17. Mai 2012

Marktbericht

Börsenkurse klettern weiter

01. Februar 2012 Die europäischen Aktienbörsen haben sich auch am Mittwoch freundlich gezeiggt. Wichtige europäische Aktienindizes legten um mehr als 2 Prozent zu. Der Euro Stoxx 50, der die 50 wichtigsten Unternehmen des Euroraums abbildet, stieg um 2 Prozent auf 2470 Punkte, der deutsche Standardwerteindex Dax um 2,2 Prozent auf mehr als 6600 Punkte. Der Index kämpft derzeit mit einer wichtigen technischen Kursschwelle. Wenn er sich von dieser nach oben absetzen kann, was gerade zu geschehen scheint, halten technisch orientierte Analysten einen weiteres Potential nach oben für durchaus gegeben. Der marktbreite F.A.Z.-Index gewann ähnlich stark hinzu auf 1470 Punkte. Zu den besten Werten auf dem deutschen Aktienmarkt gehörten der Halbleiterkonzern Infineon, der Roboterbauer Kuka, der Reiseveranstalter Tui und das Modeunternehmen Hugo Boss mit Kursgewinnen zwischen 5,5 und 7 Prozent. 
Unter den deutschen Standardwerten verzeichneten auch die beiden Versorger Eon und RWE und die Commerzbank überdurchschnittliche Kursgewinne. Genrell zeigten sich zyklische Werte, also Aktien von Unternehmen, deren Geschäfts stark mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung schwankt, fest. Überdurchschnittliche Kursgewinne verzeichnen aber auch Finanzwerte in Europa wie etwa die italienische Intesa Sanpaolo und die französische Société Générale.
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Bessere Konjunkturdaten - hohe Kursgewinne bei griechischen Banken

Die weitere Entspannung an den Aktienmärkten zeigt sich nicht nur in einigen erfreulichen Unternehmensergebnissen, sondern auch in besseren Daten zur Wirtschaftsaktivität insgesamt. Am Mittwoch sind Einkaufsmanagerindizes  für für den Euroraum insgesamt wie für einzelne Mitgliedsländer veröffentlicht worden für das Verarbeitende Gewerbe. Tendenziell lagen sie oberhalb der zuvor erwarteten Werte. Für Deutschland stieg der Einkaufsmanagerindex im Januar auf 51 Punkte - Werte oberhalb von 50 signalisieren eine zunehme Wirtschaftsaktivität. Der Wert für Italien stieg von 44,3 auf 46,9 Punkte, der für Frankreich blieb mit 48,5 unverändert, der für den Euroraum legte leicht auf 48,8 Punkte zu. Der britische Index legte von 49,6 auf 52 Punkte zu, derjenige der Schweiz ging von 50,7 auf 47,3 zurück. Der chinesische Wert liegt im Januar ebenfalls über 50.
Daneben half offenbar die Hoffnung, dass sich der griechische Staat mit seinen privaten Gläubigern in dieser Woche auf einen teilweisen Schuldenerlass einige werde. Der Ministerpräsident Lucas Papademos hatte sich am Dienstag entsprechend geäußert. Am Mittwoch gab es Berichte, nach denen Banken im aktuellen Streitpunkt über die Verzinsung neuer griechischer Anleihen, in die sie tauschen, möglichweis einlenken - sie könnte dafür mit einer Zinskomponente entschädigt werden, die sie an einem wieder stärkeren Wachstum der griechischen Wirtschaft einst teilhaben lassen könnte. Die Kurse griechischer Bankaktien, die bereits am Dienstag nach oben schossen, sprangen vorübergehend weiter empor. Die Aktie der Alpha Bank verteuert sich um 9 Prozent, die übrigen Institute gaben ihre mitunter zweistelligen Kursgewinne im Tagesverlauf wieder ab.

Erleichterung am Anleihemarkt

Die Erleichterung setzt sich auch an den Anleihemärkten fort. Italienische und spanische Staatsanleihen verzeichnen weitere Kursgewinne. Italienische zehnjährige Staatsanleihen rentieren mit 5,7 Prozent, spanische mit 4,7 Prozent - deutlich niedriger als am Ende des vergangenen Jahres. Italien tilgte außerdem eine zehnjährige Anleihe im Volumen von 25,8 Milliarden Euro planmäßig. Das war die größte einzelne in diesem Jahr anstehende Schuldenrückzahlung des Landes. Derweil plazierte Deutschland neue zehnjährige Staatsanleihen zu einer durchschnittlichen Verzinsung von 1,82 Prozent, teilte die Finanzagentur  des Bundes mit. Damit muss  die Bundesrepublik weiter niedrigere Zinsen bieten, wenn sie neuen Kredit aufnehmen möchte und profitiert damit von der Verunsicherung über  die Staatsfinanzen ihrer Nachbarländer. Insgesamt seien Papiere im Volumen von mehr als 4 Milliarden Euro emittiert worden, die Nachfrage habe das 1,4-fache des Angebots betragen.
Schließlich zum Euro: Dessen Außenwert blieb mit 1,31 Dollar den dritten Tag in Folge kaum verändert. Ein Fass der Ölsorte Brent kostet 111 Dollar, der Goldpreis für eine Unze (31,1 Gramm) beträgt 1745 Dollar - beide Preise liegen auf dem Niveau der vergangen Handelstage.


Text: FAZ.NET
Bildmaterial: F.A.Z.

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F.A.Z. BAU + IMMO... 2.419,65 −0,12%
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F.A.Z. VERS. + TE... 839,08 +0,17%
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