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Marktbericht
Dax erholt sich etwas von seinen jüngsten Verlusten
08. Februar 2013 Der Dax hat sich am Freitag etwas von seinen deutlichen Kursverlusten im bisherigen Wochenverlauf erholt. Dank guter Konjunkturdaten stieg der Leitindex zum Handelsschluss um 0,8 Prozent auf 7652,1 Punkte. Wegen der Sorgen um die politische Stabilität in Südeuropa bedeutete dies zwar in der Wochenbilanz immer noch ein Minus von 2,3 Prozent. Seit Jahresbeginn aber steht wieder ein moderates Plus zu Buche. Der M-Dax rückte am Freitag um 0,8 Prozent auf 12.759,6 Punkte vor und der Tec-Dax gewann 0,9 Prozent auf 885,3 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index gewann ebenfalls 0,9 Prozent auf 1658,4 Punkte.
Neuen Auftrieb gaben vor dem Wochenende Export- und Inflationsdaten aus China. Zudem hätten Konjunkturnachrichten aus den Vereinigten Staaten positive Impulse für den amerikanischen Aktienmarkt und damit auch für den Dax geliefert, sagte Analyst Tobias Reichert vom Broker IG. Das Defizit in der Handelsbilanz hatte sich zum Jahresende 2012 stark verringert. Die Entwicklung war sowohl auf deutlich verminderte Einfuhren als auch auf höhere Exporte zurückgegangen.
Die MAN-Titel stiegen nach der Zahlenvorlage um unterdurchschnittliche 0,5 Prozent. Der Gewinn des Lkw- und Maschinenbauers war angesichts der schwachen europäischen Lastwagenmärkte im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Ein Händler stellte aber vor allem auf Ausblick und Dividende als Enttäuschungen ab. Der Modekonzern Hugo Boss hatte nach einem starken Schlussspurt im vierten Quartal das Jahr 2012 mit neuen Bestmarken beendet. Die überzeugenden Umsatzzahlen bescherten den Aktien einen Gewinn von 2,2 Prozent.
Daimler an der Dax-Spitze
Die Anteilscheine des Geldautomaten- und Kassensystem-Herstellers Wincor Nixdorf gewannen nach Zahlen des amerikanischen Konkurrenten NCR 1,7 Prozent. An der Dax-Spitze zogen die Papiere von Daimler um 3,1 Prozent auf 45,6 Euro an. Der in China bisher nur schleppend vorankommende Autobauer erwartet laut einem Magazin-Bericht dieses Jahr den großen Durchbruch in dem riesigen Land. Im Tec-Dax ging es für die Titel der Software AG nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms um 2,6 Prozent hoch.
Der Euro Stoxx 50 schloss 1,2 Prozent höher bei 2630,3 Punkten. Die Leitindizes in London und Paris legten ebenfalls zu. Am Anleihemarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,35 Prozent am Vortag auf 1,30 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,20 Prozent auf 133,68 Punkte. Der Bund Future gewann 0,08 Prozent auf 142,83 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3374 (Donnerstag: 1,3546) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7477 (0,7382) Euro.
