17. Mai 2012

Medienschau

Apple schlägt alle Rekorde

Unternehmensnachrichten

25. Januar 2012 

Apple schlägt alle Rekorde

Apple hat im ersten Quartal einen Gewinn pro Aktie von 13,87 Dollar erzielt, von Thomson Reuters befragte Analysten gingen von lediglich 10,10 Dollar Gewinn pro Aktie aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Nettogewinn von 6 Milliarden auf rund 13,1 Milliarden Euro an - ein neuer Rekord.
Das Unternehmen verkaufte 37 Millionen iPhones, 128 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die iPad-Verkäufe legten um 111 Prozent auf 15,4 Millionen Stück zu. Die meisten Analysten gingen von 30 Millionen verkauften iPhones und rund 13,8 Millionen verkauften iPads aus. Apple setzte zudem 5,2 Millionen Macs ab, das waren 26 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Wie bereits erwartet, sanken die iPod-Verkaufszahlen um 21 Prozent auf 15,4 Millionen.
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Insgesamt machte das Unternehmen einen Umsatz von 46,33 Milliarden Euro, im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Zuwachs um 73 Prozent. (Dow Jones)

Konzernumbau hinterlässt in Beiersdorf-Gewinn Spuren

Beiersdorf hat wegen des verschärften Sparkurses im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang verbucht. Der Hamburger Dax-Konzern bezifferte den Betriebsgewinn (Ebit) am Mittwoch auf 431 Millionen Euro, ein Viertel weniger als zuvor. Im vorangegangenen Jahr hatte der Kosmetikhersteller vor Steuern und Zinsen noch mehr als 580 Millionen Euro verdient. Mit den nun vorgelegten vorläufigen Zahlen übertraf der Hamburger Nivea-Konzern die Erwartungen von Branchenexperten, die im Schnitt für 2011 mit einem Ebit von 366 Millionen gerechnet hatten. Der Konzernumsatz kletterte organisch um 2,1 Prozent auf 5,633 Milliarden Euro. Einen Ausblick für das laufende Jahr will Beiersdorf erst bei der Vorlage der Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr Anfang März wagen. Analysten rechnen mit einem weiteren schwierigen Jahr. (Reuters)

 

SAP nimmt nach Rekordjahr die nächsten Bestmarken ins Visier

Nach dem Rekordjahr 2011 will der Softwarehersteller SAP trotz der unsicheren Konjunkturaussichten weiter wachsen . Der um Sondereffekte wie etwa Akquisitionskosten bereinigte Zuwachs bei den Erlösen aus dem Verkauf von Software und Wartungsdiensten werde 2012 um zehn bis zwölf Prozent bei konstanten Wechselkursen zulegen, teilte SAP am Mittwoch in Walldorf bei Heidelberg mit. Das bereinigte Betriebsergebnis werde ohne Berücksichtigung von Wechselkursänderungen im laufenden Jahr auf 5,05 bis 5,25 Milliarden Euro steigen. 2011 hatte SAP operativ 4,71 Milliarden Euro verdient - mehr als jemals zuvor in der 40-jährigen Firmengeschichte. Zudem bekräftigte der vor allem mit Oracle, Microsoft und Sage konkurrierende Konzern sein mittelfristiges Renditeziel von 35 Prozent, 2011 hatte der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware operativ eine Marge von 33,1 Prozent erzielt. „Wir sind auf dem besten Weg, bis 2015 unser Umsatzziel von 20 Milliarden Euro zu übertreffen und eine operative Marge von 35 Prozent zu erreichen“, sagte Finanzvorstand Werner Brandt. (Reuters)

Conergy schreibt höheren Verlust als befürchtet

Die schlechten Nachrichten aus der Solarbranche reißen nicht ab: Conergy hat 2011 einen deutlich höheren Verlust verbucht als vom Unternehmen erwartet. Der operative Verlust (Ebitda) beträgt nach vorläufigen Berechnungen 80 bis 85 Millionen Euro. Conergy hatte zuletzt für 2011 einen Verlust von 50 bis 55 Millionen Euro prognostiziert. Mit rund 755 Millionen Euro habe der Umsatz im Rahmen der eigenen Erwartungen gelegen. (Reuters)

