18. Mai 2013

Blick auf den Finanzmarkt

China-Daten verhelfen Dax zu freundlicher Eröffnung

18. Januar 2013 Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag freundlich in den Handel gestartet. Gestützt auf positive Vorgaben aus Übersee stieg der Dax in den ersten Minuten um 0,2 Prozent auf 7747,8 Punkte. Damit knüpfte der Leitindex an seine Vortagsentwicklung an. Der M-Dax gewann 0,3 Prozent auf 12.520,1 Punkte, und für den Tec-Dax ging es um 0,1 Prozent auf 872,7 Punkte hoch. Der marktbreite FAZ-Index ging Prozent bei Punkten in den Handel.
Insbesondere die starken Börsen in Asien, die von erfreulichen Wirtschaftsdaten aus China profitierten, sorgten für Auftrieb. Schon am Vortag hatten die Hoffnung auf gute Nachrichten aus der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft sowie positive amerikanische Daten dem Dax den Sprung in die Gewinnzone ermöglicht. Insgesamt nehme auch in Europa die Risikoneigung der Anleger wieder zu, sagte Marktstratege Evan Lucas vom Broker IG. Ab dem Mittag geht die amerikanische Berichtssaison weiter. Zunächst legt der Industriekonzern General Electric (GE) Zahlen vor, gefolgt von Morgan Stanley. Auf Konjunkturseite könnte das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für Bewegung sorgen.

Deutsche Anleihen verlieren nach guten China-Daten

Die deutschen Staatsanleihen sind am Freitag mit Verlusten in den Handel gestartet. Händler sprachen von einer etwas stärkeren Risikofreude der Anleger nach guten Konjunkturdaten aus China. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am Morgen um 0,13 Prozent auf 142,57 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 1,63 Prozent. Aus China gab es am Morgen „erfreuliche Konjunkturdaten“, schrieb Anleihen-Experte Dirk Gojny von der National-Bank in Essen in seinem Morgenkommentar. Die zweitgrößte Volkswirtschaft habe „die Talsohle durchschritten“. Die Regierung in Peking meldete für das vierte Quartal eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 7,9 Prozent. Außerdem legte die Industrieproduktion im Dezember stärker zu als im Vormonat.
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Die Daten aus China hätten der Risikofreude der Anleger etwas Auftrieb verliehen und die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen im Gegenzug unter Verkaufsdruck gesetzt, hieß es von Händlern. Im weiteren Handelsverlauf rechnet Experte Gojny zunächst nicht mit größeren Kursausschlägen am deutschen Rentenmarkt. Erst am Nachmittag könnten Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten für mehr Bewegung sorgen. Auf dem Programm steht das Konsumklima der Universität von Michigan.

Euro hält sich knapp unter 1,34 Dollar

Der Euro hat sich am Freitag knapp unter 1,34 Dollar und damit in der Nähe seines Elf-Monatshochs gehalten. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3385 Dollar. Zu Beginn der Woche hatte der Euro bei 1,3404 Dollar den höchsten Stand seit Februar 2012 erreicht. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3368 (Mittwoch: 1,3277) Dollar festgesetzt.
Im frühen Handel rechnen Experten zunächst nicht mit viel Bewegung beim Kurs des Euro. Abgesehen von etwas besser als erwartet ausgefallen Konjunkturdaten aus China fehlen die Impulse. Erst am Nachmittag könnte die Veröffentlichung von amerikanischen Konjunkturdaten noch einmal für etwas mehr Bewegung sorgen.

Asiatische Asienmärkte sehr fest nach überraschend guten Daten aus China

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag nach überraschend guten Daten aus China kräftige Gewinne verzeichnet. Der länderübergreifende MSCI Asia Apex 50, der die Aktienkurse der 50 größten Unternehmen Asiens exklusive Japan enthält, stieg um 0,9 Prozent auf 914,8 Punkte. In Tokio schloss der Nikkei 225 um rund 2,9 Prozent höher bei 10.913,3 Punkten. Im Wochenvergleich legte der japanische Leitindex damit ein Prozent zu. Starke Konjunkturdaten aus China und am Vorabend aus den Vereinigten Staaten hätten die Risikofreude der Anleger in Asien wieder steigen lassen und die Märkte in Asien zumeist kräftig angetrieben, sagte Marktstratege Evan Lucas vom Broker IG.
Chinas Wirtschaft hat zum Jahresende wieder an Schwung gewonnen und ein etwas höheres Wirtschaftswachstum ausgewiesen als von Experten erwartet. Die japanischen Börsen hätten darüber hinaus von einem weiter schwachen Yen profitiert und seien daraufhin auf Wochensicht noch ins Plus geklettert. In Seoul gewann der Kospi-Index 0,7 Prozent auf 1987,8 Punkte. Der FTSE Straits Times Index in Singapur legte 0,2 Prozent auf 3201,6 Punkte zu. Der Sensex in Mumbai stieg um 0,5 Prozent auf 19.317,1 Punkte. In China kletterte der CSI 300 Index um 1,6 Prozent auf 2595 Punkte hoch. Er enthält die Aktien der 300 größten Unternehmen vom chinesischen Festland mit einer Börsennotierung in Shanghai oder Shenzhen. In Hongkong stieg der Hang Seng Index um 0,9 Prozent auf 22.553,6 Punkte.