Wochenvorschau: Dax vor Konsolidierung
Die Sorgen um die politische Stabilität in Spanien und Italien dürften den Dax auch in der kommenden Woche belasten. Dennoch rechnen Experten nicht mit einer grundlegenden Trendwende am Aktienmarkt nach unten, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin günstig seien. Analyst Markus Reinwand von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) geht davon aus, dass Aktien nach dem überdurchschnittlich guten Jahresstart zunächst etwas die Puste ausgehen könnte. Der Dax hatte im Januar in der Spitze um mehr als 3 Prozent angezogen und Ende des Monats bei 7871,8 Punkten den höchsten Stand des laufenden Jahres erreicht. Bis zum Rekordhoch aus dem Jahr 2007 bei 8151,6 Punkten fehlten nur noch gut 3 Prozent. Nach seiner jüngsten Rally aber zeige der Dax auf kurze Sicht Überhitzungserscheinungen, so der Helaba-Experte weiter. Insgesamt bleibe er positiv gestimmt: „Eine Konsolidierung ist nun durchaus gesund und der geldpolitische Rückenwind spricht mittelfristig für weiter steigende Kurse.“
Hintergrund ist die Aussage des Chefs der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, alles Notwendige tun zu wollen, um den Euro zu erhalten. Seit dieser Ankündigung Ende Juli hat der deutsche Leitindex sechs Monate in Folge zugelegt. Auch die Experten der Landesbank Berlin bezeichneten eine Dax-Korrektur im Februar als durchaus noch möglich. Einen größeren Rückschlag erwarten sie nicht: „Anleger sind nach wie vor zurückhaltend in Aktien positioniert. Die Wahrscheinlichkeit ist daher größer, dass anziehende Kurse zu schnellen Zukäufen führen, als dass Korrekturen panikartige Verkäufe nach sich ziehen.“
Gegen einen deutlichen Abschwung sprechen nach Ansicht der Experten von Raiffeisen Research derzeit auch viele solide Unternehmensergebnisse. Zudem deute der Anstieg einiger Konjunkturindikatoren auf eine wirtschaftliche Erholung hin. Und als Trumpf geselle sich noch die attraktive Bewertung der Aktien hinzu. Auch Aktienstratege Markus Wallner von der Commerzbank bleibt optimistisch: Zwar zeigten die jüngsten Verluste im Dax, dass die Staatsschuldenkrise noch immer stärkere Kursausschläge auslösen könne. Dennoch sollten Schwächephasen zum Aufbau von Aktienpositionen genutzt werden, empfahl er. Die guten Umfragewerte für Italiens umstrittenen Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi sowie Korruptionsvorwürfe gegen die spanische Regierung hatten den deutschen Leitindex in den ersten vier Handelstagen der abgelaufenen Woche den gesamten Jahresgewinn gekostet.
Unter den Einzelwerten am Aktienmarkt stehen am Dienstag vor allem die Papiere von Thyssen Krupp im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der von Problemen belastete Industriekonzern präsentiert die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal. Das Unternehmen kämpft weiter gegen die Krise der Stahlbranche und die Folgen der Fehlentscheidungen in den vergangenen Jahren. Bei der Vorlage des Zahlenwerks stehen deswegen vor allem Neuigkeiten zum geplanten Verkauf der beiden Stahlwerke in Brasilien und Amerika im Fokus. Ansonsten läuft die kommende Woche angesichts der Karnevalsfeiern ruhig an. Am Rosenmontag veröffentlicht unter den großen Aktiengesellschaften lediglich der Mannheimer Bau-Dienstleister Bilfinger sein Jahresergebnis. Zur Wochenmitte folgt dann das Quartalsergebnis des Reisekonzerns Tui. Am Donnerstag präsentieren der Sportartikelhersteller Puma, der Verpackungsspezialist Gerresheimer und das Medizintechnik-Unternehmen Carl Zeiss Meditec ihre Geschäftszahlen. Die Commerzbank beschließt die Woche am Freitag mit der Vorlage ihrer endgültigen Jahreszahlen. Ersten Eckdaten zufolge hat das Institut 2012 nur mit Ach und Krach die Gewinnzone erreicht.
Daten aus Deutschland und China stützen Amerikas Börsen
Ermutigende Exportdaten aus Deutschland und China haben die Wall Street am Freitag im Handelsverlauf gestützt. Der Dow-Jones-Index legte 0,4 Prozent zu auf 13.994 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,5 Prozent auf 1516 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,9 Prozent auf 3195 Punkte. Am Donnerstag hatten der schwächere Euro und durchwachsene amerikanische Konjunkturdaten die New Yorker Börsen noch ins Minus gedrückt. Die Ausfuhren Chinas stiegen im Januar um 25 Prozent und damit so stark wie seit April 2011 nicht mehr. Die Importe legten um 29 Prozent zu. Auch der Rekordabsatz der deutschen Exportwirtschaft im vergangenen Jahr sorgte für Freude in New York. Zugleich verringerte sich das Defizit im amerikanischen Außenhandel im Dezember auf 38,5 Milliarden Dollar und damit deutlicher als erwartet. Das geringste Defizit seit fast drei Jahren stärkte die Hoffnung, dass die amerikanische Wirtschaft sich im vierten Quartal sehr viel besser geschlagen hat als bisher angenommen.