Schwache Werbeerlöse belasten Yahoo

Der Abstieg des einstigen Branchenlieblings Yahoo geht weiter. Umsatz und Gewinn des Internetkonzerns sanken im vierten Quartal vor allem wegen des schwachen Werbegeschäfts. Eine Überraschung blieb aus, obwohl die Erwartungen im Vorfeld niedrig waren.
Yahoo verdiente im Abschlussquartal mit 296 Millionen Dollar erwartungsgemäß rund 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Je Aktie entsprach der Gewinn 0,24 Dollar. Der Umsatz sank um 3 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Der Erlös des Kerngeschäfts mit Werbung fiel um 4 Prozent. Für den Zeitraum von Januar bis März prognostizierte Yahoo einen Konzernerlös in einer Spanne zwischen 1,03 und 1,11 Milliarden Dollar. (Dow Jones)

AMD schreibt wegen Sondereffekt Verluste

Abschreibungen auf das abgespaltene Globalfoundries-Geschäft haben den Quartalsbericht des amerikanischen Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD) Verluste eingebracht. Ein gutes Geschäft mit Computerchips konnte die 209 Millionen Dollar an Abschreibungen nicht ausgleichen. Aber auch der Ausblick auf das erste Quartal sorgte für Enttäuschung.
Insgesamt musste das kalifornische Unternehmen im vierten Quartal einen Verlust von 177 Millionen Dollar verkraften. Die Sondereffekte herausgerechnet verdiente der Chiphersteller allerdings 0,19 Dollar je Aktie, das waren fünf Cent mehr als im Vorjahr und auch drei Cent mehr als von Analysten erwartet.
Enttäuschend fiel jedoch der Ausblick auf die ersten drei Monate des laufenden Jahres aus. Zum Vorquartal sollen die Einnahmen um 5 bis 11 Prozent zurückgehen. Damit würde AMD die Analystenerwartungen nur erreichen, wenn das Unternehmen das obere Ende der eigenen Prognosespanne erreicht.
Im vierten Quartal erzielte der Konzern noch Einnahmen von 1,69 Milliarden Dollar. Das war ein Wachstum um 2,4 Prozent. Ein Analyst bezeichnet dies als gute Nachricht. Die AMD-Einnahmen würden sich stabilisieren, meinte er. Das Unternehmen bekomme wieder genügend Chips geliefert. AMD hatte die eigenen Produktionswerke in das Unternehmen Globalfoundries abgespalten. Probleme in der Produktion dort hatten AMD dann jedoch vor Schwierigkeiten gestellt. (Dow Jones)

Ericsson erleidet Gewinneinbruch

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat im vierten Quartal unter der vorsichtigen Nachfrage der Netzbetreiber angesichts der unsicheren Aussichten in Europa gelitten. Eine schnelle Besserung sei nicht in Sicht, sagte Vorstandschef Hans Vestberg am Mittwoch in Stockholm. Die langfristigen Perspektiven seien aber positiv. Die Aktionäre sollen nach 2,25 Kronen im Vorjahr nun eine Dividende von 2,5 Kronen erhalten.
Der Umsatz stieg im normalerweise starken Schlussquartal nur um ein Prozent auf 63,7 Milliarden Schwedische Kronen (7,2 Milliarden Euro). Der operative Gewinn brach von 6,24 Milliarden Kronen auf 2,16 Milliarden Kronen ein. Unter dem Strich blieben nach 4,32 Kronen nur noch 1,15 Milliarden Kronen. Hier schlugen unter anderem die Verluste der beiden Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson und ST Ericsson durch. (dpa-AFX)

