.A.Z. BAU + IMMO... 2.405,33 −0,71%
F.A.Z. CHEMIE + P... 1.904,36 −0,08%
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