Die Aktien von Linked In schossen um 19 Prozent nach oben. Das Karrierenetzwerk verbuchte eine Umsatzsteigerung von über 80 Prozent im vierten Quartal und verdiente mehr als von Analysten erwartet. Bisher haben von den 500 Firmen im S&P-Index 317 ihre Bilanz vorgelegt. Davon übertrafen laut Daten von Thomson Reuters 69 Prozent die Erwartungen von Analysten. Die Gewinne der Unternehmen legten im vierten Quartal im Schnitt um 5 Prozent zu.
Text: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa
Bildmaterial: F.A.Z.
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24.05.2013 17:35 Uhr
| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Siemens | 82,45 € | +1,43% |
| Linde | 152,05 € | +0,96% |
| BAYER AG NA | 84,46 € | +0,66% |
| Beiersdorf | 70,41 € | +0,28% |
| Dt. Telekom | 9,26 € | +0,11% |
| Lanxess | 56,45 € | −1,77% |
| Infineon | 6,25 € | −2,02% |
| COMMERZBANK AG | 7,67 € | −2,39% |
| Dt. Bank | 34,95 € | −2,75% |
| SAP | 58,68 € | −3,23% |
24.05.2013 23:59 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 8.305,32 | −0,56% |
| FAZ-INDEX | 1.739,20 | −0,61% |
| TecDAX | 957,98 | −0,31% |
| MDAX | 13.987,30 | +0,02% |
| SDAX | 5.976,29 | +0,68% |
| REX | 444,02 | −0,24% |
| Eurostoxx 50 | 2.764,29 | −0,45% |
| F.A.Z. EURO | 90,75 € | −0,62% |
| Dow Jones | 15.303,10 | +0,06% |
| Nasdaq 100 | 2.991,02 | −0,01% |
| S&P500 | 1.649,60 | −0,06% |
| Nikkei225 | 14.612,50 | +0,89% |
| EUR/USD | 1,2935 | +0,02% |
| Rohöl Brent Crude | 102,78 $ | +0,12% |
| Gold | 1.385,25 $ | −0,05% |
| Bund Future | 144,47 € | −0,03% |
Markt
Ad hoc
Unternehmen
Highlights
24.05.2013 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| Gold | 1.385,25 $ | −0,05% |
| Silber | 22,38 $ | −0,40% |
| Platin | 1.460,00 $ | +0,14% |
| Palladium | 737,00 $ | +0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 102,78 $ | +0,12% |
| Gas | 0,66 £ | −1,02% |
| Kaffee | 1,27 $ | −2,90% |
| Zucker | 0,17 $ | +0,72% |
| Orangensaft | 1,48 $ | −0,61% |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | --% |
| AMEX OIL | 1.151,96 | --% |
| Rogers International | 24,14 | +0,50% |
Deutschland
Europa
24.05.2013 17:59 Uhr
| Name | Kurs | in % |
| FAZ-INDEX | 1.739,20 | −0,61% |
| F.A.Z. BANKEN EUR | 586,30 € | −2,59% |
| F.A.Z. VERSICHERU... | 20.932,50 € | −0,46% |
| F.A.Z. IT + ELEKT... | 4.044,60 € | −0,98% |
| F.A.Z. BAU + IMMO... | 3.368,45 € | −0,50% |
| F.A.Z. CHEMIE + P... | 2.548,88 € | −0,21% |
| F.A.Z. VERS. + TE... | 847,31 € | −0,43% |
| F.A.Z. AUTO + ZUL... | 3.343,20 € | −0,85% |
| F.A.Z. MASCHINENB... | 574,27 € | −0,12% |
| F.A.Z. GRUNDSTOFF... | 947,30 € | −0,10% |
| F.A.Z. HANDEL + V... | 1.282,11 € | −0,29% |
| F.A.Z. KONSUMG. +... | 1.289,94 € | −0,34% |
| F.A.Z. ERNEUERB. ... | 258,93 € | −4,16% |