Lonza trennt sich von Vorstandschef Borgas

Der weltgrößte Pharma-Auftragshersteller Lonza trennt sich mit sofortiger Wirkung von Konzernchef Stefan Borgas. Der Konzern werde bis auf weiteres von Verwaltungsratspräsident Rolf Soiron geleitet, teilte Lonza am Mittwoch mit. „Ein Konzernchef hat die Verantwortung, die an ihn gestellten Erwartungen zu erfüllen. Dies ist in den letzten Jahren nicht geschehen,“ sagte Soiron. Der Verwaltungsrat sei daher in den letzten 48 Stunden zur Überzeugung gelangt, sich von Borgas zu trennen.
Lonza wolle sich nun verstärkt auf die Implementierung der Geschäftsziele konzentrieren. Das Kerngeschäft der Basler Firma, die Herstellung klassisch chemischer Wirkstoffe im Auftrag von Großkonzernen wie Novartis oder dem israelischen Generikaproduzenten TEVA hatte zuletzt mit deutlichem Gegenwind zu kämpfen. Im vergangenen Jahr hatte sich Lonza daher mit der Übernahme des amerikanischen Biozidherstellers Arch ein zweites Standbein geschaffen.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr hatte Lonza aufgrund des starken Währungseffekts einen deutlichen Gewinnrückgang zu verzeichnen. Der Reingewinn halbierte sich nahezu auf 154 Millionen Franken (128 Millionen Euro). Dagegen verbesserte sich der Umsatz hauptsächlich Akquisitionsbedingt um 0,4 Prozent auf 2,70 Milliarden Franken. Analysten hatten mit einem Reingewinn von 201 Millionen Franken und einem Umsatz von 2,70 Milliarden Franken gerechnet. Das laufende Geschäftsjahr werde herausfordernd, hieß es weiter. Dennoch rechne der Konzern mit einer deutlichen Steigerung des Gewinns je Aktie. (Reuters)

Novartis mit weniger Gewinn

Preisdruck bei eingeführten Medikamenten und Rückschläge bei neuen haben dem Schweizer Pharmakonzern Novartis das Jahresergebnis verhagelt. Der Reingewinn sank nach Firmenangaben vom Mittwoch um sieben Prozent auf 9,245 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal allein ging der Gewinn um 47 Prozent auf 1,21 Milliarden Dollar zurück. Vor dem Jahresende hatte der Konzern gut eine Milliarde Franken auf neue Medikamente abschreiben müssen, die die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen konnten. Analysten hatten mit einem Jahresgewinn von gut zehn Milliarden Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 58,566 Milliarden Dollar. Die Dividende soll leicht auf 2,25 Franken erhöht werden. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Die operative Kerngewinnmarge dürfte geringfügig unter dem Niveau von 2011 liegen. (Reuters)

Nvidia senkt Umsatzerwartungen

Der Chiphersteller Nvidia hat seine Umsatzerwartungen für das laufende Quartal gesenkt. Die Lieferengpässe bei Festplatten durch die Überschwemmungen in Thailand belasteten die Nachfrage nach Halbleitern, teilte das traditionell auf Grafik-Chips für PCs fokussierte Unternehmen am Dienstagabend mit. Deswegen werde für das im Januar endende Quartal mit einem Rückgang der Erlöse auf etwa 950 Millionen Dollar gerechnet. Schwankungen von einem Prozent nach oben oder unten seien möglich. Bisher hatte Nvidia einen Umsatz von 1,066 Milliarden Dollar mit einer Spanne von zwei Prozent in Aussicht gestellt. Die Nvidia-Aktie gab nachbörslich fast drei Prozent nach. (Reuters)

Roche will Illumina für 5,7 Milliarden Dollar kaufen

Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche will den amerikanischen Konzern Illumina für etwa 5,7 Milliarden Dollar in bar übernehmen. Roche teilte in der Nacht zum Mittwoch mit, sämtliche Illumina-Aktien zum Preis von je 44,50 Dollar kaufen zu wollen. Das wäre ein Aufschlag von 18 Prozent auf den Schlusskurs der Illumina-Aktie am Dienstag. Illumina war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. (Reuters)

