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Marktbericht
Dax gewinnt vor Ergebnis der amerikanischen Wahlen
06. November 2012 Vor dem Hintergrund der mit Spannung erwarteten amerikanischen Präsidentschaftswahl und frischer Unternehmensergebnisse hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag fester geschlossen. Ob diese Tendenz anhält, sei angesichts der dünnen Umsätze aber fraglich, hieß es. Der Dax gewann 0,7 Prozent auf 7377,8 Punkte. Für den M-Dax ging es um 0,8 Prozent auf 11.656,1 Punkte hoch und der Tec-Dax rückte um 0,9 Prozent auf 813,1 Punkte vor. Der marktbreite FAZ-Index gewannt 0,7 Prozent auf 1585 Punkte.
„Nach wie vor wartet ein Großteil der Anlegerschaft hinter der Seitenlinie das amerikanische Wahlergebnis ab und hält sich mit entsprechenden Neuengagements zurück“, sagte Händler Gregor Kuhn vom Broker IG. Von Konjunktur- wie von Unternehmensseite kamen am Dienstag uneinheitliche Signale. Während die Einkaufsmanagerindizes für den spanischen und italienischen Dienstleistungssektor besser als erwartet ausgefallen waren, blieben jene für die französische und deutsche Service-Branche hinter den Prognosen zurück. In Deutschland gewann unterdessen die Berichtssaison mit teils sehr guten, teils enttäuschenden Geschäftsentwicklungen an Fahrt.
VW nach Pflicht-Wandelanleihe am Dax-Ende
Für BMW-Titel ging es trotz besser als erwartet ausgefallener Quartalszahlen um 0,7 Prozent nach unten. Ein Analyst äußerte sich skeptisch zu den Margen des Münchener Autobauers. Die Vorzugsaktien von Konkurrent Volkswagen büßten nach der Begebung einer Pflicht-Wandelanleihe am Dax-Ende mehr als 4 Prozent ein. Der Verwässerungseffekt belaste die Papiere und heize Spekulationen um eine Aufstockung der Anteile an der Tochter MAN an, sagten Händler. Deren Aktien gehörten mit einem Plus von 3,2 Prozent zu den Favoriten im M-Dax.
Lanxess bestätigte trotz eines unerwartet deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgangs die Jahresprognose. Händler bemängelten allerdings, dass der Spezialchemiekonzern das operative Ergebnis (Ebitda) nun am unteren Ende der Prognosebandbreite erwartet. Die Aktien sanken um 1,8 Prozent. Positiv nahm der Markt hingegen die Zahlen von Hannover Rück und Fraport auf, deren Titel um 4,5 respektive 5,3 Prozent zulegten. Attraktivster Wert im M-Dax waren Salzgitter mit einem Plus von 6 Prozent, obwohl der Stahlkonzern am Vorabend eine Gewinnwarnung ausgegeben hatte. Analysten zeigten sich jedoch wenig überrascht von der Ankündigung.
Gewinne auch anderswo in Europa
Der Euro Stoxx 50 schloss 0,7 Prozent fester bei 2535,9 Punkten und auch die Leitindizes in London und Paris verzeichneten solide Gewinne. Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,14 (Montag: 1,13) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,04 Prozent auf 134,41 Punkte zu.
Der Bund-Future verlor 0,01 Prozent auf 142,05 Punkte. Auch der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2800 (Montag: 1,2777) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7813 (0,7827) Euro.
Wall Street startet am Wahltag fester in den Handel
Am Tag der Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten sind die New Yorker Börsen schwungvoll in den Handel gestartet. Amtsinhaber Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney steuerten Umfragen zufolge auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu, das möglicherweise nur durch die Resultate in einigen wenigen Bundesstaaten entschieden wird. Gebannt hielten die Investoren an Dienstag auch die Abstimmung über einige Sitze im Senat und Repräsentantenhaus im Blick. Die Zusammensetzung des Kongresses gilt als wichtig für die Frage, ob die Vereinigten Staaten die gefürchtete „Haushaltsklippe“ umschiffen können. Andernfalls drohen zum Jahresende automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg im Handelsverlauf um 1,2 Prozent auf 13.276 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um rund ein Prozent auf 1432 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,7 Prozent auf 3021 Zähler zu.
Auch die europäischen Börsen waren ganz im Bann der amerikanischen Präsidentenwahl. Ein Machtwechsel im Weißen Haus könnte vor allem für die Gesundheitsbranche, den Energiesektor und die Finanzwelt neue Bedingungen schaffen. Doch die amerikanischen Anleger hofften vor allem auf einen klaren Ausgang der Wahl. „Das Rennen ist sehr, sehr knapp“, sagte Peter Cardillo von Rockwell Global Partners. „Wenn es wie schon einmal erst von Gerichten entschieden wird, dann gibt es noch mehr Ungewissheit und Verunsicherung.“ Damit steige die Bedrohung durch die sogenannte „Haushaltsklippe“, weil sich die Washingtoner Politik erst mit Verzögerung um eine Etat-Einigung kümmern könne. Mit dem Begriff „fiscal cliff“ sind Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Volumen von 600 Milliarden Dollar gemeint, die ohne einen Haushaltskonsens zwischen Präsident und Kongress automatisch in Kraft treten. Für die Regierung Obama zu einem günstigen Zeitpunkt kam am Dienstag die Nachricht, dass der in der Finanzkrise vor dem Kollaps gerettete Hypothekenfinanzierer Freddie Mac nach einem weiteren Gewinnquartal vorerst nicht mehr um Hilfe in Washington rufen wird. Freddie Mac war nach dem Zusammenbruch des amerikanischen Häusermarktes faktisch unter staatliche Kontrolle gestellt worden und hat Milliardensummen verschlungen.
