24. Mai 2013

AUSBLICK/Schwaches Salzgeschäft belastet K+S

Von Heide Oberhauser-Aslan

Der hessische Salz- und Düngemittelanbieter K+S sollte sich im dritten Quartal trotz schwacher Auftausalzgeschäfte noch gut geschlagen haben. Zwar hat sich die Stimmung unter den Kaliproduzenten weltweit verschlechtert. Der deutsche Konzern ist jedoch von den Problemen der internationalen Konkurrenz weit weniger betroffen.

Der kanadische Branchenprimus Potash Corp musste in diesem Jahr mehrfach sein Gewinnziel senken. Auch der russische Rivale Uralkali hatte sein Produktionsziel wegen der Marktschwäche zurückgenommen. Grund waren die größten Abnehmerländer Indien und China, die mit neuen Vertragsabschlüssen immer noch zögern. Besonders in Indien hat sich die Dünger-Nachfrage abgeschwächt. Der Kursrückgang der indischen Währung und auslaufende Subventionen machen den Landwirten dort das Leben schwer.

Bei den Kasselern macht sich der Nachfragerückgang aus Asien dagegen kaum bemerkbar. Ihre Kunden sitzen hauptsächlich in Europa und Südamerika, nach Südostasien liefern sie in kleinem Umfang hauptsächlich Spezialitäten, die sich immer noch gut verkaufen. Das bei K+S traditionell starke Brasiliengeschäft läuft weiter sehr gut, wie Vorstandschef Norbert Steiner Mitte September erklärt hatte. Die Ergebnisse im Kaligeschäft sollten daher deutlich besser als bei der Konkurrenz ausfallen.

Ein großer Belastungsfaktor ist für K+S aber das Salzgeschäft. Das Frühbezugsgeschäft von Auftausalz sollte schwach ausgefallen sein, da die Kunden nach wie vor auf hohen Lagerbeständen sitzen. Analysten gehen davon aus dass Steiner daher für das Gesamtjahr bei seiner vorsichtigen Prognose bleiben wird, sie aber möglicherweise präzisieren könnte.

Für 2012 hat K+S bislang ein operatives Ergebnis in einer Bandbreite von 820 bis 900 Millionen Euro in Aussicht gestellt, nach 906 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz soll zwischen 3,9 bis 4,2 Milliarden Euro liegen, nach 4 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Quartalszahlen will der DAX-Konzern am Dienstag bekannt geben.

Nachfolgend die von Dow Jones Newswires zusammengestellten Schätzungen von Analysten zum dritten Quartal und Neunmonatszeitraum:

=== 
 
                                  Erg nSt    Erg   Erg/Aktie 
3Q 2012         Umsatz   EBIT I   ber.(1)  nSt(1)  bereinigt 
 
MITTELWERT         868     165      110      170       0,61 
Vorjahr            854     182      119       88       0,62 
+/- in %          +1,7    -9,4     -7,4      +94       -2,4 
 
                                Erg nSt     Erg   Erg/Aktie 
9M 2012       Umsatz   EBIT I   ber.(1)   nSt(1)  bereinigt 
 
MITTELWERT(2)  2.945    633        454      520       2,41 
Vorjahr        2.975    698        476      413       2,49 
+/- in %        -1,0   -9,3       -4,6      +26       -3,4 

- alle Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro

- Bilanzierung nach IFRS

Quelle Vorjahreszahlen: Angaben des Unternehmens - Zahlen um Verkauf von Nitrogen angepasst

(1) Nach Anteilen Dritter.

(2) Eigene Berechnung von Dow Jones Newswires auf Basis des Konsenses für das dritte Quartal und der bereits berichteten Halbjahreszahlen.

Kontakt zum Autor: heide.oberhauser@dowjones.com

DJG/hoa/sha

(END) Dow Jones Newswires

November 09, 2012 10:22 ET (15:22 GMT)

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