Abschreibungen in Weißrussland belasten Telekom Austria

Die Telekom Austria kommt ihr Engagement in Weißrussland teuer zu stehen. Geänderte Rechnungslegungsvorschriften führten zu einer Abschreibung von rund 300 Millionen Euro, teilte der österreichische Telekomkonzern am Dienstag mit. Diese werde das Nettoergebnis 2011 deutlich belasten. Wegen der hohen Inflation in dem osteuropäischen Land muss Telekom Austria in Weißrussland die „Rechnungslegung für Hochinflationsländer“ anwenden.
Die ausgegebenen Ziele für das vergangene Jahr dürfte der Konzern erreicht haben. Der Konzern hatte für 2011 einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro und einen bereinigten Gewinn (Ebitda) von bis zu 1,55 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Prognose sei nach wie vor gültig, hieß es am Dienstag. Sie basiert allerdings auf konstanten Wechselkursen und ist um die Effekte der neuen Rechnungslegung für Weißrussland bereinigt. Der Konzern legt seine Ergebnisse für 2011 am 23. Februar vor. (Reuters)

 

Wirtschaftsnachrichten

Erstes Handelsbilanzdefizit für Japan seit 1980

Der starke Yen hat die japanischen Exporte belastet und dem Land 2011 das erste Defizit in der Handelsbilanz eines Jahres seit der Ölkrise 1980 beschert. Im Kalenderjahr 2011 ergab sich ein negativer Handelsbilanzsaldo von 2,493 Billionen Yen, wie aus Daten des Finanzministeriums hervorgeht. Damit wurde das zweithöchste Defizit seit Beginn der Datenreihe ausgewiesen. Im Vorjahr war noch ein Überschuss von 6,635 Billionen Yen verzeichnet worden.
Neben dem starken Yen wirkten sich auch die Abschwächung der Weltwirtschaft und die steigenden Energieimporte des Landes im Zuge des Atomunglücks von Fukushima negativ auf die Außenhandelsbilanz aus. Die Exporte fielen 2011 um 2,7 Prozent auf 65,555 Billionen Yen, während die Importe um 12,0 Prozent auf 68,047 Billionen in die Höhe schnellten. (Dow Jones)

Italien weitet Rating-Ermittlungen auf Fitch aus

Die italienische Justiz nimmt nach Standard & Poor’s und Moody’s nun auch die Ratingagentur Fitch ins Visier. Die Steuerpolizei durchsuchte am Dienstag die Geschäftsräume von Fitch in Mailand, wie der leitende Staatsanwalt in der süditalienischen Kleinstadt Trani sagte. Details nannte er nicht. Aus Ermittlungskreisen verlautetet aber, die Staatsanwaltschaft habe ihre Ermittlungen auf Fitch ausgeweitet und verdächtige nun alle drei großen Ratingagenturen der Marktmanipulation. Es seien Dokumente und E-Mails beschlagnahmt worden. Fitch war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Gegenstand der bisherigen Untersuchungen ist, ob es im Zusammenhang mit der Herabstufung Italiens durch Standard & Poor’s in diesem Monat zu unerlaubten Marktmanipulationen und der rechtswidrigen Verwendung von vertraulichen Informationen gekommen ist. Gleichzeitig wird geprüft, welchen Einfluss die Italien-Berichte von S&P sowie von Moody’s auf die Märkte hatten und ob ein Delikt begangen wurde.
Angestoßen hatten die Prüfungen zwei Verbraucherverbände, die sich über die Auswirkungen der Ratingagentur-Berichte auf die Aktienkurse in Mailand beschwert hatten. Zuvor waren die Beschwerdeführer von den Staatsanwaltschaften in Mailand und Rom abgewiesen worden. In Gerichtskreisen hieß es, Mailands Generalstaatsanwalt sah nicht genug Verdachtsmomente, um eine Untersuchung in die Wege zu leiten. Am Tag zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in Mailand mitgeteilt, nicht im Zusammenhang mit der Einschätzung der Kreditwürdigkeit gegen S&P vorzugehen. (Reuters)


Text: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
Bildmaterial: FAZ Helfert

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