Bei den Einzelwerten stand der Betreiber der New Yorker Börse, Nyse Euronext, selbst im Zentrum des Interesses. Der Rivale der Deutschen Börse bekommt die Folgen des zähen Finanzmarktgeschäfts zu spüren und musste im dritten Quartal einen Umsatz- und Gewinneinbruch hinnehmen. Die Papiere gaben um 4,8 Prozent nach. Noch steiler abwärtsging es für die Aktie von Fossil. Der Hersteller von Mode-Accessoires verfehlte wegen eines schwachen Europa-Geschäfts und des starken Dollar die Umsatzerwartungen und wurde dafür an der Börse mit einem Minus von 12 Prozent abgestraft. Die Papiere des Sportbekleidungsriesen Nike lagen 0,2 Prozent im Plus. Der Adidas-Rivale plant Insidern zufolge, eine weitere größere Sparte zu veräußern. Die Bekleidungsfirma Cole Haan wird demnach demnächst an die Investorengruppe Apax Partners gehen.
Text: FAZ.net mit Reuters, dpa-AFX
Bildmaterial: F.A.Z.
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22.05.2013 17:35 Uhr
| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Merck | 123,50 € | +3,43% |
| ThyssenKrupp | 15,64 € | +2,59% |
| Fresenius | 96,34 € | +2,47% |
| COMMERZBANK AG | 8,37 € | +2,26% |
| Dt. Post | 20,61 € | +1,83% |
| Munich Re | 147,65 € | −0,07% |
| K+S AG NA O.N. | 32,84 € | −0,20% |
| Infineon | 6,62 € | −0,36% |
| BMW | 73,35 € | −0,65% |
| HeidelbergCement | 59,14 € | −0,97% |
23.05.2013 00:49 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 8.530,89 | +0,69% |
| FAZ-INDEX | 1.786,27 | +0,67% |
| TecDAX | 975,80 | +0,72% |
| MDAX | 14.258,80 | +0,41% |
| SDAX | 6.019,65 | −0,13% |
| REX | 444,85 | −0,03% |
| Eurostoxx 50 | 2.835,01 | +0,47% |
| F.A.Z. EURO | 93,37 € | +0,50% |
| Dow Jones | 15.307,20 | −0,52% |
| Nasdaq 100 | 2.999,13 | −0,90% |
| S&P500 | 1.655,35 | −0,83% |
| Nikkei225 | 15.627,30 | +1,60% |
| EUR/USD | 1,2852 | −0,01% |
| Rohöl Brent Crude | 102,32 $ | −1,26% |
| Gold | 1.385,25 $ | +0,47% |
| Bund Future | 144,30 € | −0,24% |
Markt
Ad hoc
Unternehmen
Highlights
22.05.2013 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.385,25 $ | +0,47% |
| Silber | 22,62 $ | +0,80% |
| Platin | 1.465,00 $ | −0,20% |
| Palladium | 752,00 $ | +1,35% |
| Rohöl Brent Crude | 102,32 $ | −1,26% |
| Gas | 0,66 £ | +0,39% |
| Kaffee | 1,33 $ | −2,35% |
| Zucker | 0,17 $ | +0,48% |
| Orangensaft | 1,43 $ | −0,73% |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | --% |
| AMEX OIL | 1.151,96 | --% |
| Rogers International | 24,14 | +0,50% |
Deutschland
Europa
22.05.2013 17:59 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| FAZ-INDEX | 1.786,27 | +0,67% |
| F.A.Z. BANKEN EUR | 626,18 € | +1,57% |
| F.A.Z. VERSICHERU... | 21.638,50 € | +0,82% |
| F.A.Z. IT + ELEKT... | 4.159,56 € | +0,57% |
| F.A.Z. BAU + IMMO... | 3.459,72 € | −0,57% |
| F.A.Z. CHEMIE + P... | 2.594,72 € | +0,78% |
| F.A.Z. VERS. + TE... | 862,74 € | +0,58% |
| F.A.Z. AUTO + ZUL... | 3.469,61 € | +0,09% |
| F.A.Z. MASCHINENB... | 581,14 € | +0,13% |
| F.A.Z. GRUNDSTOFF... | 971,31 € | +0,85% |
| F.A.Z. HANDEL + V... | 1.314,43 € | +2,30% |
| F.A.Z. KONSUMG. +... | 1.311,19 € | +0,07% |
| F.A.Z. ERNEUERB. ... | 277,82 € | +3,64% |