Nachbörse Nsye: Intel nach Quartalsausweis unter Druck

Deutlich leichter präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Donnerstag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 8,91 Punkte auf 2738,24 Zähler.
Ein enttäuschender Quartalsausweis hat den Aktienkurs von Intel am Donnerstag im nachbörslichen Handel stark belastet. Der Chiphersteller litt im vierten Quartal abermals unter der schwachen Nachfrage nach Computern. Zwar fiel das Ergebnis nicht ganz so stark wie von Analysten befürchtet, gleichwohl lag es erheblich unter dem des Vorjahrs. Zudem gab das Unternehmen einen verhaltenen Ausblick. Das drückte den Kurs bis 19.59 Uhr Ortszeit um 5,3 Prozent auf 21,49 Dollar. Etwas besser erging es den Aktien von American Express, die bis 19.20 Uhr Ortszeit um nur 0,4 Prozent auf 60,49 Dollar nachgaben. Die Kreditkartengesellschaft hatte aufgrund hoher Kosten im vierten Quartal einen Gewinnrückgang um 47 Prozent verzeichnet. Wettbewerberin Capital One enttäuschte ebenfalls mit ihren Quartalszahlen. Die Aktie verbilligte sich bis 19.59 Uhr um 7,2 Prozent auf 57,15 Dollar.

Wall Street schließt auf höchstem Stand seit fünf Jahren

Besser als erwartete Daten vom Immobilien- und Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten haben die Anleger am Donnerstag in Kauflaune versetzt. Auch eine als positiv bewertete Anleihe-Auktion Spaniens beruhigte die Investoren. In New York ließ ein kräftiger Gewinnanstieg bei Ebay Börsianer zudem auf ausgabenfreudige Verbraucher hoffen. Die Wall Street schloss auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren. Der Dow Jones Index beendete den Handel 0,6 Prozent höher bei 13.596 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 13.511 und 13.633 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 stieg ebenfalls um 0,6 Prozent auf 1480 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um knapp 0,6 Prozent auf 3136 Zähler. In den Vereinigten Staaten stieg die Zahl der Baubeginne im Dezember auf 954.000 und übertraf damit die Prognosen der Analysten. Zugleich überraschten amerikanische Arbeitsmarktdaten positiv. Die gute Entwicklung im Immobiliensektor setze sich fort, sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. „Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind überraschend positiv und mit einem robusten Aufbau neuer Stellen vereinbar.“ Harry Clark, Geschäftsführer der Clark Capital Management Group reagierte ähnlich positiv: Es scheine eine gute Stimmung im Land zu herrschen.
Dass der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia im Januar absackte, schmälerte die Kursgewinne allerdings etwas. Auch drückten schwächere Finanzwerte auf die Kurse. Die Quartalsergebnisse der Bank of America und der Citigroup überzeugten in New York allerdings nicht. Beide Papiere rutschen vom Start weg ins Minus: Bank of America verlor 4,2 Prozent, Citigroup 2,9 Prozent. Das einst weltgrößte Finanzinstitut Citigroup und die traditionsreiche Bank of America haben mit Altlasten aus der Finanzkrise zu kämpfen und müssen sich nach wie vor mit teuren Rechtsstreitigkeiten herumschlagen. Hinzu kommen Milliardenkosten für den Umbau der Konzerne, die drastisch schrumpfen müssen und Tausende Stellen streichen. Durch die Probleme bei Prestigeflieger Dreamliner stand die  Boeing-Aktie abermals im Fokus. Nach kräftigen Verlusten am Vortag gewann das Papier diesmal 1,2 Prozent an Wert. Fast alle der weltweit ausgelieferten Flieger müssen auf Anordnung der Behörden wegen Batterie-Problemen auf unbestimmte Zeit am Boden bleiben. Von der Misere profitierten in Paris Papiere des Konkurrenten EADS mit einem Plus von fast 4 Prozent. Die Ebay-Aktie gewann 2,4 Prozent. Der Online-Händler profitiert von den wiedererstarkten Online-Marktplätzen und dem Bezahldienst Paypal. Die Aktien von Columbia Sportswear rutschten um 2,6 Prozent ab, nachdem sich der Hersteller von Sport- und Outdoorbekleidung skeptisch zum Wintergeschäft geäußert hatte.

Amerikanische Anleihen verlieren nach guten Wirtschaftsdaten

In freundlichem Aktienmarktumfeld haben amerikanische Staatsanleihen am Donnerstag nachgegeben. Gute Wirtschaftsdaten sorgten bei den Anlegern für Optimismus und weniger Nachfrage nach Staatspapieren.
Zweijährige Anleihen büßten 1/32 Punkte auf 99 23/32 Punkte ein. Sie rentierten mit 0,266 Prozent. Fünfjährige Papiere sanken um 7/32 Punkte auf 99 26/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,785 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verloren 16/32 Punkte auf 97 22/32 Zähler. Sie rentieren mit 1,883 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren verbilligten sich um 31/32 Punkte auf 93 26/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 3,067 Prozent.


Text: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AFP, Bloomberg, Dow Jones

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